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Die besten Kurzfilme in Hamburg gekürt

Beim 34. Internationalen KurzFilmFestival Hamburg (IKFF) und dem 20. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg sind am Wochenende die Preise verliehen worden.

 

Am Sonntagabend ging das 34. Internationale KurzFilmFestival Hamburg zu Ende. Den Hauptpreis, der Hamburger Kurzfilmpreis im Internationalen Wettbewerb, verlieh die dreiköpfige Jury dem portugiesischen Filmemacher Jorge Jácome für seinen Film "Flores": Auf einer Azoreninsel entfaltet sich eine mystische Atmosphäre, in der sich der männliche Kriegerkörper der dort stationierten Soldaten in einer wuchernden Botanik verliert. Für die Jury zeigt uns der Film "mit einer mutigen und doch sanften Sprache das doppelte Gesicht der Schönheit als gleichermaßen auratisch und grimmig". Birgit Glombitza, die künstlerische Leiterin des Festivals: "Dass 'Flores' überdies den Publikumspreis im Internationalen und Deutschen Wettbewerb gewinnen konnte, spricht sowohl für den Film, bestärkt aber auch das Vertrauen des Festivals in sein filmkunstliebendes Publikum. Und das in einem Kurzfilmjahrgang, der mit starken, elaborierten und scheinbar trendfreien Einzelwerken wie selten bestechen konnte."

Etwa 500 Gäste aus der Kurzfilmwelt tummelten sich im neuen Festivalzentrum und den sechs Kinos, darunter fast 200 Filmemacher*innen. Gut 150 Teammitglieder brachten das Festival zum Laufen, das gut 80 Veranstaltungen präsentierte. Der starke Besuch bei den Freiluftveranstaltungen ist angesichts des Hamburger Hochsommers kaum überraschend. Gute Publikumszahlen verzeichneten aber auch die Kinos. So freut sich das Festival über eine stabile Gesamtzahl von gut 15.000 Besucher*innen.
 
Das Herz des Festivals pochte im alten Paketsortierzentrum mit seinen riesigen Hallen, ein Kurzfilmspielplatz der fast unbegrenzten Möglichkeiten: mit Installationen, Open Airs und Kino Lampenlager, Infocounter und Filmmarkt, Konzerten und Dancefloor, Panels und Branchentreffs, Minigolf -Course und Tischtennis. Vom späten Vormittag bis tief in die Nacht belebten internationale Kurzfilmszene und Hamburger Publikum die alten Hallen und Terrassen.

Verabschiedet wurde die künstlerische Leiterin Birgit Glombitza, die sich nach acht Jahren neuen Aufgaben zuwendet.
 
Am heutigen Montag, 11. Juni, läuft die Preisträgerrolle um 19 Uhr im Zeise Kino. Das 35. Internationale KurzFilmFestival Hamburg findet vom 4. bis 10. Juni 2019 statt.

Das 20. Mo&Friese KinderKurzFilmFestival Hamburg

Die Jubiläumsausgabe von Mo&Friese konnte mit 36 gut besuchten Veranstaltungen bei hochsommerlichem Wetter mehr als 4000 kleine und große Zuschauer*innen in die Kinos locken. Damit wurde im dritten Jahr in Folge die 4000er-Marke geknackt. In den Kitavorstellungen erlebten rund 300 vier- und fünfjährige Neulinge ihre erten Filme im Lichtspielhaus. Auch die Beharrlichkeit des Festivals mit dem Jugendprogramm FreiStil, das zum sechsten Mal stattfand, trägt Früchte, denn kontinuierlich steigt das Interesse dieser Zielgruppe sowohl im freien Verkauf als auch bei den Schulvorstellungen.

Viele Filmemacher*innen – sogar aus Kirgistan und Taiwan waren Gäste angereist – stellten sich den Fragen der Kinder. Im Geburtstags-Sonderprogramm konnte das menschengroße Maskottchen des Festivals, der Katzenvogel Friese, viele alte Weggefährt*innen begrüßen, die von den Anfängen des Festivals zu berichten wussten, dessen Wurzeln ins Jahr 1995 zurückgehen.

Erstmals wurden die Preise der beiden Kinderprogramme und der Jugendschiene FreiStil zusammen mit den "großen" Preisträgern in einer einzigen Zeremonie verliehen. Sichtbarer Beleg dafür, dass Kinderkurzfilme längst auf Augenhöhe sind mit "normalen" Kurzfilmen.

Im Kurzfilmwettbewerb GIB MIR FÜNF! zum Thema "Phantasia", exklusiv nur für Menschen bis 13 Jahren, wurden sogar Werke von Nachwuchsregisseuren aus Australien und Schweden vorgeführt – das Doveton College von Down under belegt den zweiten Platz. Für den Wettbewerb mit Filmen, die höchstens fünf Minuten lang sein dürfen, werden für 2019 nun Kurzfilme zum Thema "Große Töne" gesucht.

Quelle: www.shortfilm.com