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Alle Fotos (13)Biografie
Seyneb Saleh wurde am 25. Dezember 1987 in Aalen geboren und wuchs unter anderem in Casablanca (Marokko) und Bremen auf. Nach dem Abitur 2007 nahm sie Gesangsunterricht und studierte von 2008 bis 2012 Schauspiel an der Berliner Universität der Künste (UdK); 2010 erhielt sie ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes.
Ab 2008 stand Saleh, unter anderem im Rahmen ihrer Ausbildung, in zahlreichen szenischen Lesungen und Theaterinszenierungen auf der Bühne. 2011 wurde sie mit dem 2. Ensemblepreis des 22. Schauspielschultreffens deutschsprachiger Schauspielschulen in Hamburg ausgezeichnet. Im Filmbereich hatte Saleh zunächst kleinere Auftritte in Joya Thomes Kurzfilm "Diesmal ist es anders" (2009) und Tatjana Turanskyjs "Eine flexible Frau" (2009). Rudolf Thome engagierte sie für eine Hauptrolle in seiner Dreiecksgeschichte "Das rote Zimmer", die auf der Viennale 2010 Premiere feierte. Im Jahr darauf hatte Saleh eine weitere Kinorolle in dem Road-Movie "Offroad", das Anfang 2012 in die deutschen Kinos kam.
Nach ihrem Abschluss erhielt Saleh ihr erstes Festengagement 2012 am Schauspielhaus Graz (Österreich). Danach war sie von 2015 bis 2017 festes Ensemblemitglied am Wiener Volkstheater.
Neben der Bühnentätigkeit arbeitete sie immer wieder auch für Film, Fernsehen und Streaming-Plattformen. Unter anderem sah man sie in dem Kinofilm "umsonst", der auf der Berlinale 2014 in der Sektion Forum Expanded Premiere feierte. Im Jahr 2018 spielte sie neben Alexander Skarsgård und Paul Rudd eine Hauptrolle in dem britisch-deutschen Neo-Noir-Science-Fiction-Film "Mute".
2019 kehrte Seyneb Saleh aus Österreich nach Deutschland zurück und war bis 2022 festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover, danach gastierte sie bis 2025 am Deutschen Theater Berlin.
Parallel dazu übernahm sie in der ersten Staffel der Krimiserie "Jenseits der Spree" (2021) eine Hauptrolle als Kommissarin, die in der ersten Episode der zweiten Staffel zu Tode kommt. Ebenfalls 2021 sah man sie in dem Kinofilm "Toubab", eine Tragikomödie über einen jungen Senegalesen, der durch eine Scheinehe mit seinem besten deutschen Freund der Abschiebung entgehen will; Saleh spielte in dem Film eine lesbische Araberin, in die die Hauptfigur sich verliebt. Für diesen Part wurde sie mit dem Deutschen Schauspielpreis in der Kategorie "dramatische Nebenrolle" ausgezeichnet (obgleich der Film eher Komödie als Drama war).
2022 erschien die Streaming-Thrillerserie "Munich Games", mit Saleh in der weiblichen Hauptrolle einer deutsch-libanesischen LKA-Beamtin. Zusammen mit ihrem Co-Star Yousif Sweid erhielt sie für diese Rolle eine neuerliche Nominierung für den Deutschen Schauspielpreis, diesmal in der Kategorie Bestes Duo. Eine Kino-Hauptrolle spielte sie in dem Drama "Was von der Liebe bleibt" (2023) als Deutschtürkin, die einem mysteriösen Mordanschlag zum Opfer fällt. In der preisgekrönten Anthologie Serie "Uncivilized" (2024) spielte Saleh eine Hauptrolle in der Episode "9/11", über die Nachwirkungen des Terroranschlags von 11. September 2001 – und wurde für ihre Leistung mit dem Deutschen Schauspielpreis in der Kategorie Beste episodische Rolle ausgezeichnet.
Eine weitere Kino-Hauptrolle spielte Seyneb Saleh in "Sabbatical" (2024), einem in Griechenland spielenden Familien- und Beziehungsdrama von Judith Angerbauer, das Anfang 2026 in den deutschen Kinos startete.