Maren Kroymann; Quelle: hoestermann Agentur für Schauspieler, © Mathias Bothor
Maren Kroymann

75. Geburtstag: Maren Kroymann

Bundesverdienstkreuz, Grimme-Preise, Fernsehpreise, Preise für das Lebenswerk - die Sängerin, Schauspielerin und Kabarettistin Maren Kroymann hat alles abgeräumt. Ihre Karriere begann 1982 mit dem Bühnenprogramm "Auf Du und Du mit dem Stöckelschuh". Zwei Jahre tourte sie damit und interpretierte liebevoll-satirisch Schlager der 50er Jahre. Der Durchbruch im TV gelang ihr als moderne schwäbische Pfarrersfrau in "Oh Gott, Herr Pfarrer" Ende der 80er Jahre. Ab 1988 nahm sie in der ersten Satiresendung einer Frau im Öffentlich-rechtlichen, "Nachtschwester Kroymann", mit Sketchen über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz oder Vergewaltigung in der Ehe kein Blatt vor den Mund. Ihr Kinodebüt gab Kroymann 1993 in Hape Kerkelings Komödie "Kein Pardon", seitdem spielte sie in so unterschiedlichen Produktionen wie dem Erfolgsfilm "Das Superweib" und Angelina Maccarones preisgekröntem Drama "Verfolgt", in dem sie 2006 in der Hauptrolle einer Bewährungshelferin beeindruckte, die sich mit einem 30 Jahre jüngeren Straftäter einlässt. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte auf der großen Leinwand, etwa in "Maria, ihm schmeckt's nicht" oder "Enkel für Anfänger", und vor allem auch in TV-Produktionen. Seit 2017 ist die vielbeschäftigte Feministin mit der preisgekrönten Satiresendung "Kroymann" wieder in der ARD zu sehen und spricht dort politisch und feinsinnig die Themen an, die ihr wichtig sind wie #MeToo, die Sichtbarkeit queerer Personen im TV, Frauen und Geld. Daneben tourt sie weiterhin mit dem erfolgreichen Bühnenprogramm "In My Sixties", oder liest Hörbücher ein. Ab Oktober ist sie in "Der Buchspazierer" erneut im Kino zu sehen. Zum 75. Geburtstag gratulieren wir Maren Kroymann aufs Herzlichste!

Aktuelles

Nach der jüngsten Sitzung der FFA-Kommission für Produktions- und Drehbuchförderung erhalten neun Spiel- und fünf Dokumentarfilmprojekte – darunter acht Debüts – insgesamt 4.415.000 Euro Förderung. Weitere 295.000 Euro bewilligte die Kommission für je sieben Drehbücher und Treatments sowie eine Fortentwicklung. Damit werden 29 Projekte mit insgesamt 4.710.000 Euro gefördert.

In ihrer jüngsten Sitzung hat die FFA-Kommission für Verleih-, Vertriebs- und Videoförderung für den Verleih von vier Filmen 970.000 Euro, für den Weltvertrieb eines Titels 9.000 Euro und für die Videoveröffentlichung von drei weiteren Filmen 244.391,50 Euro vergeben.

Die Bundesregierung plant, die Mittel für die kulturelle jurybasierte Filmförderung des Bundes deutlich zu erhöhen. Dies geht aus dem am gestrigen Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf für den Regierungshaushalt 2025 hervor.

Der Werner-Herzog-Filmpreis geht 2024 an den kanadischen Regisseur Harley Chamandy für seinen Spielfilm "Allen Sunshine".

Im 20. Jubiläumsjahr vergibt das Festival des Deutschen Films Ludwigshafen am Rhein drei Preise für Schauspielkunst. Die Preisträger*innen 2024 sind: Liv Lisa Fries, Christoph Maria Herbst & Joachim Król.