Inhalt
Die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Frank Goosen: Eines Tages muss sich Helmut von seiner Freundin Tina fragen lassen, wie aus ihm dieses Häufchen Elend werden konnte. Helmut spürt die Wahrheit in dieser Spitze, die seine Unfähigkeit zur Bindung und seine notorische Flucht vor Gefühlen und Entscheidungen auf den Punkt bringt.
So versetzt er sich zurück in seine Jugend in den 1980er Jahren, um seinem Entwicklungsweg auf die Spur zu kommen: in sein kleinbürgerliches, bundesrepublikanisches Elternhaus, in Schulerfahrungen, Klassenfahrterlebnisse, politische Gruppenarbeit und in seine Liebe zu Britta, der großen unerfüllten Liebe seines Lebens. Jeder Schritt tiefer in seine Vergangenheit konfrontiert ihn mit ungenutzten Chancen und zugleich mit einer Zeit, die ihn mehr als nur durch Musik und Kleidung prägte.
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Die romantische Komödie „Liegen lernen”, die Hendrik Handloegten nach dem gleichnamigen Debutroman des Bochumer Ex-Tresenlesers Frank Goosen drehte, versteht sich als eine Liebeserklärung an die Unentschiedenheit der Jugend und erzählt mit viel ironischem Witz eine Geschichte verpasster Chancen im Leben wie in der Liebe. Leider hat Handloegten das Potential so herausragender Schauspielerinnen wie dem gefeierten Star an der Berliner Volksbühne, Sophie Rois, wie dem vielfach preisgekrönten Star am Hamburger Thalia-Theater, Fritzi Haberlandt, oder dem aufstrebenden Jungstar am Wiener Burgtheater, Birgit Minichmayr, nicht nutzen können.
Da er sich zu sehr an Frank Goosens teilweise autobiographischer Vorlage orientiert hat, degradiert er Sophie Rois & Co zu episodischen Stichwortgeberinnen und Staffagefiguren.
Immerhin kann Hendrik Handloegten mit einem satten Pfund wuchern: Fabian Busch, bekannt aus dem Film „23”, ist nicht nur nach Ansicht Goosens „born to be Helmut”.
An die eintausend Besucher bei der Preview im überfüllten Hof der Bochumer Fiege-Brauerei spendeten daher diesem brav-unterhaltsamen Achtziger-Jahre-Revival am 25. August 2003 auch nur artigen Beifall. Rechtzeitig zum Kinostart war auch der Roman als Taschenbuch erhältlich – die eindeutig bessere Alternative zur großen Leinwand.
Pitt Herrmann