Sharon von Wietersheim

Darstellerin, Regie, Drehbuch, Produzent

Biografie

Sharon von Wietersheim wurde am 9. Oktober 1959 in Fort Stewart im Bundesstaat Georgia (USA) geboren; als sie zwei Jahre alt war, zog die Familie nach Deutschland. Erste Berufserfahrungen sammelte von Wietersheim als Regieassistentin am Münchner Residenztheater. Sie nahm Schauspielunterricht und war zwischen 1988 und 1994 in einigen Fernsehproduktionen zu sehen, meist in kleineren Nebenrollen; so etwa in der Münchner "Tatort"-Folge "Animals" (1991), in dem Weihnachts-Dreiteiler "Ruby" (1991) mit Rex Gildo und in einigen Einspielfilmen von "Aktenzeichen XY... ungelöst!" (1988-94).

1994 wechselte Sharon von Wietersheim hinter die Kamera: Sie gründete in München die Produktionsfirma "Rich and Famous Overnight" und drehte ihren ersten Kurzfilm "The Necklace" (1994), der 1995 für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert wurde. Im Jahr darauf stellte sie beim Münchner Filmfest ihr Langfilmdebüt vor, die Beziehungskomödie "Workaholic", mit den damaligen Newcomern Christiane Paul und Tobias Moretti in den Hauptrollen. Danach drehte sie fürs Fernsehen die Komödien "Supersingle" (1998) und "Ein Scheusal zum Verlieben" (1999) sowie das Sozialdrama "No Taboo" (2000), über eine Gruppe Berliner Straßenkinder. Als deutsch-amerikanische Koproduktion entstand die Familienkomödie "Time Share" (2000) mit Timothy Dalton und Nastassja Kinski; in den USA lief der Film lediglich im Fernsehen, in Deutschland erhielt er eine Kinoauswertung. Als Autorin zeichnete sie für die Drehbücher des Fernsehspiels "Zerschmetterte Träume - Eine Liebe in Fesseln" (1999, Regie: Johannes Fabrick) und des Kinofilms "Suche impotenten Mann fürs Leben" (2001, Regie: John Henderson) verantwortlich.

Als Regisseurin konzentrierte Sharon von Wietersheim sich vollständig aufs Fernsehen, wobei sie stets auch die Drehbücher ihrer Filme schrieb (außer bei "Herzstolpern", 2001). Sie drehte die Familienkomödie "Das bisschen Haushalt" (2003) und das Liebesdrama "Auf den Spuren der Vergangenheit" (2005). Das Drama "Die Zeit, die man Leben nennt" (2008), über die Freundschaft zwischen einem querschnittsgelähmten jungen Musiker und einem todkranken Mann, wurde beim Shanghai International TV Festival als Bester Film und für die Beste Regie ausgezeichnet. Ihre Komödie "Auf der Suche nach dem G." (2009), über einen verantwortungslosen Familienvater und Macho (Max Tidof), dessen Rollenbild nachhaltig ins Wanken gerät, erhielt sehr positive Kritiken.

Trotz dieser Erfolge wurde es danach längere Zeit still um Sharon von Wietersheim. Sie schrieb das Drehbuch zu der viel gelobten Filmbiografie "Käthe Kruse" (2015, Regie: Franziska Buch), inszenierte aber keine eigenen Filme. Erst 2018 realisierte von Wietersheim wieder einen Film als Autorin, Produzentin und Regisseurin: Den Jugendfilm "Immenhof - Das Abenteuer eines Sommers", sehr frei nach Motiven der "Immenhof"-Filmreihe aus den fünfziger Jahren. Der Kinostart folgte im Januar 2019.

FILMOGRAFIE

2020/2021
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2018
  • Regie
  • Drehbuch
  • Produzent
2004/2005
  • Regie
  • Drehbuch
2003
  • Regie
  • Drehbuch
2000
  • Regie
1995/1996
  • Regie
  • Drehbuch
1994
  • Darsteller
  • Drehbuch
  • Produzent