Mavie Hörbiger

Mavie Hörbiger

Weitere Namen: Marvie Hörbiger (Schreibvariante)
Darstellerin, Kostümbild
*14.11.1979 München

Biografie

Mavie Hörbiger wurde 1979 in München als Tochter des Schauspielers Thomas Hörbiger geboren; ihr Großvater war der Schauspieler Paul Hörbiger, ihre Tante zweiten Grades ist Christiane Hörbiger, ihr Cousin der Schauspieler Christian Tramitz.

Bereits als Teenagerin spielte sie erste Fernsehrollen, ihr Kinodebüt gab sie mit einem kleinen Auftritt in der Komödie "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" (1998), gefolgt von Nico Hofmanns Thriller "Solo für Klarinette" (1998). Nach dem Schulabschluss absolvierte Hörbiger in München eine Schauspielausbildung. Sie hatte Bühnenauftritte unter anderem am Theater Basel und dem Wiener Theater in der Josefstadt. In der Saison 2011/2012 wurde sie festes Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters.

Neben ihrer Theatertätigkeit wirkte Hörbiger seit jeher auch in Kino- und Fernsehproduktionen mit. Nach kleineren Rollen gelang ihr der Durchbruch in Detlev Bucks schwarzer Komödie "LiebesLuder" (2000), als gerissene Femme Fatale in der deutschen Provinz. Für ihre Rolle als jüngste Tochter einer frisch verliebten Witwe in der TV-Komödie "Vier Meerjungfrauen"(2001) wurde sie mit dem österreichischen Filmpreis Romy als "Beliebtester weiblicher Shooting Star" ausgezeichnet. In dem Historiendrama "Napoleon" (2001, TV) spielte sie an der Seite von Gérard Depardieu und Sebastian Koch die Königin Marie-Louise von Österreich; in Hark Bohms TV-Zweiteiler "Vera Brühne" (2001) gab sie die lebenshungrige Tochter der Titelfigur.

Unter der Regie von Simon Verhoeven sah man sie in der Liebeskomödie "100 Pro" (2001) als langjährige Freundin einer der beiden Hauptfiguren; im gleichen Jahr gehörte sie zum Ensemble von Nicolette Krebitz' Regiedebüt "Jeans". Für den Regisseur Elmar Fischer spielte sie in "Fremder Freund" (2003) die Hamburger Studienfreundin eines mutmaßlichen islamistischen Terroristen; für Otto Waalkes' Märchenparodie "7 Zwerge - Männer allein im Wald" (2004) stand sie als Rotkäppchen vor der Kamera; Uli Edel besetzte sie in seinem Fantasyfilm "Die Nibelungen" (2004, TV) in der Rolle der Lena, in dem hoch gelobten Nachkriegsdrama "Drei Schwestern Made in Germany" (2005, Regie: Oliver Storz) sah man sie als Schwester von Barbara Rudnik und Karoline Eichhorn.

Eine wiederkehrende Rolle hatte Mavie Hörbiger in der Comedy-Serie "Arme Millionäre" (2005/2006), als verwöhnte Tochter einer verarmten Hoteliers-Dynastie. Für diese Rolle wurde sie erneut für den Österreichischen Filmpreis Romy nominiert. Von einer ernsteren Seite zeigte sie sich als Industriellengattin in Carlo Rolas TV-Dreiteiler "Krupp – Eine deutsche Familie" (2009) und vor allem in dem Psychothriller "Die Schatten, die dich holen" (2010), in dem sie eine mörderische Psychopathin spielte. Ebenfalls 2010 gehörte sie zum Ensemble von Peter Patzaks Krimikomödie "Kottan ermittelt - Rien ne va plus", gefolgt von einer Schlüsselrolle als Ex-Freundin des liebeskranken Protagonisten in Matthias Schweighöfers Regiedebüt "What A Man" (2011). In der Tatort-Folge "Willkommen in Hamburg" (2013), in der Til Schweiger seinen Einstand als Hauptkommissar gab, sah man Hörbiger als dessen Ex-Freundin.

In dem Kinderfilm "Bibi & Tina voll verhext!" (2014) gab sie eine Kommissarin, in der Komödie "Halbe Brüder" (2015) spielte sie die entnervte Ehefrau eines der Titelhelden. Für ihre Rolle als alleinerziehende Mutter in der "Tatort"-Folge "Die letzte Wiesn" wurde Hörbiger 2016 von der Deutschen Akademie für Fernsehen als Beste Nebendarstellerin nominiert.

In Helene Hegemanns "Axolotl Overkill" (2016) hatte sie eine zentrale Rolle als zügelloses Partygirl, gefolgt von einem Part als Moritz Bleibtreus Ehefrau in der Kifferkomödie "Lommbock" (2017). Ebenfalls 2017 gehörte sie als Mitglied eines konfliktschwangeren Familienclans zum Ensemble des preisgekrönten Dramas "Sommerhäuser".

Neben ihrer Arbeit für Kino und Fernsehen gehört Mavie Hörbiger weiterhin zum Ensemble des Wiener Burgtheaters.

Filmografie

2016/2017 Sommerhäuser
Darsteller
 
2016/2017 Lommbock
Darsteller
 
2016/2017 You'll never walk alone
Mitwirkung
 
2015/2016 Axolotl Overkill
Darsteller
 
2014/2015 Die letzte Wiesn
Darsteller
 
2014/2015 Halbe Brüder
Darsteller
 
2014 Bibi & Tina: Voll verhext!
Darsteller
 
2013/2014 Coming In
Darsteller
 
2013/2014 Die Einsamkeit des Killers vor dem Schuss
Darsteller
 
2012/2013 Willkommen in Hamburg
Darsteller
 
2010/2011 What a Man
Darsteller
 
2010 Rien ne va plus
Darsteller
 
2010 Die Schatten, die dich holen
Darsteller
 
2010 Schief gewickelt
Darsteller
 
2005/2006 Esperanza
Darsteller
 
2005-2007 Marmorera
Darsteller
 
2005 Drei Schwestern - Made in Germany
Darsteller
 
2004 Die Nibelungen
Darsteller
 
2003/2004 7 Zwerge - Männer allein im Wald
Darsteller
 
2003-2005 Blackout Journey
Darsteller
 
2003 Fremder Freund
Darsteller
 
2003 Shit Happens
Darsteller
 
2002/2003 Der Poet
Darsteller
 
2002-2004 So fühlt sich Liebe an
Darsteller
 
2001/2002 Feiertag
Darsteller
 
2001 Feindesland
Kostüme
 
2001 Jeans
Darsteller
 
2000/2001 Vera Brühne
Darsteller
 
2000/2001 100 Pro
Darsteller
 
2000 Schweigen ist Gold
Darsteller
 
1999/2000 Liebesluder
Darsteller
 
1999 Fremde Verwandte
Darsteller
 
1998-2000 Fandango
Darsteller
 
1997/1998 Solo für Klarinette
Darsteller
 
1997/1998 Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit
Darsteller
 

Übersicht

Fotogalerie

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Literatur

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