Mišel Matičević in "Verbrannte Erde", Source: Piffl Medien, DFF, © Reinhold Vorschneider, Schramm Film
Mišel Matičević in "Verbrannte Erde"

Ab Donnerstag im Kino: Verbrannte Erde

Willkommen in der härteren Klasse der Berliner Schule: Mit "Verbrannte Erde" setzt Autor und Regisseur Thomas Arslan nach "Im Schatten" seine als Trilogie angelegte Erzählung über den chronisch wortkargen Kriminellen Trojan fort. In diesem zweiten Film kehrt Trojan – erneut eindrücklich verkörpert von Mišel Matičević – nach Jahren in die Hauptstadt zurück, die sich in seiner Abwesenheit nicht nur an der Oberfläche, sondern auch im illegalen Untergrund verändert hat. Die Verdienstmöglichkeiten gestalten sich im digitalen Zeitalter schwer für den Profi alter Prägung, weshalb sich Trojan auf einen riskanten Kunstraub einlässt. Doch schnell wird deutlich, dass einige beteiligte Parteien ihre ganz eigenen Pläne verfolgen, und der Preis für den schnellen Reichtum das Leben sein könnte. Zwischen gesichtslosen Gewerbeflächen, grauen Parkhäusern und anonymen Hotelzimmern inszeniert Arslan die Metropole als gänzlich glamourfreies Labyrinth, in dem sein Anti-Held nach einem Ausweg suchen muss. So überzeugt "Verbrannte Erde" als lakonische Meditation über den Gangsterfilm und die Suche nach Halt in einer unwirtlichen Welt im Transit.

Aktuelles

Der Werner-Herzog-Filmpreis geht 2024 an den kanadischen Regisseur Harley Chamandy für seinen Spielfilm "Allen Sunshine".

Im 20. Jubiläumsjahr vergibt das Festival des Deutschen Films Ludwigshafen am Rhein drei Preise für Schauspielkunst. Die Preisträger*innen 2024 sind: Liv Lisa Fries, Christoph Maria Herbst & Joachim Król.

Für den Bundeskulturetat stehen 2025 insgesamt gut 2,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Das hat das Bundeskabinett heute mit dem Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 beschlossen. Damit kann der Kulturetat trotz der angespannten Haushaltslage sogar einen leichten Aufwuchs im Vergleich zum Regierungsentwurf 2024 verzeichnen.

Die Deutsch-Französische Förderkommission hat in ihrer jüngsten Sitzung 1.060.000 Euro Produktionsförderung für vier Koproduktionen und 50.000 Euro Entwicklungsförderung für zwei weitere Projekte bewilligt. Die insgesamt sechs Filmprojekte werden je zur Hälfte majoritär aus Deutschland bzw. Frankreich finanziert, zwei Drittel davon entstehen unter weiblicher Regie. Insgesamt vergab die Kommission Mittel in Höhe von 1.110.000 Euro.

Über 70 Filme – entstanden in den 1910er bis 2000er Jahren – werden nach der jüngsten Förderrunde mit Mitteln aus dem Förderprogramm Filmerbe restauriert und digitalisiert.