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Kora Terry

Deutschland 1940 Spielfilm

Films from the National-Socialist period must be considered in the context of state-influenced production and reception. Further informations »

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Falk Schwarz
Zweimal Rökk und keinmal Freud'
Ein Revuefilm mit Krimieinlagen oder ein Kriminalfilm mit Revue? Eine Mischung aus Show und Crime, in der Marika Rökk eine Doppelrolle spielt. Die kesse, leichtlebige, freche und ungenierte Kora, die Männer um den Finger wickelt und keinerlei Herz kennt. Und dann die brave, sanfte, herzensgute Zwillingsschwester Mara, die sich um das uneheliche Kind der Kora kümmert. Also die Charaktere bis zum Äußersten gespreizt. Als schließlich die brave Mara auf ihre zynische Schwester schiesst, fällt Kora die Treppe hinunter und stirbt. Nun folgt der Identitätstausch: Mara muss in die Tanzschuhe der Schwester schlüpfen. Sie tut, was getan werden muss, bis schließlich alles im Eclat endet und Mara sich wieder aus ihrer Kora-Rolle befreien kann. „Frivolität (wird) von der Naivität besiegt“ (Witte). Leichtlebigkeit tötet, Anstand bewahrt - um dem Film zu einem „zeitgemäßen“ Schluss zu verhelfen. Der Jungschauspieler Will Quadflieg muss sich im Alter von 26 Jahren als brillanter Pianist aufspielen und sich als Geiger feiern lassen (wobei er vielleicht die Fingersätze doch besser studiert hätte). Damit nicht genug: er singt auch noch. Eine Kunstfigur, wie auch der brave Tobs (Josef Sieber), der immer zur Stelle ist, wenn Hilfe gebraucht und friedfertiges Gutmenschentum angesagt ist. Da hat der Film überhaupt keine Mitte. Regisseur Georg Jacoby zeigt einige rasante Revueszenen (Musik: Peter Kreuder), in denen die Rökk artistisch tanzt. Kameramann Konstantin Irmen-Tschet hat vor allem bei der Kopf-auf-Kopf Revuenummer perfekte Trickarbeit geleistet. Dennoch ging es nicht ohne ein Double für die Rökk. Peter Kreuder beschreibt die krude Filmpolitik in einer bösen Zeit: „Wir (brauchten) ein Mädchen, das ihr möglichst ähnlich sehen sollte und nur von hinten oder im Halbprofil gezeigt wurde. Es gab eine Doppelgängerin - sie war im KZ. Es gelang uns, sie aus dem KZ zu holen, und nach Beendigung des Film schafften wir es, dass sie nicht ins KZ zurück musste. Was heute aus dem Mädchen geworden ist, weiß ich nicht...“. Da bleibt einem die Luft weg.

Credits

Director

Director of photography

Editing

Cast

All Credits

Director

Assistant director

Director of photography

Still photography

Production design

Editing

Choreographer

Vocals

Cast

Line producer

Location manager

Original distributor

Shoot

    • 27.03.1940 - Juli 1940
Duration:
11 Akte, 2982 m, 109 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
s/w, Tobis-Klangfilm
Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 12.11.1940, B.54520, Jugendverbot / nicht feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 27.11.1940, Karlsruhe;
Berliner Erstaufführung (DE): 29.11.1940, Berlin, Capitol

Titles

  • Originaltitel (DE) Kora Terry

Versions

Original

Duration:
11 Akte, 2982 m, 109 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
s/w, Tobis-Klangfilm
Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 12.11.1940, B.54520, Jugendverbot / nicht feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 27.11.1940, Karlsruhe;
Berliner Erstaufführung (DE): 29.11.1940, Berlin, Capitol

Verleihfassung

Duration:
6 Akte, 2840 m, 104 min
Format:
35mm, 1:1,37
Video/Audio:
s/w, Tobis-Klangfilm
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 12.03.1957, 00248 [2. FSK-Prüfung];
FSK-Prüfung (DE): 13.10.1949, 00248, Jugendfrei ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei