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Madame Dubarry

Deutschland 1919 Spielfilm

Inhalt

Paris zur Zeit Ludwigs XV. Im Modesalon von Madame Labille arbeitet als Modistin die hübsche junge Jeanne, die ihren Studenten Armand über alles liebt. Eines Tages macht sie die Bekanntschaft des spanischen Gesandten Don Diego, der sie einlädt und verwöhnt.

Dieses Leben gefällt ihr, und so kommt es zwangsläufig zwischen ihm und Armand zum Streit, der in einem Duell endet. Dessen Ausgang wird freilich von Graf Dubarry beeinflusst, denn auch er will die kleine Näherin für sich haben. Armand wird verhaftet und Jeanne Dubarrys Geliebte. Doch diese Liaison dauert nicht lange; als Madame Dubarry wird sie die Mätresse des Königs und die mächtigste Frau im Lande. Wenig später erhebt sich das Volk und stürmt die Bastille. Während der Revolution wird Armand Vorsitzender des Volksgerichts und muss die Dubarry, seine ehemalige Geliebte, zum Tode verurteilen. Da er sie noch immer liebt, versucht er sie aus dem Kerker zu befreien und wird dabei selbst getötet. Die Dubarry landet auf dem Schafott.

 

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Falk Schwarz
Der Kopf fliegt in die Menge
Emil Jannings kommt erst ganz zum Schluss als König groß heraus. Im Garten des Hofes veranstaltet dieser Ludwig mit seinem Hofstaat ein Blindekuhspiel. Die Frauen tanzen um den Herrscher herum, er versucht sie zu grapschen, sie entziehen sich gekonnt, während im Schloss eine Delegation der Bürger wartet, die abgewiesen wird mit dem Hinweis, der König habe Besseres zu tun, als sich um die Hungersnot der Bevölkerung zu kümmern. Da fällt der Herrscher plötzlich um. Jannings wird auf einer Bahre an den staunenden Bürgern vorbeigetragen. Dann liegt er im Bett und beginnt das große Mienenspiel. Er will wissen, wie es um ihn steht. Er hat die schwarzen Pocken. „Werde ich sterben?“ fragt er. Verzweiflung tritt auf sein Gesicht. Er ringt mit sich und seinem Kopfkissen. Da plötzlich fällt er tot in sich zusammen. Madame la Comtesse Dubarry (Pola Negri) stürzt herein, wirft sich auf den Toten, ringt die Hände, wirft das überschminkte Gesicht kräftig in den Nacken - das große Gestenspiel. Jetzt aber ist es aus für sie. Denn nun kann ihr Liebhaber, dem ihr halbes Herz gehört, sie auch nicht retten. Der Zwischentitel informiert: „Dieses Frauenzimmer, das Frankreich ruinieren wird, hat auch Sie zu Grunde gerichtet“. Der Liebhaber wird als Verräter erschossen. Madame wandert auf den Richtplatz: die Guillotine saust herab, ihr Kopf fliegt in die Menge. - Nichts vom berühmten Lubitsch-Touch, nichts an Andeutungen, alles wird ausgespielt und die Negri changiert vom Dummerle zum Skandalweib. Da wusste Lubitsch offensichtlich nicht so richtig, wie er die Sache angehen sollte. Zwei Stunden Stummfilm müssen damals runtergegangen sein wie Öl, aber heute schaut sich diese Moritat eher zäh an. Es dauert, man darf die Massen an Menschen bewundern, die dieser Regisseur für den Film in Bewegung setzte - ein Jahr nach einem verheerenden Krieg. Trotz vieler wunderbarer Details (wie die Comtesse im Vorzimmer schnell in paar Trauben klaut) bleibt die Einsicht: Lubitsch „konnte“ Lustspiel, Drama eher weniger.

Credits

Darsteller

Produzent

Alle Credits

2. Kamera

Standfotos

Kostüme

Darsteller

Produzent

Aufnahmeleitung

Dreharbeiten

    • Ufa-Freigelände, Park Schloß Sanssouci, Potsdam, Ufa-Union Atelier Berlin-Tempelhof
Länge:
7 Akte, 2493 m
Format:
35mm
Bild/Ton:
viragiert, stumm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): Juli 1919, 43385, Jugendverbot

Aufführung:

Uraufführung (DE): 18.09.1919, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Titel

  • Verleihtitel Passion
  • Arbeitstitel Gräfin Dubarry
  • Arbeitstitel Die Maitresse des Königs
  • Originaltitel (DE) Madame Dubarry

Fassungen

Original

Länge:
7 Akte, 2493 m
Format:
35mm
Bild/Ton:
viragiert, stumm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): Juli 1919, 43385, Jugendverbot

Aufführung:

Uraufführung (DE): 18.09.1919, Berlin, Ufa-Palast am Zoo

Prüffassung

Länge:
7 Akte, 2238 m, 82 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, stumm
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 01.02.1995, 72675, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei

Aufführung:

TV-Erstsendung (DE): 23.01.1977, ZDF

Länge:
7 Akte, 2278 m
Format:
35mm
Bild/Ton:
s/w, stumm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 20.11.1920, B. 00773, Jugendverbot

Länge:
7 Akte, 2217 m m
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, stumm
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 24.02.1930, B.25151, Jugendverbot