Summary
Things are once again getting chaotic in Niederkaltenkirchen: The local king of grilled fish is found dead—of all places, on the grounds of the town's new golf club. For village police officer Franz Eberhofer, the quiet life he enjoys is officially over. Along with his buddy Rudi Birkenberger, he begins investigating and soon finds himself caught in the middle of a feud between two rival festival clans, where old grudges, and plenty of village gossip all come into play. There is also no shortage of trouble at the Eberhofer family farm. Grandma is away at a health retreat, a new housekeeper turns the household upside down, and Franz must juggle the murder investigation with the challenges of fatherhood, while his partner Susi is caught up in a campaign to become mayor. Between local politics and family chaos the investigation leads deep into the darker corners of Niederkaltenkirchen.
The tenth installment in the Eberhofer crime series, based on the novels by Rita Falk.
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Die Ermordung des örtlichen Steckerlfischkönigs, dessen Leiche ausgerechnet auf dem neu errichteten Golfplatz gefunden wird, ein Nacktschnecken-Tsunami im naturgemäß immer noch nicht fertigen Neubau, testosterongesteuerte nächtliche Mopedparaden unter aktiver Beteiligung der Polizei und ein behördlicher Litfaßsäulenvandalismus zur Verhinderung gewalttätiger Auseinandersetzungen im Wahlkampf sind nur einige der Ingredienzien dieser einmal mehr höchst amüsanten Dorfgeschichte, die auf den zweiten Blick durchaus realistisch-kritische, ja tragikomische Züge trägt.
Und die Vorfreude auf den nach „Dampfnudelblues“ (2013) dann elften weiß-blauen Streifen weckt, mit dem Sebastian Bezzel dann „Winnetou“ Pierre Brice überholen würde – rein statistisch gesehen. Daran, dass Rita Falk, 1964 in Oberammergau geboren, in München und Landshut aufgewachsen, weitere Niederkaltenkirchener Schpompanadeln (zu hochdeutsch „Dummheiten“) ausgehen, ist nicht zu denken. Seit gut einem Dutzend Jahren sprüht die Gattin eines Münchner Polizisten und Mutter dreier inzwischen erwachsenen Kinder geradezu vor Ideenreichtum, was „ihren“ Regisseur Ed Herzog auch diesmal zu hohem Tempo bis hin zur Atemlosigkeit verdonnert. Vielleicht ist „Steckerlfischfiasko“ nicht der beste Film der Reihe, der einige liebgewonnene Figuren links liegen lässt, dafür setzen die „Neuen“ frische Akzente.
Als der Steckerlfischkönig Paulus ermordet worden ist, gerät als erstes seine Fischbuden-Konkurrenz ins Visier des Superschnüffler-Dreamteams aus dem lederjackenbewehrten Dorfpolizisten Franz Eberhofer und seinem selbsternannten Hilfssheriff Rudi Birkenberger: Die Dottingers um ihre taffe Mutter (ein Ereignis: Petra Berndt) als umtriebige Clanchefin, die selbst auf ihr schwärzestes Schaf Clemens nichts kommen lässt. Das mit der weltgewandten Tessa Paulus für „Romeo und Julia auf dem Dorfe“-Feeling sorgt.
Ob mit oder ohne Stock: Nicht nur der Fisch stinkt hier vom Kopf her, sondern auch Rudi, der „auf dem Parkplatz vor sich hin kompostiert“: Um Nebenkosten zu sparen, hat er seine Wohnung weitervermietet und haust seither in seinem Auto – mit erheblichen olfaktorischen Folgen. Auch sonst läuft im Dorfleben manches anders als gewohnt. So ist der Stammtisch des Wirts Wolfi verwaist, seit sich die Eberhofer-Spezl Heizung-Sanitär Flötzinger und Metzger Simmerl im schicken Bistro des neuen Golfplatzes, der mit Marek Bufka sogar über einen eigenen Marshall verfügt, zum „Networken“ treffen.
„Frühstück ist Familienzeit“ propagiert Susanne Gmeinwieser, dem Franz seine Susi, als frischgebackene Influencerin. Tritt sie doch in der anstehenden Wahl des Bürgermeisters gegen den langjährigen Amtsinhaber, ihren Chef Bernd Gassner („Der Bernd burnt“), an, unterstützt nur von ihrer ebenfalls unter dessen Chauvi-Allüren leidenden Kollegin und Freundin Jessy. Weshalb „Hammerfrau“ Susi nun auch männliche Hilfe einfordert: „Franz, wir haben eine Vereinbarung! Ich hab‘ deine Karriere immer engagiert unterstützt“.
Der steht ihren emanzipatorischen Anwandlungen jedoch ebenso skeptisch gegenüber wie dem aus seiner Sicht höchst unmännlichen Wunsch seines zehnjährigen Sohnes Paul (Pelle Küffner), Ballettunterricht zu nehmen für eine Schulaufführung, bei der der Papa auch noch als Baum mittanzen soll. Dafür ist Franz wie der Papa und der Leopold ganz vernarrt in die attraktive ungarische Haushaltshilfe Julika, die für die Zeit der „sauteuren“ Kur der Oma auf dem Eberhofer-Hof für Ordnung sorgen soll…
Pitt Herrmann