Liegen lernen

Deutschland 2002/2003 Spielfilm

Inhalt

Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Frank Goosen: Eines Tages muss sich Helmut von seiner Freundin Tina fragen lassen, wie aus ihm dieses Häufchen Elend werden konnte. Helmut spürt die Wahrheit in dieser Spitze, die seine Unfähigkeit zur Bindung und seine notorische Flucht vor Gefühlen und Entscheidungen auf den Punkt bringt.

So versetzt er sich zurück in seine Jugend in den 1980er Jahren, um seinem Entwicklungsweg auf die Spur zu kommen: in sein kleinbürgerliches, bundesrepublikanisches Elternhaus, in Schulerfahrungen, Klassenfahrterlebnisse, politische Gruppenarbeit und in seine Liebe zu Britta, der großen unerfüllten Liebe seines Lebens. Jeder Schritt tiefer in seine Vergangenheit konfrontiert ihn mit ungenutzten Chancen und zugleich mit einer Zeit, die ihn mehr als nur durch Musik und Kleidung prägte.

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
Helmut Hermes ist 32 Jahre alt und hat, auch in den Augen seiner Freundin Tina bisher noch nicht viel bewegt in seinem Leben: „Ich möchte wirklich mal wissen, wie du so ein gefühlsgehemmter, bindungsunfähiger und feiger Penner geworden bist.” So blickt er zurück auf seine einzige große Liebe, Britta, auf sein kleinbürgerliches Elternhaus mitten im Ruhrgebiet, auf die wildbewegten 1980er Jahre mit Mücke und einer Klassenfahrt ins damals noch geteilte Berlin, die aufreibende Nicaragua-Arbeitsgruppe, das spätere Studium und das Wiedersehen mit der Schulkameradin Gisela, die Affären mit der WG-Nachbarin Barbara und der heißblütigen Journalistin Gloria...

Die romantische Komödie „Liegen lernen”, die Hendrik Handloegten nach dem gleichnamigen Debutroman des Bochumer Ex-Tresenlesers Frank Goosen drehte, versteht sich als eine Liebeserklärung an die Unentschiedenheit der Jugend und erzählt mit viel ironischem Witz eine Geschichte verpasster Chancen im Leben wie in der Liebe. Leider hat Handloegten das Potential so herausragender Schauspielerinnen wie dem gefeierten Star an der Berliner Volksbühne, Sophie Rois, wie dem vielfach preisgekrönten Star am Hamburger Thalia-Theater, Fritzi Haberlandt, oder dem aufstrebenden Jungstar am Wiener Burgtheater, Birgit Minichmayr, nicht nutzen können.

Da er sich zu sehr an Frank Goosens teilweise autobiographischer Vorlage orientiert hat, degradiert er Sophie Rois & Co zu episodischen Stichwortgeberinnen und Staffagefiguren.
Immerhin kann Hendrik Handloegten mit einem satten Pfund wuchern: Fabian Busch, bekannt aus dem Film „23”, ist nicht nur nach Ansicht Goosens „born to be Helmut”.

An die eintausend Besucher bei der Preview im überfüllten Hof der Bochumer Fiege-Brauerei spendeten daher diesem brav-unterhaltsamen Achtziger-Jahre-Revival am 25. August 2003 auch nur artigen Beifall. Rechtzeitig zum Kinostart war auch der Roman als Taschenbuch erhältlich – die eindeutig bessere Alternative zur großen Leinwand.

Pitt Herrmann

Credits

Alle Credits

Dreharbeiten

    • 05.08.2002 - 02.10.2002: Düsseldorf, Berlin, Essen, Köln, Witten
Länge:
2385 m, 87 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Dolby SRD
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 29.07.2003, 94815, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 04.09.2003, Berlin, Coliseum;
TV-Erstsendung (DE): 04.05.2006, Pro 7

Titel

  • Originaltitel (DE) Liegen lernen

Fassungen

Original

Länge:
2385 m, 87 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Dolby SRD
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 29.07.2003, 94815, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 04.09.2003, Berlin, Coliseum;
TV-Erstsendung (DE): 04.05.2006, Pro 7

Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis 2004
  • Lola, Beste Nebendarstellerin
Filmfest München 2003
  • Förderpreis Deutscher Film, Drehbuch