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Victor Vicas

Weitere Namen
Victor Katz (Geburtsname)
Darsteller, Regie, Drehbuch, Kamera, Produzent
Moskau, Russland Paris, Frankreich

Biografie

Victor Vicas, geboren als Viktor Katz am 25. März 1918 in Moskau. Die Mutter Betty Katz (geb. Heifetz) ist Opernsängerin, der Vater Vladimir Z. Katz Ingenieur. 1925 geht die Familie nach Berlin. 1933 müssen sie – als Juden und staatenlose Russen – erneut emigrieren. Im Pariser Exil erlernt Victor Katz zwischen 1936-1938 an der École Technique de Photographie et de Cinématographie (E.T.P.C.) den Beruf des Kameramanns.

1938 erste Arbeiten als Kameraassistent, u.a. bei Maurice Cloche, Abel Gance und Léonide Moguy. Ab September 1939 dient Victor Katz als Freiwilliger bei der französischen Armee und gerät im Juni 1940 in deutsche Kriegsgefangenschaft, aus der er durch Flucht entkommen kann. Nach seiner Entlassung aus der Armee im März 1941 zieht er nach Nizza, wo er für einige Filme als Kameramann und Kameraassistent arbeitet. Im November 1941 heiratet er Noemi Roukhomovsky in Marseille.

 

1942 Emigration in die USA, wo Katz 1943 nach seinem Eintritt in die Armee die amerikanische Staatsbürgerschaft annimmt und seinen Nachnamen – wie die ganze Familie Katz – in Vicas ändert. Als Liaison Officer der US Army dreht Victor Vicas bis 1945 Trainings– und Informationsfilme, nach Kriegende kehrt er nach Europa zurück. In Italien dreht er im Auftrag des New Yorker Produzenten Julien Bryan (International Film Foundation, Inc.) Informationsfilme, u.a. für die UNRRA (United Nations Relief and Rehabilitation Administration).

Victor Vicas, der mittlerweile in Paris lebt, arbeitet zwischen 1947 und 1949 als gefragter Regisseur für Dokumentar– und Kurzspielfilme in Europa und den USA. Von 1949 bis 1951 zweijähriger Arbeitsaufenthalt in Israel, wo er mit israelischen Produzenten, Unterstützer–Institutionen in den USA und seiner eigenen Firma Les Films Victor Vicas sechs Filme realisiert, die sich mit den Kämpfen und Aufbauleistungen des gerade zuvor gegründeten Staates befassen, darunter "48 Hours a Day" und "Jerusalem My City".

Nach seiner Rückkehr dreht und produziert er in mehreren europäischen Ländern – darunter Österreich, Griechenland und Frankreich – Filme für den Marshall–Plan. Bei diesen für die Economic Cooperation Administration hergestellten Filmen trifft Victor Vicas auf Stuart Schulberg, mit dem er später eng zusammenarbeitet.

1953 führt Victor Vicas für die Produzenten Gerhard T. Buchholz und Stuart Schulberg erstmals Regie bei einem abendfüllenden Spielfilm: Mit Ivan Desny und Ruth Niehaus in den Hauptrollen schildert "Weg ohne Umkehr" die Fluchtgeschichte eines russischen Ingenieurs in den Westen und setzt sich dabei mit der Teilung Berlins auseinander. Der Film wird später mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Es folgen die deutsch-französische Co-Produktion "Das zweite Leben", sowie mit "Herr über Leben und Tod" eine Verfilmung von Carl Zuckmayers gleichnamiger Novelle mit Maria Schell und Ivan Desny.

1957 arbeitet Victor Vicas wieder in den USA: Für die Twentieth Century Fox realisiert er die John Steinbeck-Verfilmung "The Wayward Bus" ("Wo alle Straßen enden") mit Jayne Mansfield und Joan Collins. Im selben Jahr dreht Vicas in Großbritannien den Agententhriller "Count Five and Die" ("Ring der Gejagten"). 1959 inszeniert Vicas das Melodram "Jons und Erdme. Die Frau des Anderen" – in dem u.a. Giulietta Masina, Carl Raddatz und Karin Baal mitwirken –, bevor er 1961 mit "Zwei unter Millionen" erneut das geteilte Berlin, dieses mal kurz vor dem Mauerbau, zum Thema eines Films macht. Die Regie des Films mit Hardy Krüger und Loni von Friedl muss Vicas jedoch wegen einer Erkrankung vor Drehende an den Regieassistenten Wieland Liebske abgeben.

Anfang der 1960er Jahre trennen sich Noemi und Victor Vicas. Aus ihrer Ehe sind die beiden Söhne Dan und Michael hervorgegangen. 1968 lernt Victor Vicas die Fotografin Li Erben kennen, die er später heiratet. Sie ist bei allen weiteren Filmprojekten seine erste Regieassistentin. Die Komödie "Jack und Jenny" (1963) ist Victor Vicas' letzter Kinospielfilm. Fortan wendet er sich der Regie von Fernsehfilmen zu und arbeitet vor allem für französische wie US-amerikanische TV-Produzenten. Bis in die 1980er Jahre hinein ist er international als Regisseur von Fernsehserien und Dokumentationen tätig.

Am 9. Dezember 1985 erliegt Victor Vicas in Paris den Folgen eines Herzinfarkts, den er bei einer Regiebesprechung zu den letzten Folgen von "Les Aventuriers du Nouveau Monde" erleidet. Begraben wird Victor Vicas auf dem jüdischen Teil des Cimetière Parisien de Bagneux.

Filmografie

1980/1981
  • Regie
1980-1981
  • Regie
1977-1979
  • Regie
  • Adaption
  • Dialoge
1977-1979
  • Regie
  • Adaption
  • Dialoge
1977-1979
  • Regie
  • Adaption
  • Dialoge
1977-1979
  • Regie
  • Adaption
  • Dialoge
1977-1979
  • Regie
  • Adaption
  • Dialoge
1977-1979
  • Regie
  • Adaption
  • Dialoge
1972/1973
  • Regie
  • Drehbuch
1969
  • Regie
  • Produzent
1968/1969
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1968
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1967
  • Regie
  • Drehbuch
1966/1967
  • Regie
  • Drehbuch
  • Executive Producer
1966/1967
  • Regie
  • Drehbuch
  • Executive Producer
1966/1967
  • Regie
  • Drehbuch
  • Executive Producer
1966/1967
  • Regie
  • Drehbuch
  • Idee
  • Executive Producer
1966/1967
  • Regie
  • Drehbuch
  • Executive Producer
1966/1967
  • Regie
  • Drehbuch
  • Executive Producer
1965/1966
  • Regie
  • Drehbuch
  • Idee
  • Executive Producer
1965/1966
  • Regie
  • Drehbuch
  • Idee
  • Executive Producer
1965/1966
  • Regie
  • Drehbuch
  • Executive Producer
1963
  • Regie
1958/1959
  • Regie
  • Drehbuch-Mitarbeit
1957
  • Regie
1956/1957
  • Regie
  • Drehbuch
1954/1955
  • Regie
  • Drehbuch
1954
  • Regie
  • Drehbuch
1953
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch
1952
  • Regie
  • Produzent
1951
  • Regie
1950
  • Produzent
1949
  • Regie
1948
  • Regie
  • Kamera
1946/1947
  • Regie
  • Kamera
1946/1947
  • Regie
  • Kamera
1946/1947
  • Regie
  • Kamera