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Der Himmel auf Erden

Österreich 1934/1935 Spielfilm

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Falk Schwarz
Wenn Moser ein Tascherl packt
Moser will verreisen. Die Tasche geht nicht zu. Die Hemden sind total „verwuzzelt“. Drei Frauen helfen ihm, acht Hände für eine Tasche. Moser wird immer nervöser, stopft weiter hinein, drückt und stöhnt, nun ist sie zu, er stellt sie mit Karacho auf den Tisch. Wendet sich ab, schaut noch einmal, da sieht er die Lache unter der Tasche. Die Slibowitzflasche! Alles nass und durchgefeuchtet. Also die Tasche wieder aufgemacht, alles rausgekramt. “Die Hemden trocknen doch“, sagt eine vorwitzige Magd. „Na, da stink ich ja tagelang nach Slibowitz“, antwortet er und greift hinein und schneidet sich an den Scherben der Flasche den Finger auf, flitzt zum Wasserhahn und stellt ein Gebrüll an. - Moser in Höchstform. Aber weiter: im Coupé der Eisenbahn. Adele Sandrock sitzt Moser gegenüber. Moser will rauchen. Sie: „Sie werden doch nicht...“, Er: „Hier ist Raucher, meine Dame“. Sie: „In einem Coupé, in dem ich sitze, ist immer Nichtraucher!“ - Das Sandrocksche Ego! Moser kommt auf Gut Lindenau an. Die Tür seines Zimmers „spiesst“, also klemmt. Der Diener kriegt die Tür auf. Moser nicht. Er versucht es nochmal, er schafft es nicht. Kommt der Diener - die Tür geht auf. Moser rauft sich die Haare. Er ist aufgeregt, läuft herunter, die Arme über dem Kopf hin und her schlenkernd, seine Beine scheinen sich selbständig gemacht zu haben. So läuft ein Kind. - Regisseur E.W. Emo greift tief hinein in die Lustspieltrickkiste und lässt Moser improvisieren. Es begegnen sich immer die falschen Leute, jeder verwechselt jeden, alle machen sich Illusionen, nur damit das Durcheinander bleibt. Diener Carl: „Es gib heute Lungenhaché“. Moser: „Warum sagen‘s nicht Beuscherl, oder san‘s net von hier?“ Dazu die Geschlossenheit eines Raums, in dem fast alles geschieht. Emo wusste, wie ein Lustspiel zu zimmern ist. Zum Schluss singt Moser, sich zierend, selber den himmlischen Titel-Walzer und verkürzt ihn zu einem Wiener Schmankerl. Eine turbulente und witzige Komödie - ohne Frage. Man muss sich nur drauf einlassen.

Credits

Regie

Drehbuch

Kamera

Musik

Darsteller

Produzent

Alle Credits

Regie

Drehbuch

Kamera

Musik

Musikalische Leitung

Liedtexte

Darsteller

Produzent

Produktionsleitung

Länge:
2650 m, 97 min
Format:
35mm, 1:1.33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Aufführung:

Uraufführung (AT): 21.03.1935, Wien

Titel

  • Originaltitel (AT) Der Himmel auf Erden
  • Verleihtitel (DE) Der Himmel auf Erden

Fassungen

Original

Länge:
2650 m, 97 min
Format:
35mm, 1:1.33
Bild/Ton:
s/w, Tobis-Klangfilm
Aufführung:

Uraufführung (AT): 21.03.1935, Wien

Verleihfassung

Abschnittstitel
  • Verleihtitel (DE)
  • Der Himmel auf Erden
Länge:
2482 m, 91 min
Prüfung/Zensur:

Zensur (DE): 12.04.1935, B.39066, Jugendfrei

Aufführung:

Erstaufführung (DE): 07.06.1935, Berlin, Gloria-Palast