Summary
"I must always go the most extreme, even if it's not good. I love going to the limits of the possible, professionally as in my private life. I regret nothing" – Romy Schneider.
How many stars, in whichever field, are instantly recognizable from just their first name? Elvis Presley, from the world of music, of course. But actors? Romy Schneider is one of the very few to have earned a place among that elite pantheon and in this, a biopic whose title says it all, the award-winning the Jessica Schwarz, demonstrates that behind her beauty lie great acting chops.
"Romy", the film, depicts the most important events and passages in the life of this world star, a life that was lived both passionately and intensively and fascinates still to this very day. Romy Schneider was a woman, an artist, who remained a puzzle to the world as well as herself. There was the myth and reality of the celebrated and sought-after actress, and the sad reality of a woman who achieved such great success and yet searched unceasingly for the happiness and love that were to elude her.
She spent her childhood years in a boarding school, far from her parents. She fell deeply in love with French superstar Alain Delon, had what is best-termed a difficult marriage to Harry Meyen, suffered great personal loss and tragedy (including the death of her son) and, last but not least, fought constantly to escape her image as Sissi (the role of the empress Elisabeth of Austria she played in the 1955, 1956 and 1957 films of the same title). It was this struggle, just one of the many which defined her, that was to take her to France and there, finally, enable her rise to become a great international and award-winning star.
Source: German Films Service & Marketing GmbH
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Gegen die Familie, vor allem gegen die dominante und beruflich erfolgreiche Mutter Magda Schneider (viel zu lieb: Maresa Hörbiger kann den Drachen nicht herauskehren) und ihres zweiten Gatten Hans Herbert Blatzheim, aber auch gegen den schwachen und vielleicht deshalb über alles geliebten Vater Wolf Albach-Retty (Burgtheater-Star Karlheinz Hackl überzeugt in einer markanten Episodenrolle).
Gegen die Promiskuität ihres ersten Mannes und Schauspieler-Kollegen Alain Delon, gegen die Seelenkrankheit ihres vor allem an sich selbst leidenden Gatten Harry Meyen (herausragend verletzlich: Thomas Kretschmann), gegen die Katastrophe des Unfalltodes ihres Sohnes David, gegen die Zumutungen konservativer deutscher Filmemacher, Politiker und Schauspielerkollegen, nicht zuletzt gegen die Nachstellungen übelwollender Boulevardjournalisten und handgreiflicher Paparazzi.
„Steck deine Kindheit in die Tasche und renne davon, denn das ist alles, was du hast“: Als die 14-jährige Romy im katholischen Internat Schloss Goldenstein von ihrem Vater einen Zettel mit diesen Worten erhält, kann sie mit dem Inhalt nichts anfangen. Doch sie wird ihn hüten wie einen Schatz – bis zum bitteren Ende. Eine eigentliche Kindheit war Romy nicht vergönnt. Von den beruflich stark geforderten Eltern abgeschoben, verbrachte sie die Ferien bei den Großeltern in der Nähe von Berchtesgaden – abgeholt vom Fahrer in der Staatskarosse mit dem Stern. Weshalb die 16-jährige Romy sogleich einverstanden ist, an der Seite ihrer Mutter den ersten Film zu drehen: „Wenn der weiße Flieder wieder blüht.“
Nur wenig später beginnt mit der Darstellung der Kaiserin Elisabeth von Österreich eine über den deutschsprachigen Raum hinaus beispiellose Leinwand-Karriere, die aus der Tochter des bekannten und seit geraumer Zeit getrennten Schauspieler-Paars Magda und Wolf Albach-Retty auch ohne eine einzige Ausbildungsstunde einen Weltstar macht: Romy „Sissi“ Schneider...
Benedikt Röskau und Torsten C. Fischer erzählen Romy Schneiders Leben in Rückblenden, aber nicht gänzlich vom schrecklichen Ende aus. So bleibt bis zum Schluss die Spannung gewahrt, und zwar auf den Film, nicht auf die Biographie der Titelheldin. Welche beim Publikum als bekannt vorausgesetzt werden kann bis hin zu einzelnen, hier in Schwarz-Weiß nachgestellten Szenen und Bildern, die sich festgebrannt haben in der (Film-) Geschichte und im Bewusstsein der Zuschauer.
Der Frauenheld Alain Delon, die harte Theater-Schule Luchino Viscontis, die Sehnsucht nach einem gemeinsamen Wiener Kaffeehaus-Geplauder mit beiden getrennt lebenden Elternteilen, die wiederholt fatale Entscheidung für den falschen Mann als Begründer und Beschützer der so sehnlichst erhofften, weil in der eigenen Kindheit vermissten familiären Geborgenheit, die Abwehr gnadenloser Paparazzi, die beide Trauerfeiern, die für ihren Vater wie die für ihren Sohn, zur grausamen Farce werden lassen, die Hilflosigkeit gegenüber der Journaille, die sich in der Klinik bestochener Krankenschwestern bedient, um an Bilder des toten David oder der an der Niere operierten Romy zu kommen – Jessica Schwarz, man kann es nicht anders ausdrücken, arbeitet sich an der Figur Romy Schneider ab.
Aber mit einer selbstverständlichen Souveränität, die unerwartet kommt – und umso mehr beglückt. Sie hat keine Chance, neue Facetten beizusteuern, also versucht sie es erst gar nicht. Jessica Schwarz spielt Romy Schneider – aber bleibt dabei ganz Jessica Schwarz. Gut so! Uraufführung der TV-Produktion war am 27. Oktober 2009 im Delphi Filmpalast Berlin.
Pitt Herrmann