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Schrammeln

Deutschland 1943/1944 Spielfilm

Filme der NS-Zeit sind im Kontext der staatlich beeinflussten Produktion und Rezeption zu sehen. Mehr erfahren »

Inhalt

Der Geiger Johann Schrammel schreibt Wiener Lieder, lässt sie aber in seiner Schublade verstauben. Sein Bruder Josef Schrammel, ebenfalls Musiker, entdeckt sie und will sie heimlich öffentlich machen. Einen Verleger findet er nicht, doch mit seinem Freund Strohmayer zusammen bringt er sie selbst zur Aufführung. Die Lieder werden zu Gassenhauern; Johann nimmt ihm seine eigenmächtige Initiative dennoch übel. Aber schon bald versöhnen sich die Brüder und treten mit Strohmayer und dem Ziehharmonikaspieler Dänzer als Heurigen-Quartett "Schrammeln" auf. Neuer Unfriede entsteht, als beide Schrammeln sich in die fesche Fiakermilli verlieben. Doch Milli wählt um der Harmonie willen einen anderen und rettet den Zusammenhalt der Volksmusiktruppe, die zuletzt einen wichtigen Wettbewerb gewinnt.

 

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Falk Schwarz
Moser ohne Mätzchen
Was für ein Tempo dieser Film hat! Nicht nur das Fiakerrennen zu Beginn, auch im weiteren Verlauf der Handlung drückt Regisseur Geza von Bolvary auf das Tempo. Geredet wird nur das Allernötigste und sonst gespielt: Holt und Hörbiger an der Geige, Moser an der Gitarre, Imhoff an der Klarinette - das Schrammel-Quartett. Auch die Fiakermilli handelt und redet entschlossen (die hübsche, kesse Marte Harell, Ehefrau des Produzenten Karl Hartl). Es geht um Hans Schrammel und seine Leistung für die Wiener Volksmusik. Und da alle in Wien sozialisierte Schauspieler sind, tragen sie den Film mühelos über jede Handlungs-Klippe. Wenn Hörbiger einen Wutanfall kriegt, dann zittert das Publlkum mit - denn wer kann wie er schreien, wütend werden und mit dem ganzen Körper die Worte unterstützen? Gesungen wird nur, wenn nötig und richtig. Autor Ernst Marischka hat lange Dialogpassagen gar nicht erst geschrieben. Ein Volksstück? Nicht wirklich - dazu waren zuviele gute Schauspieler dabei. Moser zum Beispiel ohne Mätzchen - wann gab es das? Es gilt allerdings auch zu bedenken, dass dieser Film gedreht wurde, damit man keine Auflagen aus dem Nazi-Berlin erhalten würde. Zurück ins gemütliche Gestern, das war die Parole des Wien-Chefs Hartl. Doch Goebbels hatte den Widerstand in Wien längst bemerkt. Oiso - grad schön woas, glacht hamma, gfreit ah - während draussen eine Welt unterging.

Credits

Drehbuch

Schnitt

Darsteller

Produktionsfirma

Alle Credits

Regie-Assistenz

Drehbuch

Schnitt

Darsteller

Produktionsfirma

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 18.02.1944

Aufführung:

Uraufführung (DE): 03.03.1944

Titel

  • Originaltitel (DE) Schrammeln

Fassungen

Original

Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 18.02.1944

Aufführung:

Uraufführung (DE): 03.03.1944