The Look of Silence

Dänemark Indonesien Finnland Norwegen Großbritannien Israel Frankreich USA Deutschland Niederlande 2014 Dokumentarfilm

Inhalt

Mitten in der tropischen Landschaft Indonesiens sitzt eine ältere Frau in ihrem Garten, putzt Gemüse, füttert ihre Hühner und spricht über den Tod ihres Kindes. 1965 wurde ihr ältester Sohn Ramli als angeblicher Kommunist auf grauenvolle Weise umgebracht. Schwer verletzt rettete er sich vor seinem Tod zu ihr, aber am nächsten Morgen vollendeten die Mörder mit Macheten ihr Werk.

Mehr als eine Million Menschen wurden nach dem Militärputsch in Indonesien in monatelangen nächtlichen Massakern getötet. Über die Täter, deren Verbrechen nie gesühnt wurden und die bis heute kein Unrechtsbewusstsein zeigen, drehte Joshua Oppenheimer bereits den Dokumentarfilm "The Act of Killing". Stolz, als seien sie Filmstars, stellten die Männer darin ihre Taten nach. Nun geht es um die Opfer. Gemeinsam mit Adi, Ramlis jüngerem Bruder, sucht der Regisseur die Mörder und deren Familien auf, konfrontiert sie mit ihren sadistischen Taten, fragt nach Gewissen und Verantwortung. Doch die Männer, denen die Mutter jeden Tag im Dorf begegnet, zeigen keine Regung. Oppenheimer dokumentiert das Grauen eines nie aufgearbeiteten, kollektiven Verbrechens und gibt so der individuellen Trauer ihren Raum.

Quelle: 65. Internationale Filmfestspiele Berlin (Katalog)

 

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Credits

Alle Credits

Kamera

Schnitt-Assistenz

Ton-Schnitt

Mischung

Musik-Ausführung

Liedtexte

Dreharbeiten

    • Indonesien
Länge:
103 min
Format:
DCP, 16:9
Bild/Ton:
Farbe
Aufführung:

Uraufführung (IT): 28.08.2014, Venedig, IFF;
Kinostart (DE): 01.10.2015

Titel

  • Originaltitel (DE) The Look of Silence

Fassungen

Original

Länge:
103 min
Format:
DCP, 16:9
Bild/Ton:
Farbe
Aufführung:

Uraufführung (IT): 28.08.2014, Venedig, IFF;
Kinostart (DE): 01.10.2015

Auszeichnungen

Academy Awards 2016
  • Nominierung, Bester Dokumentarfilm
IFF Berlin 2015
  • Friedensfilmpreis
IFF Busan 2014
  • Cinephile Preis, Best World Documentary
IFF Venedig 2014
  • Human Rights Nights Award
  • Goldene Maus, Online-Kritiker-Preis
  • FEDEORA, Bester europäischer und mediterraner Film
  • FIPRESCI- Preis, Bester Film des Wettbewerbs
  • Großer Preis der Jury