Darsteller, Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Ton, Produzent, Aufnahmeleitung
Oberstdorf

Biografie

Walter Steffen wurde am 9. März 1955 in Oberstdorf geboren. Nach dem Abitur reiste er um die Welt und arbeitete in verschiedensten Berufen, so etwa als Hüttenwirt, Hafenarbeiter, Landvermesser und Fernfahrer. Praktische Filmerfahrungen sammelte er während dieser Jahre in einem Job als Filmbeleuchter. 1981 absolvierte er ein Praktikum in dem Münchner Kinder- und Jugendtheater 'Schauburg'. Zwischen 1982 und 1984 arbeitete er bei diversen Film- und Fernsehproduktionen als Produktions- und Regieassistent. 

1985 begann Steffen, als freier Autor und Regisseur von Industrie-, Schulungs- und Imagefilmen zu arbeiten. Daneben inszenierte er mehrere Kurz-Spielfilme, die auf internationalen Festivals liefen. Ab 1991 schrieb er Drehbücher für Serien und Fernsehfilme, bis 2002 mit Manfred Birkl als Co-Autor. Das Team verfasste unter anderem mehrere Folgen der Krimiserie "Schwarz greift ein" (1995), die Uwe-Ochsenknecht-Komödie "Weekend mit Leiche" (1997), Franz Peter Wirths letzten Film "Typisch Ed!" (1999) und das Drama "Natalie - Babystrich Ostblock" (2003, Regie: Franziska Meyer Price), den fünften Teil der berüchtigten "Natalie"-Reihe.

2007 gründete Steffen in Seeshaupt am Starnberger See die Firma Konzept+Dialog.Medienproduktion. Mit ihr realisierte er seinen ersten langen Dokumentarfilm "Bulldogs – Traktorgeschichten vom Starnberger See" (2007, zusammen mit Harald Seitz). Zwei Jahre später folgte der Dokumentarfilm "Netz & Würm - Die Fischer am Starnberger See", 2010 "Zeug & Werk - Handwerkergeschichten vom Starnberger See". Für diese "filmischen Liebeserklärungen an den Starnberger See", wurde er 2010 mit dem Kulturpreis der Süddeutschen Zeitung, dem Tassilo-Preis, ausgezeichnet. 

Viel Beachtung fand auch Steffens Dokumentarfilm "Endstation Seeshaupt" (2011), über die Fahrt des Todeszuges, der im April 1945 mit etwa 4000 KZ-Häftlingen aus dem Dachauer Außenlager Mühldorf-Mettenheim auf eine Irrfahrt durch Bayern geschickt wurde, um die Häftlinge in den Alpen vor den alliierten Truppen zu verstecken. Der Film wurde von der Wiesbadener Filmbewertungsstelle zum Dokumentarfilm des Monats gewählt und erhielt den Kulturpreis des Landkreises Weilheim-Schongau für dokumentarische Filmarbeit. Außerdem wurde er in das Archiv der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem aufgenommen.

Auch in seinen weiteren Kino-Dokumentarfilmen befasste Steffen sich häufig mit unterschiedlichen Aspekten Bayerns, der bayerischen Geschichte und des Fünfseenlands. Dazu gehören "Gradaus daneben" (2011), über acht Querdenker und Lebenskünstler aus dem bayrischen Oberland; "Trüffeljagd im Fünfseenland" (2013), über verborgene kulturelle und menschliche Schätze der Fünfseen-Region; "Bavaria Vista Club", über die oberbayerische Musikszene; und "Fahr ma obi am Wasser" (2017), über die Flößer auf der Isar und der Loisach.
Daneben drehte Steffen einen Dokumentarfilm über den Künstler Hannes Fritz-München, den einzigen deutschen Hofmaler der indischen Maharajas ("München in Indien", 2012), sowie zwei Filme über die Organisation "Clowns ohne Grenzen": "Happy Welcome"(2015) und "Joy in Iran"(2018). Letzterer wurde beim Independent Cinema Festival in Bahía (Brasilien) als Bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. 

Mit "Alpgeister" (2019) wandte Steffen sich wieder seiner Heimat zu: Er spürte darin den Sagen und Legenden der Alpenregion nach, und dem mit ihnen verbundenen Glauben an eine jenseitige Wirklichkeit. Der Film kam im Sommer 2019 in die Kinos. Wie all seine Filme brachte Walter Steffen ihn im Eigenverleih seiner Produktionsfirma heraus. 

Walter Steffen lebt am Starnberger See.

 

FILMOGRAFIE

2018/2019
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Produzent
2016/2017
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2015-2018
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Ton
  • Produzent
2015
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2014
  • Regie
  • Drehbuch
  • Idee
  • Produzent
2012/2013
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2011/2012
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2011
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2010
  • Regie
  • Drehbuch
  • 2. Kamera
  • Produzent
1991
  • Regie
  • Drehbuch
  • Schnitt
1987
  • Darsteller
  • Aufnahmeleitung