In ihren ersten beiden Sitzungen des Jahres hat die FFA-Förderjury zusammen 250.000 Euro kulturelle Drehbuchförderung für fünf Spielfilmprojekte vergeben. Weitere 14 Projekte, mehr als die Hälfte davon Dokumentarfilme, erhalten 245.000 Euro Treatmentförderung. Insgesamt wurden somit 19 Filmprojekte mit 495.000 Euro gefördert.
Drehbuchförderung wurde in der sechsten Sitzung für die in Siebenbürgen angesiedelte schwarze Komödie "Requiem For a Small-Town Lawyer" von Réka Kincses und die Coming-of-Age-Geschichte "Still war der Sommer", das Langfilmdebüt von Gabriel Bihina Arrahnio, vergeben. Treatmentförderung erhielten das Drama "Porös" (AT) von Katharina Lüdin und die Debüt-Spielfilme "Die Zofe" (AT) von Lina Sieckmann sowie "Not Coming Out" von Pascal Schuh, dessen Thema einer historischen Premierenfeier an einem historischen Abend auch in einem im vergangenen Jahr von der Jury für Dokumentarfilm geförderten dokumentarischen Filmprojekt von Yony Leyser behandelt wird. Gefördert wurden außerdem fünf Dokumentarfilm-Treatments: Aysun Bademsoys Begegnung mit den Protagonisten ihres Films von 1999 und deren Familien in "Deutsche Polizisten 2" (AT), Alexandra Sells Blick hinter die Bauzäune großer Kulturbauten in "Goldstaub", Natalija Yefimkinas Beobachtung der Rückkehr ukrainischer Landwirt*innen auf ihre – stark verminten – Böden in "In der Erde", Martina Priessners Porträt der Anwältin im NSU-Prozess Seda Başay-Yıldız in "Seda" (AT) sowie Maik Lüdemanns dokumentarischer Essay über Vermögensungleichheit in "Totalverweigerer" (AT).
In der siebten Sitzung erhielten drei Spielfilme Drehbuchförderung: Anna Brüggemanns Episodenfilm "Elfmal die Welt umrundet" über die Beziehungsgeschichte eines Paares, Johanna Thalmanns und Moritz Binders Drama "She Chef" aus der Welt der Sterneküche und Aslı Özges Drama "Wildcat" über eine gegen die Benachteiligung migrantischer Arbeiter*innen kämpfende Aktivistin. Im Treatmentbereich wurden je drei Spiel- und drei Dokumentarfilmprojekte gefördert. Die Treatments zu fiktionalen Filmen sind Štěpán Altrichters kriminalistisches Psychodrama "Die Beschaffenheit der Zeit / Beneš" (AT), Anna Wendts auf der wahren Geschichte der Schriftstellerin Dorothea Neff basierendes Drama "Dorothea" und Sandra Nedeleffs Langfilmdebüt "Down Hunting". Geförderte Dokumentarfilm-Treatments sind Jan Eilhardts Bericht aus der eigenen Familiengeschichte, "Beispielsweise Brigitte", Susan Gluths und Charlotte Marie Peters' Untersuchung struktureller Gewalt gegen Frauen am Beispiel eines Falls aus Kanada, "The Rabbi's Ex", sowie Irene von Albertis Porträt des Widerstandskämpfers Werner Krauss, "Der gefesselte Romanist" (AT).
Die nächsten Fördersitzungen der Jury für Entwicklungsförderung finden am 22. und 23. Juni sowie 6. und 7. Juli 2026 statt, Einreichfrist für die darauffolgende Sitzung im September ist der 7. Juli. Zur Übersicht der kommenden Einreich- und Sitzungstermine
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Quelle: www.ffa.de