Der Kapitän

BR Deutschland 1971 Spielfilm

Inhalt

Traumschiff 1971: Der alte Seebär Ebbs wechselt von dem abgetakelten Frachter, auf dem er bisher das Kommando hatte, als Kapitän auf den Luxusdampfer "Julia". Schnell stellt er fest, dass er auf dem eleganten Passagierschiff mit ganz anderen Problemen fertig werden muss als bisher: Die Besatzung ist aufmüpfig, die Passagiere nörgeln. Konsul Carstens, der wichtigste Anteilseigner der Reederei, ist mit an Bord und hat an allem etwas auszusetzen. Als Ebbs die Nerven verliert und vor allen Leuten den Zahlmeister verprügelt, muss er befürchten, seinen Job zu verlieren. Aber dann findet sich eine Dame, die als vermisst gemeldet wird, in der Kabine des Konsuls, und der listige und charmante Ebbs bleibt Kapitän der "Julia".

 

Kommentare

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Falk Schwarz
"Nur raus hier"
Nach „Schloss Gripsholm“ fältt es schwer, sich diesem vorletzten Film Kurt Hoffmanns zu nähern, ohne moros zu werden. Der selbstgewählte Abstieg eines Meisters der filmischen Unterhaltung, der in den fünfziger Jahren den Höhepunkt seiner Karriere erlebte und in den sechzigern (zwei Ausnahmen!) still und konsequent seinen eigenen Abstieg inszenierte. Das Glück scheint ihn verlassen zu haben - in der Stoffwahl, in der Ausführung, in allem. Seinem langjährigen Kameramann Richard Angst verdanken wir erstaunliche Erkennntisse über den „Westentaschen-Diktator“ Kurt Hoffmann. Ging er so mit seinen Leuten um? Konnte er so schroff sein? (unveröffentlichtes MS in der Kinemathek Berlin). Doch zurück zum „Kapitän“. Dass es Argumente für eine Kreuzfahrt gibt, wird täglich durch die steigenden Buchungszahlen belegt. Dass es kein Argument für das menschliche Tohuwabohu auf einer Kreuzfahrt gibt, so wie es in diesem Film angezettelt wird, wird hier bewiesen. Was soll man denn anerkennen? Dass sich die Darsteller Joseph Offenbach, Horst Tappert und Hans Korte auszeichnen? Dass Johanna Matz gut aussieht und warmherzig dem Rühmann wenigstens zu einigen eindrucksvollen Szenen verhilft? Es gibt wahrscheinlich keinen Kurt-Hoffmann-Film, in dem nicht auch sein Regietalent sichtbar wird. Hier ist es der Schluss. Keine großen Worte, nur ein Bild auf dem Schreibtisch stattdessen. Aber reissen die letzten 10 Sekunden einen ganzen Film heraus? Als Hoffmann von den Oberhausenern als Opas Kino identifiziert wurde, und er sich nicht zu wehren verstand, sondern sich gekränkt zurückzog, da hätte dieser Film den letzten Beweis antreten können. Was ist nun der „Kapitän“? Klamauk, eine unglaublich platte Story, Rühmann als bedrängter Frauenheld mit einer nackten Teri Tordai im Bett, eine betrügerische Intrige, ach nein, es lohnt sich nicht, das Alles aufzuzählen. Dieser Hoffmann-Film lässt sich mit dem beherzten Aufschrei quittieren: „Niemals in diesem Leben eine Kreuzfahrt!“ Ob eine solche Reaktion beabsichtigt war?

Credits

Drehbuch

Kamera

Schnitt

Musik

Darsteller

Produzent

Alle Credits

Regie-Assistenz

Script

Drehbuch

Kamera

Kamera-Assistenz

Standfotos

Kostüme

Schnitt

Ton-Assistenz

Musik

Darsteller

Produzent

Produktionsleitung

Aufnahmeleitung

Länge:
2537 m, 93 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 22.10.1971, 44085, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 28.10.1971, Frankfurt am Main

Titel

  • Originaltitel (DE) Der Kapitän

Fassungen

Original

Länge:
2537 m, 93 min
Format:
35mm, 1:1,66
Bild/Ton:
Eastmancolor, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 22.10.1971, 44085, ab 6 Jahre / feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 28.10.1971, Frankfurt am Main