Kabale und Liebe

Deutschland Österreich 2005 Spielfilm

Summary

Adaptation of Friedrich Schiller′s classic drama about the tragic love affair of Luise Miller, the daughter of a bourgeois, and nobleman Ferdinand von Walter. Although his tyrannical father wants him to marry his mistress Lady Milford, Ferdinand is unwilling to let go of Luise. But when Ferdinand tells Lady Milford, who truly loves him that he wants to stay with Luise, a complicated intrigue starts to unfold. In the end, jealousy and insurmountable class barriers result in the young lovers′ death.

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
„Die Liebe ist schlauer als die Bosheit“: Eine 222 Jahre alte tragische Liebesgeschichte, Friedrich Schillers Klassiker „Kabale und Liebe“, ganz neu und frisch und dabei erstaunlich werkgetreu fürs Fernsehen in Szene gesetzt von Leander Haußmann, der bereits zu seiner Zeit als Intendant des Schauspielhauses Bochum mit wunderbar verspielten Shakespeare-Inszenierungen („Romeo und Julia“, „Ein Sommernachtstraum“) beglückte.

Major Ferdinand von Walter (flammender Stürmer und Dränger: August Diehl) liebt die bürgerliche Musikantentochter Luise Miller (großes unschuldiges Herz: Paula Kalenberg). Doch diese unstandesgemäße Verbindung lässt nur in Luises Mutter die Hoffnung auf bessere Zeiten aufkeimen. Sie löst nicht nur bei ihrem Vater tiefe Furcht, ja blankes Entsetzen aus, sondern ist auch dem so eifersüchtigen wie verschlagenen Sekretarius Wurm (Regisseurs-Kollege und Mitproduzent Detlev Buck in einer Glanzrolle) ein Dorn im Auge.

Wie gleichermaßen auch Ferdinands despotischem Vater. Denn der Präsident von Walter (wird die Rolle des früher immerjungen und längst in Ehren ergrauten Bösewichts einfach nicht los: Götz George, der hier unter Wert verkauft wird) hat für seinen Sohn längst eine andere, nicht zuletzt auch materiellen Gewinn versprechende Partie ausgesucht, die vor allem seinen eigenen Interessen dient: Ferdinand soll die mondäne Mätresse Lady Milford (hysterische wie intrigante Adelszicke: Katja Flint) ehelichen. Dazu lässt er Wurm eine böse Intrige einfädeln, welche die beiden Liebenden entzweien soll...

„Kabale und Liebe“, mit einigem Aufwand innerhalb von 24 Tagen an den Originalschauplätzen in Österreich und Tschechien gedreht, ist bei Leander Haußmann ein üppiges Kostüm- und Ausstattungsspektakel, dass die Sprache der Vorlage von 1783 behutsam modernisiert und ganz auf die spezifischen Möglichkeiten des Genres Film setzt. Keine dem Schiller-Jahr geschuldete trocken abfotografierte Theaterinszenierung, sondern eine ewig junge, stark emotionalisierte und dabei vor allem am Ende auch etwas kitschige Romeo-und-Julia-Geschichte, die mit gewohnt lockerer Hand den weiten Bogen von der Romantik in unsere heutige Zeit schlägt.

Die Besetzung ist großartig, vor allem die 18-jährige Paula Kalenberg, die schon 2005 als „Entdeckung des Jahres“ bezeichnet wurde. Genannt sei aber auch Georg Friedrich als Hofmarschall von Kalb, eine augenzwinkernde Reinkarnation des karpatischen Blutsaugers Dracula. Ganz wichtig in allen Bühnen- und Leinwandarbeiten Leander Haußmanns ist der Soundtrack, für den diesmal Oldtimer Hannes Wader und „Echt“-Musiker Kim Frank („Kein Feuer, keine Kohle kann brennen so heiß / als heimlich stille Liebe, von der niemand weiß“) zuständig sind.

Katja Flint im ZDF-Presseheft über „Kabale und Liebe“: „Der Film ist sehr unterhaltsam und viel komischer und ironischer als das Original. Aber er verrät Schiller nicht, er drückt schon aus, was der Dichter meint. Die Sprache ist weitgehend Originalton Schiller. Es wurde aber gekürzt und einiges geändert, sodass die Geschichte filmgerechter und heutiger wurde, sicher auch einfacher zu verstehen.“ Die äußerst kurzweilige Adaption des völlig entstaubten Bühnenklassikers entstand für den ZDF-Theaterkanal: Den hats tatsächlich ‘mal gegeben, als man auf dem Mainzer Lerchenberg den Kulturauftrag noch ernst genommen hat.

Pitt Herrmann

Credits

Director of photography

Editing

Cast

Producer

All Credits

Assistant director

Script supervisor

Director of photography

Assistant camera

Still photography

Lighting design

Production design

Storyboard

Construction manager

Costume design

Editing

Assistant editor

Sound design

Foley artist

Audio mixing

Stunt co-ordinator

Cast

Producer

Co-Producer

Line producer

Location manager

Original distributor

Shoot

    • 19.04.2005 - 27.05.2005: Retz
Duration:
100 min
Format:
16:9
Video/Audio:
Farbe
Screening:

Uraufführung: 03.10.2005, 3sat;
Kinostart (DE): 18.05.2006

Titles

  • Originaltitel (DE AT) Kabale und Liebe

Versions

Original

Duration:
100 min
Format:
16:9
Video/Audio:
Farbe
Screening:

Uraufführung: 03.10.2005, 3sat;
Kinostart (DE): 18.05.2006