Darsteller, Regie, Drehbuch, Produzent
Wiesbaden

Biografie

Thomas Stiller, geboren am 3. April 1961 in Wiesbaden, studierte von 1985 bis 1986 Schauspiel und Regie am Herbert Berghoff-Studio sowie am Actors Studio in New York. Danach war er einige Jahre als Schauspieler aktiv (etwa in Tom Tykwers erstem Kurzfilm "Because", 1990), verlagerte 1993 aber seinen Schwerpunkt auf Regie und Drehbuch. Sein Debütfilm "Die brennende Schnecke" (1995, TV), über einen einsamen 14-Jährigen, der sich einer Jugendgang anschließt, lief unter anderem beim World Film Festival in Montréal, dem Internationalen Filmfestival in Shanghai und dem Filmfest Moskau. Stillers zweiter TV-Film, der Psychothriller "Stille Nacht - Heilige Nacht" (1999),  wurde für den Grimme-Preis nominiert.

Im Jahr 2000 drehte Stiller "The Great Grandson of the Man Who Drank a Cow", einen einstündigen Musikfilm über den japanischen Jazzmusiker Toshinori Kondō. Mit "Die Wunde" (2001), "Der gestohlene Mond" (2002) und der "Tatort"-Folge "Schattenlos" (2003) folgten weitere Fernsehspiele. Ein großer Erfolg war Aelrun Goettes Familiendrama "Unter dem Eis" (2005), zu dem Stiller das Drehbuch schrieb. Der Film über die verzweifelten Lügen einer Mutter, deren kleiner Sohn die Schuld am Tod eines Mädchens trägt, bekam hervorragende Kritiken; Stiller und Goette wurden mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Ab dem Jahr 2003 realisierte (und realisiert) Stiller zudem Kinotrailer für das Internationale Filmfest Oldenburg. Dort wurde 2006 auch sein Kinodebüt "Der Junge ohne Eigenschaften" mit Marek Harloff und Lisa Martinek uraufgeführt. 2008 führte Stiller bei vier Folgen der Krimiserie "Unschuldig" Regie.

Viel Beachtung fand der Fernsehspielfilm "Zwölf Winter" (2009), nach der wahren Geschichte der sogenannten "Kanzler-Bande", die zwischen 1988 und 2001 deutschlandweit 36 Provinzbanken überfiel. Für diesen Film erhielt Stiller Nominierungen für den Grimme-Preis und für den Deutschen Fernsehkrimipreis. Von der Kritik gelobt wurden auch sein Sozialdrama "Genug ist nicht genug" (2009), der Not- und Missstände in deutschen Pflegeeinrichtungen thematisiert, und sein eindringliches Jugendgewalt-Drama "Sie hat es verdient" (2010) mit Liv Lisa Fries in der Hauptrolle.

In den nächsten Jahren realisierte Stiller Folgen der Serien "Polizeiruf 110", "Gottlos" und "Tatort", darunter die Münchner "Tatort"-Folge "Der traurige König" (2012), die beim Deutschen Fernsehkrimipreis mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Parallel zu seinen eigenen Filmen schrieb (und schreibt) er Drehbücher für andere Regisseure, etwa für Dennis Satins "Kommissar LaBréa - Todesträume am Montparnasse" (2010, TV) und Granz Henmans Komödie "Abi '97 - gefühlt wie damals" (2017, TV).

Bei den Hofer Filmtagen stellte Thomas Stiller im Oktober 2016 "Die Haut der Anderen" vor, seinen ersten Kinofilm seit zehn Jahren. Oliver Mommsen spielt darin einen erfolgreichen, aber pornosüchtigen Schriftsteller, der eine Beziehung mit einer Frau mit Todesfetisch beginnt. Noch vor dem regulären Kinostart von "Die Haut der Anderen" (April 2018) drehte Stiller zwei weitere Fernsehproduktionen: Die Kölner "Tatort"-Folge "Bombengeschäft" (2018) und das Psychodrama "Gefangen" (2018), über eine  JVA-Beamtin (Claudia Michelsen), die an ihrem Job zu zerbrechen droht.

 

FILMOGRAFIE

2018
  • Regie
  • Drehbuch
2017/2018
  • Regie
  • Drehbuch
2015/2016
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2014
  • Regie
  • Drehbuch
2013
  • Regie
  • Drehbuch
2012/2013
  • Drehbuch
2012/2013
  • Regie
2011/2012
  • Regie
2009/2010
  • Regie
  • Drehbuch
2008/2009
  • Regie
  • Drehbuch
2006
  • Regie
  • Drehbuch
2005/2006
  • Regie
  • Drehbuch
2005
  • Drehbuch
2005
  • Regie
  • Drehbuch
2002/2003
  • Darsteller
  • Regie
  • Drehbuch
2001
  • Regie
2000
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
1998/1999
  • Regie
  • Drehbuch
1994/1995
  • Regie
  • Drehbuch
1992
  • Darsteller
1990
  • Darsteller