Unter Männern - Schwul in der DDR

Deutschland 2011/2012 Dokumentarfilm

Inhalt

"Unter Männern - Schwul in der DDR" beschäftigt sich mit der Frage, wie Homosexualität im "real existierenden Sozialismus" gelebt wurde und gelebt werden konnte, da die DDR-Ideologie in der Homosexualität einen Rest bürgerlich-dekadenter Moral und eine Gefahr für die sozialistische Gesellschaft sah. Wir begegnen sechs Männern, die zum Teil erstmals in aller Offenheit über ihre sozialen und intimen Erfahrungen sprechen. Wir lernen Menschen kennen, die unterschiedlicher, auch widersprüchlicher, nicht sein könnten. An einem Ende des Spektrums gibt es etwa den Friseur Frank Schäfer, einen gewitzten, listenreichen Individualisten, am anderen Ende den studierten Theologen Eduard Stapel, der ein DDR-weites Netz homosexueller Vereinigungen gründete und scharf ins Visier der Staatssicherheit geriet. Zwar wurde Homosexualität seit den Fünfzigerjahren nicht mehr geahndet, die Verschwörung des Schweigens und die Ächtung, der Druck zu Gesellschaftskonformität und sexueller Diskretion blieben jedoch. "Unter Männern" zeigt uns – bei allen Verletzungen – starke und auch kämpferische Männer, die den Sinn ihres schwulen Lebens selbst erschließen mussten – mit ganz verschiedenen (Über)Lebens- und Kompensationsstrategien.

Quelle: 62. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

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Credits

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Dreharbeiten

    • Leipzig, Lauscha (Thüringen), Bismark (Altmark), Berlin
Länge:
94 min
Format:
HD, 1:1,78
Bild/Ton:
Farbe + s/w, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 23.01.2012, 131309, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.02.2012, Berlin, IFF - Panorama;
Kinostart (DE): 26.04.2012

Titel

  • Originaltitel (DE) Unter Männern - Schwul in der DDR
  • Arbeitstitel (DE) Wie ein Stern - Schwul in der DDR

Fassungen

Original

Länge:
94 min
Format:
HD, 1:1,78
Bild/Ton:
Farbe + s/w, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 23.01.2012, 131309, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 13.02.2012, Berlin, IFF - Panorama;
Kinostart (DE): 26.04.2012

Auszeichnungen

FBW 2012
  • Dokumentarfilm des Monats
  • Prädikat: besonders wertvoll