Weitere Namen
Harry Hörning (Weiterer Name) Herbert Hornig (Geburtsname)
Darsteller, Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch, Kamera, Sonstiges, Produzent
Gelsenkirchen

Biografie

Harry Hornig wird am 22. Oktober 1930 in Gelsenkirchen geboren. Als Sohn eines bereits früh verstorbenen Bergarbeiters beginnt Hornig nach seinem Schulabschluss selbst eine Bergarbeiterlehre. Gleichzeitig entwickelt er ein Interesse an Politik und tritt der Kommunistischen Partei bei. Nach seiner Übersiedelung in den Ostteil Deutschlands im Jahre 1949 macht er in Jena sein Abitur nach und nimmt 1950 an der dortigen Friedrich Schiller-Universität ein Studium der Philosophie, Germanistik und Filmwissenschaften auf.

1954 erhält Hornig im Anschluss an sein Studium eine Stelle im DEFA-Studio für Wochenschau und Dokumentarfilme, dem er zunächst als Dramaturgie-Assistent, später als Dramaturg und Redakteur dient. Er schreibt Drehbücher und arbeitet hierbei wiederholt mit dem Regisseur Joachim Hadaschik zusammen, mit dem er beispielsweise "Unsere Freundschaft" (1956) realisiert. Im gleichen Jahr wird Hornig die Redaktion der seit 1951 bestehenden "Pioniermonatsschau" übertragen, eines Filmmagazins, das sich in kurzen Beiträgen mit dem Leben der Jungen Pioniere beschäftigt.

Mit "Tageskurs 1:4", einer Dokumentation über die Folgen des Geldumtausches am 13. Oktober 1957, legt Harry Hornig 1957 seinen Debütfilm als Regisseur vor. Es folgen Dokumentationen wie "Energie" (1958) über die Herstellung eines Wärmeerzeugers im Kraftwerk Berzdorf, "Alltag eines Poeten" (1961) über den Lokomotivführer und Lyriker Werner Barth und "Auf der Strecke" (1963), das persönliche Porträt zweier Eisenbahner. In "Pankoff" (1965) führt Hornig die Westdeutschen und ihr Verständnis von der DDR vor. Mit "Wer die Erde liebt" legt er dann 1973 gemeinsam mit Joachim Hellwig, Uwe Belz und Jürgen Böttcher den Begleitfilm zu den X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Berlin vor – und wird dafür mit dem Kunstpreis der DDR geehrt.

Auch für das DDR-Fernsehen produziert Hornig Dokumentarfilme. In seiner Funktion als stellvertretender Leiter im Bereich Fernsehen des DEFA-Studios für Kurzfilme realisiert er unter anderem mit "Trautes Heim, Glück allein" (1963) eine Reportage, welche die Probleme am Wohnungsmarkt der DDR zum Thema hat.

Insgesamt dreht sich Harry Hornigs Filmschaffen um zwei Komplexe, die sowohl formal als auch inhaltlich auseinandergehen: Einerseits dreht er sensible Porträts von Arbeiterpersönlichkeiten, die nah an ihre Protagonisten herangehen und sich ganz ohne ideologischen Filter auf die Kraft der Beobachtung verlassen. Andererseits bebildert er in Werken mit durchaus propagandistischem Impetus seinen Glauben an den sozialistischen Staat.

 

Neben seiner Filmarbeit ist Harry Honig zudem in der Filmpolitik tätig. Zwischen 1972 und 1988 gehört er zum Vorstand der Sektion Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik im Verband der Film- und Fernsehschaffenden der DDR, dessen Vorsitz er von 1979 bis 1982 inne hat. Außerdem lehrt er von 1982 an als Dozent für Regie des Dokumentarfilms an der Hochschule für Film- und Fernsehen. Ab 1983 hat er drei Jahre lang den Posten des Leiters des Fachbereichs Regie inne, später den des Prorektors für Ausbildung, Film- und Fernsehproduktionen. Des Weiteren unterrichtet Hornig an der Hochschule für Fernsehen und Film München, an der Ruhr-Universität Bochum und der VHS seiner Geburtsstadt Gelsenkirchen.

Mit Beginn der 1980er dreht Harry Hornig kaum noch selbst Filme. Stattdessen arbeitet er vermehrt als Autor und Dramaturg, insbesondere mit der Regisseurin Róza Berger-Fiedler, mit der er unter anderem "Liebster Dziodzio" (1981) realisiert. 1991 gründen die beiden die in Berlin ansässige BABEL Film und Video GmbH. Dieser dient Harry Hornig als Autor, Dramaturg und beratender Produzent.

Die Ausstattung dieser Personenseite wurde durch die DEFA-Stiftung gefördert.

FILMOGRAFIE

1987/1988
  • Dramaturgie
1981
  • Drehbuch
  • Dramaturgie
1979
  • Regie
  • Drehbuch
1979
  • Regie
  • Drehbuch
1978
  • Regie
  • Drehbuch
1977
  • Regie
  • Drehbuch
  • Dramaturgie
1976/1977
  • Regie
  • Drehbuch
  • Dramaturgie
1975
  • Regie
  • Drehbuch
1973
  • Regie
  • Drehbuch
1972/1973
  • Redaktion
1972
  • Regie
  • Szenarium
  • Dialoge
1970/1971
  • Regie
  • Drehbuch
1968
  • Regie
  • Drehbuch
1968
  • Regie
  • Drehbuch
  • Dialoge
1968
  • Regie
  • Drehbuch
  • Dialoge
1966
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kommentar
1965/1966
  • Sprecher
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kommentar
1965
  • Regie
  • Script
  • Drehbuch
1965
  • Regie
  • Drehbuch
1964/1965
  • Regie
  • Drehbuch
1964
  • Regie
  • Drehbuch
1964
  • Regie
  • Drehbuch
1964
  • Regie
  • Co-Regie
1963
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kommentar
1963
  • Regie
  • Drehbuch
1962/1963
  • Regie
  • Drehbuch
1962
  • Regie
  • Drehbuch
1961
  • Regie
  • Drehbuch
1960/1961
  • Regie
  • Drehbuch
1960
  • Regie
  • Drehbuch
1960
  • Regie
  • Drehbuch
1959/1960
  • Regie
  • Drehbuch
1959
  • Regie
  • Drehbuch
1959
  • Regie
  • Drehbuch
1958/1959
  • Regie
  • Drehbuch
1958
  • Regie
  • Szenarium
  • Dialoge
1958
  • Regie
  • Drehbuch
1957/1958
  • Regie
  • Drehbuch
1957/1958
  • Script
  • Drehbuch
  • Dramaturgie
1956
  • Drehbuch
  • Dramaturgie
1956
  • Dramaturgie