Harald Krassnitzer

Darsteller
Salzburg, Österreich

Biografie

Harald Krassnitzer wurde am 10. September 1960 in Grödig bei Salzburg, Österreich, geboren. Nach dem Gymnasialabschluss absolvierte er parallel zwei Ausbildungen: eine Lehre als Speditionskaufmann sowie eine Schauspielausbildung an der Elisabethbühne in Salzburg. Nachdem er dort von 1984 bis 1988 ein Engagement hatte, war er zwei Jahre lang am Schauspielhaus Graz engagiert, gefolgt vom Wiener Volkstheater und dem Saarländischen Staatstheater in Saarbrücken.

Sein Debüt vor der Kamera gab Krassnitzer 1993 in der Jugend-Krimiserie Fernsehserie "Die Oase" mit einer Hauptrolle als Assistent eines Detektivs. Der Durchbruch gelang ihm 1996 mit der Titelrolle in der populären Arztserie "Der Bergdoktor" (als Nachfolger von Gerhart Lippert): bis 2005 spielte er diesen Part in insgesamt 37 Folgen.

Auch sonst wirkte Krassnitzer über die Jahre fast ausschließlich in TV-Produktionen mit. In "Der Pakt – Wenn Kinder töten" (1996) spielte er einen Familienvater, der seinen jugendlichen Sohn (Daniel Brühl) sexuell missbraucht; im Thriller "Hurenmord – Ein Priester schweigt" (1998) verkörperte er einen Priester, den das Beichtgeheimnis an moralische Grenzen führt. Mit Ann-Kathrin Kramer, die im Film seine Schwester spielte, ging er 1999 eine Beziehung ein; 2009 heiratete das Paar.

Noch bekannter wurde Krassnitzer ab 1999 durch seine Hauptrolle als Sonderermittler und Oberstleutnant Moritz Eisner in den österreichischen Folgen der Krimireihe "Tatort"; in den Jahren 2000 und 2008 erhielt er für diese Rolle den österreichischen Film- und Fernsehpreis Romy als Beliebtester Seriendarsteller. Ab 2011 bildete er gemeinsam mit Adele Neuhauser das Ermittlerduo Eisner und Fellner. 2014 wurden sie für die Folge "Angezählt" mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.

Zu Krassnitzers weiteren Rollen gehören der NS-Widerstandskämpfer General Erich Fellgiebel in "Stauffenberg" (2004), ein Weinbauer in der österreichischen TV-Filmreihe "Der Winzerkönig" (2005-2009) und einen Ölmanager in "Der Wettbewerb" (2012). 2013 übernahm er in der 13-teiligen österreichischen Familienserie "Paul Kemp – Alles kein Problem" die Rolle des titelgebenden Mediators.

An der Seite seiner Ehefrau Ann-Kathrin Kramer sah man ihn unter anderem in der Liebesgeschichte "Hochzeit in Rom" (2017), als Pastor in dem Krimi "Tödliche Gier" (2021) und in der Ehegeschichte "Aus dem Leben" (2024) – für letzteren Film erhielten die beiden eine Nominierung für den Deutschen Schauspielpreis 2025. Im April 2025 wurde bekanntgegeben, dass das "Tatort"-Ermittlerduo Eisner und Fellner Ende 2026 seinen letzten Fall löst – Krassnitzer nach dann 63 Folgen.

Auf der Kinoleinwand sah man Krassnitzer im Lauf der Jahrzehnte nur sehr vereinzelt: Er gehörte zum Hauptensemble von Zoltan Pauls Komödie "Unter Strom" (2009), hatte eine Nebenrolle als Onkel in der Teenage-Komödie "Sturmfrei" (AT 2009) und spielte in dem vielgelobten Thriller "Taktik" (AT 2022) eine Hauptrolle als gewaltbereiter Häftling, der drei Gefängnismitarbeiterinnen in seine Gewalt bringt. In dem Drama "Der verlorene Mann" (2026) spielte Krassnitzer einen Demenzpatienten, der eines Tages bei seiner Exfrau (Dagmar Manzel) vor der Tür steht, weil er sich nicht mehr an die Scheidung erinnern kann.

FILMOGRAFIE

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