Am 27. März endeten die SchulKinoWochen mit einem neuen Rekordergebnis: In über 850 Kinos trafen rund 1.060.000 Anmeldungen ein. Damit verzeichnete das in allen 16 Ländern stattfindende Filmbildungsangebot im Vergleich zum letzten Jahr einen Zuwachs von 25.000 Besucher*innen.
Neue Bestzahlen gab es in Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Ein Drittel aller Schulen und mehr als 8% aller Schüler*innen beteiligen sich an dem größten Projekt zur kulturellen Bildung Deutschlands, das VISION KINO gemeinsam mit Partnern in den Ländern realisiert.
VISION KINO Geschäftsführer Leopold Grün: "Wir sind stolz, gemeinsam mit all unseren Partnerinnen und Partnern auch in diesem Jahr ein filmpädagogisches Programm angeboten zu haben, dass so viele Schulklassen erleben und begeistern konnte. Filmbildung im Kino ermöglicht eine sinnliche Erfahrung, schärft den Blick und den kritischen Geist bei einem unvergesslichen Gemeinschaftserlebnis. Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden und Besucher*innen, den Raum des Kinos mit so viel Leben gefüllt zu haben!"
In diesem Jahr boten die SchulKinoWochen insbesondere zu ihren jeweiligen Eröffnungen große Highlights für alle Altersstufen: So startete die Hamburger Ausgabe mit einem "Stummfilmkonzert für Lütte", bei dem zeitlose Stummfilmklassiker live vor dem jüngsten Kinopublikum von der Cellistin Kirscha Weber und dem Pianisten Ernst Bechert begleitet wurden. Gleich in mehreren Ländern erlebten Kinder ab der 5. Klasse "Das geheime Stockwerk" als Vorpremiere mit Filmschaffenden und Schauspieler*innen. Der Auftakt der 20. Jubiläumsausgabe der SchulKinoWochen Hessen wurde mit einer Doppelvorstellung von Jean-Luc Godards "À Bout de Souffle" ("Außer Atem") und Richard Linklaters "Nouvelle Vague" gefeiert, zu der für das anschließende Filmgespräch der Filmtheoretiker Alain Bergala aus Paris anreiste und sich mit den anwesenden Oberstufen-Schüler*innen über Godards Werk und die Nouvelle Vague unterhielt.
Auch im regulären Programm der SchulKinoWochen begegneten die Schulklassen zahlreichen renommierten Filmschaffenden: Im Zyklus 2025/26 waren unter anderem Wim Wenders ("Die Gebrüder Skladanowsky"), Drehbuchautorin Laila Stieler und Regisseur Andreas Dresen ("In Liebe, Eure Hilde"), die Editoren Stephan Krumbiegel und Alfredo Castro Ortigoza ("Riefenstahl"), Schauspielerin Halima Ilter ("Sieger Sein"), die Regisseurinnen Cornelia Grünberg ("Achtundzwanzig - Der Weg entsteht im Gehen"), Martina Priessner ("Die Möllner Briefe"), Constanze Klaue ("Mit der Faust in die Welt schlagen") und Lilith Kugler ("Hausnummer Null"), die Regisseure Norbert Lechner ("Das geheime Stockwerk"), Bernd Sahling ("Ab morgen bin ich mutig") und Benjamin Heisenberg ("Der Prank – April, April!") und die Produzentin Maya Gräfin Rothkirch ("Lauras Stern") in Gesprächen zu erleben.
Zu vielen Vorführungen waren Wissenschaftler*innen und Expert*innen für die anschließenden Filmgespräche eingeladen. Zum Dokumentarfilm "Hinter den Schlagzeilen" beispielsweise, der als Teil der mit der Bundeszentrale für politische Bildung entstandenen Sonderreihe "Demokratische Grundrechte schützen: Presse, Recht und Ethik im Film" zur Eröffnung der SchulKinoWochen Rheinland-Pfalz gezeigt wurde. Besonders viele Gäste aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft konnten zu den Filmen aus dem Programm zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung "17 Ziele – Kino für eine bessere Welt" und zum "Wissenschaftsjahr 2026 - Medizin der Zukunft" begrüßt werden.
Insgesamt fanden bundesweit über 600 Filmgespräche statt. Eine zentrale Rolle nahmen dabei auch die zahlreichen Filmvermittler*innen ein, die das Filmerlebnis rahmen, das Gesehene kontextualisieren und Zugänge zur Kunstform Film schaffen konnten. Zur Vor- und Nachbereitung der Kinoveranstaltungen wurden Lehrkräfte zudem in Form von Unterrichtsmaterialien, digitalen Lernangeboten und Fortbildungen unterstützt. Auf besonders große Resonanz stieß die in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung angebotene ganztägige Fortbildung "Damals in der DDR: Zwischen Staatssicherheit und Ostalgie?", die sich mit der Frage beschäftigt, wie Filme Klischees prägen und wie man diese im Unterricht hinterfragen kann.
Mehr zu den SchulKinoWochen, den diesjährigen Themenschwerpunkten und Sonderreihen finden sich auf den Seiten der jeweiligen SchulKinoWochen und unter www.schulkinowochen.de.
Quelle: www.visionkino.de