Schrammeln

Deutschland 1943/1944 Spielfilm

Films from the National-Socialist period must be considered in the context of state-influenced production and reception. Further informations »

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Falk Schwarz
Moser ohne Mätzchen
Was für ein Tempo dieser Film hat! Nicht nur das Fiakerrennen zu Beginn, auch im weiteren Verlauf der Handlung drückt Regisseur Geza von Bolvary auf das Tempo. Geredet wird nur das Allernötigste und sonst gespielt: Holt und Hörbiger an der Geige, Moser an der Gitarre, Imhoff an der Klarinette - das Schrammel-Quartett. Auch die Fiakermilli handelt und redet entschlossen (die hübsche, kesse Marte Harell, Ehefrau des Produzenten Karl Hartl). Es geht um Hans Schrammel und seine Leistung für die Wiener Volksmusik. Und da alle in Wien sozialisierte Schauspieler sind, tragen sie den Film mühelos über jede Handlungs-Klippe. Wenn Hörbiger einen Wutanfall kriegt, dann zittert das Publlkum mit - denn wer kann wie er schreien, wütend werden und mit dem ganzen Körper die Worte unterstützen? Gesungen wird nur, wenn nötig und richtig. Autor Ernst Marischka hat lange Dialogpassagen gar nicht erst geschrieben. Ein Volksstück? Nicht wirklich - dazu waren zuviele gute Schauspieler dabei. Moser zum Beispiel ohne Mätzchen - wann gab es das? Es gilt allerdings auch zu bedenken, dass dieser Film gedreht wurde, damit man keine Auflagen aus dem Nazi-Berlin erhalten würde. Zurück ins gemütliche Gestern, das war die Parole des Wien-Chefs Hartl. Doch Goebbels hatte den Widerstand in Wien längst bemerkt. Oiso - grad schön woas, glacht hamma, gfreit ah - während draussen eine Welt unterging.

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Screenplay

Director of photography

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Production design

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Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 18.02.1944

Screening:

Uraufführung (DE): 03.03.1944

Titles

  • Originaltitel (DE) Schrammeln

Versions

Original

Censorship/Age rating:

Zensur (DE): 18.02.1944

Screening:

Uraufführung (DE): 03.03.1944