Marie-Lou Sellem

Marie-Lou Sellem

Darstellerin, Regie-Assistenz
*19.06.1966 Göttingen

Biografie

Marie-Lou Sellem, geboren am 19. Juni 1966 in Göttingen als Tochter eines Franzosen und einer Deutschen, wuchs als Kind mehrere Jahre im französischen Rennes auf. Nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der Essener Folkwang Hochschule. Ihr erstes Theaterengagement erhielt sie 1988 an der Philharmonie Essen.

Ein Jahr später gab sie ihr Filmdebüt als "Tochter von Goebbels" in Christoph Schlingensiefs "100 Jahre Adolf Hitler – Die letzte Stunde im Führerbunker". Nach Engagements an diversen Theatern (unter anderem Theater Basel und Volksbühne Berlin) sorgte sie 1997 mit ihrer Rolle in Tom Tykwers Ensemble-Drama "Winterschläfer" für Aufmerksamkeit.

Es folgten mehrere Auftritte in Fernsehproduktionen wie der Komödie "Die hohe Kunst des Seitensprungs" (1998), dem Thriller "Unschuldige Biester" (1999) oder dem Krimi "Kill me softly" (2000), bevor Marie-Lou Sellem in der Kinosaison 2001/2002 in gleich drei hoch gelobten Filmen zu sehen war: Ihre Leistungen in dem Drama "Mein Bruder, der Vampir", der Coming-of-age-Geschichte "Nichts bereuen" und dem Kinderfilm "Hilfe, ich bin ein Junge" brachten ihr beim Deutschen Filmpreis 2002 eine Nominierung als Beste Nebendarstellerin ein.

Von Nebenrollen in Péter Palátsiks Beziehungskomödie "Irgendwas ist immer" (2003) und Angela Schanelecs meditativem Drama "Marseille" (2004) abgesehen, spielte Marie-Lou Sellem in den folgenden Jahren vor allem in Fernsehproduktionen – dies jedoch mit beachtlichem Erfolg. Nach einer Hauptrolle in der TV-Komödie "Lottoschein ins Glück" (2003) sah man die Schauspielerin im selben Jahr in Nebenrollen in den TV-Liebeskomödien "Wie man seinen Ex verlässt" und "Mr. und Mrs. Right".

2005 spielte sie in vier Folgen der Krimiserie "Die Gerichtsmedizinerin" die Rolle der Dr. Carmen Konrad, im Jahr darauf wirkte sie in dem Psychothriller "Dornröschen erwacht" an der Seite von Nadja Uhl, Ulrich Tukur und Misel Maticev mit, gefolgt von der Rolle der Dr. Anna Jacobi in 32 Folgen der Serie "Notruf Hafenkante" (2007).

Daneben spielte Sellem in mehreren Folgen der Krimi-Reihe "Tatort". 2007 besetzte Franz Müller sie dann wieder in einer Kinohauptrolle: In "Die Liebe der Kinder", der 2009 auf dem Münchner Filmfest Premiere feierte und im Sommer 2010 in die Kinos kam, verkörperte Marie-Lou Sellem eine einsame Akademikerin und Mutter, die mit einem Mann aus einfachen Verhältnissen eine Patchwork-Familie gründet – bis dessen Sohn sich in ihre Tochter verliebt.

In den Jahren danach sah man Sellem nur vereinzelt in Kinoproduktionen. So spielte sie in dem vielfach preisgekrönten Drama "Am Himmel der Tag" (2012) eine kleinere Nebenrolle als Frauenärztin der ungewollt schwangeren Hauptfigur, war in Caroline Links Vater-Sohn-Drama "Exit Marrakech" (2013) die Mutter der jugendlichen Hauptfigur und in dem modernen Märchenfilm "Aschenbrödel und der gestiefelte Kater" (2013) die Mutter des kindlichen Helden.

In erster Linie konzentrierte Marie-Lou Sellem sich auf ihre umfangreiche Fernseharbeit. So gehörte sie als Polizeipsychologin zum großen Ensemble des Thrillers "Blutadler" (2012; dieselbe Rolle spielte sie auch 2010 in "Wofsfährte" und 2015 in "Brandmal"). In dem Drama "Bis zum Ende der Welt" (2014) gab sie eine Kripo-Beamtin, die aus Angst vor Ressentiments ihrer Kollegen ihre Roma-Herkunft verheimlicht. Leichterer Stoff war Vivian Naefes Komödie "Zeit der Zimmerbrände" (2014), in der Sellem die neue Liebe eines schlitzohrigen Amerika-Heimkehrers (Uwe Ochsenknecht) spielte. Außerdem hatte sie Gastrollen in Serien ("Soko Köln", "Ein Fall für zwei") und in Krimireihen wie "Mordkommission Istanbul" und "Kommissar Dupin". Eine wiederkehrende Rolle spielte Sellem als Hamburger Kiez-Polizistin in der Fernsehfilm-Reihe "Der Hafenpastor".

Nach einem kleinerem Kinoauftritt als "Integrationsbeauftragte" in der satirischen Neonazi-Komödie "Heil" (2015) sah man Marie-Lou Sellem 2016 wieder in einer Hauptrolle auf der Kinoleinwand: In dem Drama "Looping" verkörperte sie eine haltlose Frau, die in einer psychiatrischen Klinik eine in jeder Hinsicht intensive Beziehung zu zwei anderen Frauen aufbaut.

Filmografie

2016/2017 Viel zu nah
Darsteller
 
2016/2017 Casting
Darsteller
 
2015/2016 Zorn Gottes
Darsteller
 
2015/2016 Looping
Darsteller
 
2015/2016 Die Geschwister
Darsteller
 
2015-2017 LOMO - The Language of Many Others
Darsteller
 
2015-2017 Club Europa
Darsteller
 
2014/2015 Brandmal
Darsteller
 
2014/2015 Heil
Darsteller
 
2014/2015 Ihr Sohn
Darsteller
 
2013/2014 Spielt keine Rolle
Darsteller
 
2012/2013 Aschenbrödel und der gestiefelte Kater
Darsteller
 
2012/2013 Exit Marrakech
Darsteller
 
2012 Zauberberg
Darsteller
 
2012 Borowski und der freie Fall
Darsteller
 
2011/2012 Am Himmel der Tag
Darsteller
 
2009/2010 Vergissmeinnicht
Darsteller
 
2009-2011 Für immer 30
Darsteller
 
2008/2009 Gangs
Darsteller
 
2008/2009 Die Seele eines Mörders
Darsteller
 
2008 Sterben statt erben
Darsteller
 
2007-2009 Die Liebe der Kinder
Darsteller
 
2006/2007 Früher oder später
Darsteller
 
2006 Der Tag des Jägers
Darsteller
 
2005/2006 Leben mit Hannah
Darsteller
 
2005/2006 Revanche
Darsteller
 
2005 Dornröschen erwacht
Darsteller
 
2003/2004 Marseille
Darsteller
 
2003/2004 Gipfelstürmer
Darsteller
 
2003 Irgendwas ist immer
Darsteller
 
2002 Der Rattenkönig
Darsteller
 
2001/2002 Hilfe, ich bin ein Junge!
Darsteller
 
2001 Die schöne Fremde
Darsteller
 
2001 99euro-films
Darsteller
 
2001 Mein Bruder der Vampir
Darsteller
 
2000/2001 Nichts bereuen
Darsteller
 
2000 Mauer des Schweigens
Darsteller
 
2000 Mörderischer Doppelgänger - Mich gibt es zweimal
Darsteller
 
2000 Stundenhotel
Darsteller
 
1999 Ein Vater im Alleingang
Darsteller
 
1997/1998 Todesbote
Darsteller
 
1997/1998 Ein Hauch von Hollywood
Darsteller
 
1997/1998 Plätze in Städten
Darsteller
 
1997 Schlüssel zum Mord
Darsteller
 
1997 Pi - Die Polizistin
Darsteller
 
1996/1997 Winterschläfer
Darsteller
 
1988/1989 100 Jahre Adolf Hitler. Die letzte Stunde im Führerbunker
Darsteller
 
1987/1988 Mutters Maske
Script
 

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