Summary
Balls
Ecki works as a baker in the family business of his parents in the industrial West German village of Boldrup, but his heart belongs to football. For years he has sparkled as goalie for the hometown soccer team FC Boldrup. But on a single day his world collapses: first he ruins the chances of his team to move up into the regional league, and then to everyone′s – and his own – surprise he is outed as gay and thrown out the club. That is more than Ecki can stand for and he demands revenge. He challenges his former team to a match in four weeks with a team he will put together – made up of gay players. With no little difficulty and the help of his sister he manages to scour the dives of the big city of Dortmund and find the Magnificent Eleven, a motley crew of would-be athletes who at first appear to know little about football. But with the help of the grumpy, homophobic ex-professional kicker Karl they grow into a united squad that can take on any team of "normal" players.
With "Balls" Sherry Hormann has created a feel-good comedy that skillfully confronts prejudice against homosexuality. As the virgin gay Ecki, stage actor Maximilian Brückner demonstrates in his first film role the necessary innocence to fit the part and at the same time the strength to dispel the clichés about gays. A heartstring-tugging comedy about friendship, respect for the individual, and the courage to be different.
Source: 55. Internationale Filmfestspiele Berlin (Catalogue)
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Zumal auch sein Vater Gerd, ein kreuzbraver und aufrecht-konservativer Bäckermeister, sich nicht damit anfreunden kann, dass sein Sprössling plötzlich nicht mehr auf Frauen steht, während sich Eckis Mutter Renate tapfer auf die Seite ihres Sohnes stellt. Jetzt muss er nur noch zehn Mitspieler finden. Nichts leichter als das in einer Fußballmetropole wie Dortmund – oder? Jedenfalls zieht Ecki hinaus in die weite Welt, um mit Hilfe seiner großen Schwester Susanne zunächst rund um den Borsigplatz und dann in der Schwulenszene der Hellweg-Stadt zehn Mitstreiter zu finden.
Weil Ecki mit seinem unschuldig-naiven Auftreten schon bald Erfolg hat, muss nun auch ein Trainer für den hoffnungslosen Haufen von Individualisten gesucht werden. Das Amt übernimmt ein verkrachter Ex-Fußballer und saufender Obermacho (Paraderolle für Rolf Zacher), der die schlaffen Jungs, darunter „Leder“-Rudolf als schwuler, liebevoller Vater eines kleinen Sohnes, und Klinik-Frauenschwarm Sven, Eckis erste große (Männer-) Liebe, binnen kürzester Zeit auf Vordermann bringt. Und solchermaßen auch das Herz „seiner“ Dortmunder Wirtin Elke im Sturm erobert.
Das Experiment gelingt: Der kleine münsterländische Dorf-Aschenplatz verwandelt sich vor ausverkaufter Kulisse in ein südländisch-temperamentvolles „Stadion“ und die Helden behalten so glücklich wie verdient auf dem Platz die Oberhand...
Eine Frau dreht, so zumindest das Versprechen der Verleihfirma Buena Vista International, „die ultimative Komödie über Fußball, Schwule und Ruhrpott“, und das „locker, liebevoll und richtig komisch“. Ursprünglich sollte die Komödie „Lattenknaller“ heißen, der geplante Titel roch dann aber doch zu sehr nach dem koproduzierenden Sender RTL. So konnte ein wesentlich besserer gefunden werden.
Nach sämtlich eher „weiblichen“, aber stets sehr erfolgreichen Filmsujets wie „Leise Schatten“ (1991), „Frauen sind was wunderbares“ (1992), „Irren ist männlich“ (1996) und „Widows“ (1997) musste es mit Sherry Hormann wohl eine weibliche Regisseurin sein, die zusammen mit dem Drehbuchautor-Debutanten Benedikt Gollhard das Thema Fußball bei aller Komik und (Selbst-) Ironie ganz ernst nimmt. Sie erzählt, kongenial unterstützt von Kameramann Hanno Lentz und dem rockigen Soundtrack von Martin Todsharow, mit erstaunlich leichter Hand einen regelrechten Münsterland-Western mit zeitweise schrillem Ruhrpott-Einschlag. Mit dabei in kleinen, feinen Rollen auch zwei Ruhrpott-Urgesteine: Willi Thomczyk gibt den Dorfkneipenwirt Heinz, der auch als „Stadionsprecher“ sein bestes gibt, und sein „Camper“-Kollege Nicholas Bodeux überzeugt in einer der vielen auf den Punkt inszenierten Nebengeschichten als hoffnungslos überforderter Vater in spe: Seine hochschwangere Gattin rastet aus, als der Fahrstuhl der Entbindungsstation stecken bleibt.
Pitt Herrmann