"Berlin Alexanderplatz", Source: eOne, DFF, © 2019 Sommerhaus, eOne Germany, Photo: Frédéric Batier
Welket Bungué, Annabelle Mandeng

Neu im Kino: Berlin Alexanderplatz

Dass Burhan Qurbani zum Film kam, verdanken wir einer spontanen Laune und dem Infomaterial der Filmhochschule, so erzählt er im Interview mit German Films Quarterly, denn ursprünglich wollte der Regisseur Dramaturg werden – oder Literaturwissenschaftler. Im Februar wurde er mit seinem dritten Langfilm bereits zum zweiten Mal in den Wettbewerb der Berlinale eingeladen, und jetzt, nach einigen Corona-bedingten Verzögerungen, kommt der Gewinner von fünf Deutschen Filmpreisen endlich auch regulär in die Kinos: Qurbanis "Berlin Alexanderplatz" erzählt die Geschichte vom Franz Biberkopf zu Beginn der Zwanziger Jahre des 21. Jahrhunderts als freie Adaption des Literaturklassikers. Döblins Franz heißt heute Francis (Welket Bungué), ist als Migrant aus Guinea-Bissau neu nach Berlin gekommen und hat sich geschworen, hier ein geregeltes und anständiges Leben zu führen. Doch alle Zeichen scheinen gegen ihn zu stehen, und vor allem die Freundschaft zu Dealer Reinhold (Albrecht Schuch) bringt ihn ab vom richtigen Pfad. Kann ihn die aufkeimende Liebe zu Escort-Girl Mieze (Jella Haase) retten oder geht er in der Großstadt unter?

Aktuelles

Pandemiebedingt findet das 23. Shanghai International Film Festival in diesem Jahr nicht wie üblich im Juni statt, sondern wurde auf das Datum 25. Juli – 2. August 2020 verschoben. German Films hält in diesem Ausnahmejahr an der traditionsreichen Kooperation im Zuge einer eigenen Sektion mit deutschen Filmen, der Sektion Focus Germany, die vom Festival kuratiert wird, fest.

Ab dem 28. Juli zeigt das Berliner Zeughauskino drei Raritäten des Filmemachers Egon Monk (1927-2007) und setzt damit seine Reihe "Aus dem Fernseharchiv" fort.

Damit Kinos in ganz Deutschland in der Corona-Krise ihren Betrieb wieder aufnehmen können, stellt die Bundesregierung insgesamt 40 Millionen Euro für das neue "Zukunftsprogramm Kino II" zur Verfügung. Dies gab Kulturstaatsministerin Monika Grütters heute bei einem gemeinsamen Besuch mit Regisseur Tom Tykwer in einem der ältesten Kinos Deutschlands, dem Moviemento in Berlin, bekannt.

Für einen wichtigen Programmteil des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters gestern erste Fördergrundsätze bekanntgegeben. Hiervon profitieren insbesondere Museen, Theater, Musikclubs und Festivals, Literaturhäuser und soziokulturelle Zentren.

Gastgeberin der diesjährigen First Steps Awards ist die Schauspielerin Nilam Farooq. Als Autoren werden ihr Finn Christoph Stroeks (Drehbuchautor) und First Steps Preisträger Faraz Shariat (Jünglinge Filmkollektiv) zur Seite stehen.