Lina Beckmann, Source: schumacher PR, © Jeanne Degraa
Lina Beckmann

40. Geburtstag: Lina Beckmann

Am Theater war Lina Beckmann das, was man einen Shooting Star nennt: Mit kaum 30 Jahren gewann sie 2011 den renommierten Alfred-Kerr-Preis und wurde von der Fachzeitschrift "Theater heute" zur Schauspielerin des Jahres gekürt. Seit 2015 gehört sie dem Ensemble des Deutschen Schauspielhaus Hamburg an, wo sie ebenfalls mehrfach preisgekrönt wurde. Im Kino hingegen übernahm Beckmann zunächst nur kleinere Rollen, obwohl sie mit ihrem Charisma zwischen Schlitzohrigkeit und resoluter Entschlusskraft, ihren prägnant blauen Augen und ihrer schieren Präsenz wie gemacht ist für die große Leinwand. Der Durchbruch gelang ihr 2017 in der Hauptrolle von Lola Randls Komödie "Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?": für ihre Verkörperung einer Karriere- und Familienfrau, die auf einmal eine (eingebildete?) Doppelgängerin hat, erhielt Beckmann den Deutschen Schauspielpreis und den Preis der deutschen Filmkritik. Die männliche Hauptrolle spielte ihr Ehemann Charly Hübner, mit dem sie auch vor der Kamera mehrfach ein wunderbar eingespieltes Team abgab, etwa in Adolf Winkelmanns Ruhrpott-Milieustudie "Junges Licht" und der Tragikomödie "Magical Mystery". Trotz solcher Erfolge bleibt Lina Beckmann eine Frau des Theaters und macht sich auf der Kinoleinwand eher rar – was jedes Wiedersehen umso schöner macht! Am 21. April hat sie ihren 40. Geburtstag, zu dem wir herzlich gratulieren!

Aktuelles

Im April und Mai jagt ein wichtiges Dokumentarfilmfestival das nächste: Vom 15. bis 25. April findet Visions du Réel in Nyon statt, gefolgt von CPH:DOX in Kopenhagen (21. April bis 12. Mai). Den Abschluss macht Hot Docs vom 29. April bis 9. Mai. Deutsche Filme sind in sämtlichen Line-ups stark vertreten, die beeindruckende Präsenz zieht sich durch alle Sektionen.

Mit seinem neuen Streamingkanal DFF Kino+ offeriert das DFF – Deutsches Filminstitut und Filmmuseum künftig regelmäßig Streamingangebote online: Ausgewählte Filme, Filmgespräche und Vorträge können auf dff.cinemalovers.de angeschaut werden.

Doris Dörrie dreht eine Culture-Clash-Komödie im Freibad, Chris Kraus inszeniert die Fortsetzung von "4 Minuten", die Samdereli-Schwestern widmen sich dem Schicksal der somalischen Sprinterin Samia Yusuf Omar, Charly Hübner führt erstmals Regie bei einem Spielfilm, Dokumentarfilme würdigen Werner Herzog zum 80. Geburtstag und begleiten Lars Eidinger zu "Jedermann" nach Salzburg und nach Hollywood, Julia von Heinz inszeniert die Drama-Serie "Eldorado KaDeWe" und Horse & Fruits entwickelt den Stoff für eine Serie über ein Kind, das zur Hälfte ein Alien ist.

Die Laufzeiten der einzelnen Förderlinien des Rettungs- und Zukunftsprogramms NEUSTART KULTUR können bis Ende 2022 verlängert werden. Dies hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner gestrigen Sitzung zum Nachtragshaushalt 2021 beschlossen.

Am gestrigen 21. April 2021 ist der Schauspieler und Synchronsprecher Thomas Fritsch in München gestorben. Er wurde 77 Jahre alt.