Bibiana Beglau
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Bibiana Beglau, geboren am 8. Juli 1971 in Braunschweig, besuchte eine Waldorfschule und absolvierte eine Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Ihr erstes Engagement erhielt sie 1996 am Schauspielhaus Düsseldorf, wo sie bis 1998 tätig war. Danach stand sie unter anderem am Schauspielhaus Hamburg, dem Kampnagel Hamburg, in der Berliner Baracke, am Schauspielhaus Zürich, an der Berliner Schaubühne und dem Wiener Burgtheater in zahlreichen Inszenierungen klassischer und moderner Stücke auf der Bühne. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Christoph Schlingensief (u.a. "Hamlet", 2001/2002), Frank Castorf (u.a. "Trauer muss Elektra tragen", 2003) und Falk Richter (u.a. "Drei Schwestern", 2007-2009) zusammen und wurde 2008 mit dem Ensemble des Schauspielhaus Zürich für die Leistung in "Macbeth" mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Seit 2009 gehört Beglau zum Ensemble des Hamburger Thalia Theaters.
Ihr Debüt als Filmschauspielerin gab Bibiana Beglau 1994 in Matti Geschonnecks TV-Thriller "Der Mörder und sein Kind" an der Seite von Ulrich Tukur und Ulrich Matthes. Es folgten regelmäßige Haupt- und Nebenrollen in weiteren Fernsehproduktionen wie "Gegen den Strom" (1997), "Der Briefbomber" (2000), "Nachtangst" (2004) oder Dieter Wedels Zweiteiler "Gier" (2010) sowie in einer Reihe von "Tatort"-Folgen.
Im Kino erregte Beglau nach Auftritten in frühen Kurzfilmen von Janek Rieke ("Frank", 1999) und Hans Weingartner ("Doppelpass", 2000) gleich mit ihrer ersten Rolle in einem abendfüllenden Film großes Aufsehen: In Volker Schlöndorffs Berlinale-Beitrag "Die Stille nach dem Schuß" (2000) spielte sie die (fiktive) RAF-Terroristin Rita Vogt und wurde für ihre Leistung gemeinsam mit Nadja Uhl prompt mit dem Silbernen Bären als Beste Darstellerin geehrt.
Weitere viel beachtete Kinorollen hatte sie in den Jahren danach in dem Freundschaftsdrama "Birthday" (2001), in dem ihre Figur an ihrem 30. Geburtstag Selbstmord begehen will, in Schlöndorffs hoch gelobtem "Der neunte Tag" (2004), als Schwester eines Priesters auf KZ-"Freigang", und in dem mehrfach preisgekröntem Drama "Kammerflimmern" (2004,) als Notärztin mit dem vielsagenden Namen "Dr.Tod".
Für ihre eindringliche Verkörperung einer Mutter, die ihren siebenjährigen, am Tod einer Spielkameradin schuldigen Sohn vor der Polizei schützen will, in "Unter dem Eis" (2005) erhielt Beglau den Grimme-Preis. Im gleichen Jahr spielte sie in "3 Grad kälter" eine Frau, deren Leben durch das plötzliche wiederauftauchen ihres vor Jahren verschwundenen Freundes aus der Bahn geworfen wird.
Trotz solcher Erfolge machte sie sich auf der Kinoleinwand danach eher rar. Zuletzt sah man Beglau in dem psychologischen Thriller "Was du nicht siehst" (2009) mit Alice Dwyer und in dem Horrorfilm "Der letzte Angestellte" (2010) an der Seite von Christian Berkel.
Filmografie
| 2009/2010 |
Königskinder Darsteller |
| 2009/2010 |
Gier Darsteller |
| 2009/2010 |
Der letzte Angestellte Darsteller |
| 2008/2009 |
Was Du nicht siehst Darsteller |
| 2005 |
Monte Klamotte - Eine Expedition zum Berliner Schuldenberg Mitwirkung |
| 2005 |
Unter dem Eis Darsteller |
| 2004/2005 |
3 Grad kälter Darsteller |
| 2004-2006 |
Der große Schlaf Darsteller |
| 2004 |
Gefährliches Schweigen Darsteller |
| 2003/2004 |
Kammerflimmern Darsteller |
| 2003/2004 |
Sechs zum Essen Darsteller |
| 2003/2004 |
Der neunte Tag Darsteller |
| 2003 |
Mietsache Darsteller |
| 2003 |
Nachtangst Darsteller |
| 2001/2002 |
Verrat Darsteller |
| 2001/2002 |
Ten Minutes Older - The Cello Darsteller |
| 2000/2001 |
Birthday Darsteller, Musik |
| 2000 |
Doppelpass Darsteller |
| 1999/2000 |
Die Stille nach dem Schuß Darsteller |
| 1999 |
No Sex Darsteller |
| 1996/1997 |
2 1/2 Minuten Darsteller |



