Die wilden Hühner

Deutschland 2005/2006 Spielfilm

Inhalt

Verfilmung des Kinderbuch-Bestsellers von Cornelia Funke: Die Freundinnen Sprotte, Melanie, Trude und Frieda sind beste Freundinnen. Zusammen bilden die kecken Fünftklässerinnen die Mädchenclique "Die wilden Hühner". Auch Wilma würde gerne zu den "Hühnern" gehören, muss vorher aber noch eine Reihe von "Prüfungen" absolvieren. Es gibt auch eine vierköpfige Jungenbande im Viertel, die sich "Pygmäen" nennen und den Mädchen ein echter Dorn im Auge sind. Doch als Oma Slättberg ihre Hühner schlachten will, müssen Sprotte und ihre Freundinnen sich notgedrungen auf einen Pakt mit den gewieften Jungs einlassen, um ihre geliebten Maskottchen zu retten...

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
Die „Wilden Hühner“ sind in heller Aufregung. Sprotte hat „Fuchsalarm“ gegeben! In der Geheimsprache der Mädchenbande heißt das größte Gefahr, sogar Lebensgefahr. Und es geht auch wirklich um Leben oder Tod. Denn Sprottes Großmutter, Oma Slättberg, will ihre Hennen schlachten. Das können die Mädchen natürlich nicht zulassen und beschließen, ihre heißgeliebten Maskottchen zu entführen...

Cornelia Funke, Autorin der seinerzeit ein knappes halbes Dutzend Bände umfassenden gleichnamigen Kinderbuch-Kultserie mit einer verkauften Auflage von 1,8 Millionen Exemplaren, ist 1958 in Westfalen geboren worden, lebte mit ihrer Familie zunächst in Hamburg, bevor sie sich Los Angeles als Zweitwohnsitz erkor. Nach „Herr der Diebe“ ist „Fuchsalarm“ ihr zweiter Bestseller, der verfilmt worden ist – unter dem Serientitel.

Bei den „Wilden Hühnern“ handelt es sich um eine Fünferbande, die zunächst aus Sprotte und ihren Freundinnen Frieda, Melanie und Trude bestand, bis sich – in der Romanvorlage, im Film ist das ein wenig anders – auf einer Klassenfahrt noch Wilma dazugesellte. Ein Abenteuer jagt das andere. Die Mädchen gehen rätselhaften Spuren im Schullandheim nach, versuchen, Oma Slättbergs Hühner zu retten, entdecken das Abenteuer der ersten Liebe.

Vor allem aber müssen sich gegen die „Pygmäen“, vier Jungs aus ihrer fünften Klasse, wehren – und tun das mit einigem Erfolg: Fred, Torte, Steve und Willi landeten jüngst schon ’mal als Gefangene im Obstbaumnetz. Dafür verfügen die Jungs über ein echtes Banden-Hauptquartier, ein altes Baumhaus, während die Mädchen sich zumeist nur im Tischtennis-Keller von Frieda verabreden können, und da stören deren beiden Brüder Titus und Luki doch erheblich. So ein eigenes Quartier, das wäre was. Denn dann müssten das Bandenbuch und die anderen Hühnerschätze nicht mehr in der Heukiste unter Wilmas Meerschweinkäfig lagern. Und dann könnte es häufiger heißen Fliederbeersaft und Lebkuchen geben statt des üblichen Tees mit Keksen.

„Hühner schafft man sich zum Eierlegen an, nicht zum Freundschaftschließen. Das stört bloß beim Schlachten“: Fünfzehn Exemplare besitzt Oma Slättberg, die die Mädchen zu ihren Maskottchen erkoren haben. Am nächsten Mittwoch aber sollen sie vom Nachbarn Feistkorn geschlachtet werden, weil sie nicht mehr so viele Eier legen wie früher. Was also tun? Die Hühner müssen entführt werden, während Oma Slättberg vor dem Fernseher hockt. Die Mädchen, die den Coup wohl kaum ohne Hilfe schaffen, geben sich einen Stoß und bitten die arroganten „Pygmäen“ um Hilfe. Ein Unterfangen mit einiger Aussicht auf Erfolg, sind doch mit Torte und Fred gleich zwei Jungs hinter Frieda her. Das Federvieh soll in Kartons gesteckt und mit Fahrrädern zu einem Grundstück gebracht werden, das Trude nach der Scheidung ihrer Eltern von ihrem Vater geerbt hat. Dort gibt es genug Auslauf, einen Stall für kalte Nächte – und für die „Wilden Hühner“ mit einem alten Wohnwagen das geradezu ideale neue Banden-Hauptquartier.

Auch wenn auf Trude selbst immer weniger Verlass ist, seit sie ihre Liebe zum Cousin Paolo entdeckt hat, gelingt das Unternehmen: Die Hühner sind in Sicherheit, Oma Slättberg in heller Aufregung. Wie auch die „Pygmäen“, denn die sollen ihr Baumhaus verlieren, das der Erweiterung des Schrottplatzes weichen muss. Und dann rastet auch noch Willi aus: Er zerschlägt die Scheibe eines Baufahrzeugs und versteckt sich vor seinem zornigen Vater – ausgerechnet im Wohnwagen der Mädchen. Wenn nicht Frau Rose, die Lehrerin, so viel Verständnis aufbringen würde, könnte es leicht zu einer Katastrophe kommen ...

In der überzeugenden Kinoadaption Vivian Naefes punkten die phantastischen Darsteller, allen voran natürlich die Kinder. Aber auch die Erwachsenenrollen sind großartig – und noch dazu prominent – besetzt. Shooting-Star Jessica Schwarz spielt die verständnisvolle Lehrerin Rose, Benno Fürmann ihren Kollegen Grünbaum, mit dem sie – abweichend von der Vorlage Cornelia Funkes – bald weit mehr als nur kollegial-freundschaftlich verbunden ist, Doris Schade eine herrlich skurrile und dabei dennoch herzliche Oma Slättberg, Axel Prahl glänzt als völlig überforderter und daher zu Gewalt neigender Vater von Willi – und Veronica Ferres als blonder Engel Sibylle, Sprottes Mutter, die ihre heldenhafte Tochter immer wieder zu trösten weiß und auch sonst mit unorthodoxen Methoden immer wieder die Kurve kriegt in diesem Chaos. Nur privat läufts überhaupt nicht, weshalb sich die „Wilden Hühner“ entschlossen haben, für Sibylle eine Kontaktanzeige in die Zeitung zu setzen...

Pitt Herrmann

Credits

Alle Credits

Regie

Innenrequisite

Kostüme

Schnitt-Assistenz

Spezialeffekte

Darsteller

Herstellungsleitung

Produktionsleitung

Dreharbeiten

    • 13.07.2005 - 18.09.2005: Köln, Xanten, Düsseldorf und Umgebung
Länge:
2986 m, 109 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung: 20.01.2006, 104963, ohne Altersbeschränkung, feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 09.02.2006;
TV-Erstsendung (DE): 26.12.2008, ZDF

Titel

  • Originaltitel (DE) Die wilden Hühner

Fassungen

Original

Länge:
2986 m, 109 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung: 20.01.2006, 104963, ohne Altersbeschränkung, feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 09.02.2006;
TV-Erstsendung (DE): 26.12.2008, ZDF

Auszeichnungen

Filmfest München 2006
  • Kindermedienpreis
FBW 2006
  • Prädikat: wertvoll