Nachts auf den Straßen

Nachts auf den Straßen

BR Deutschland 1951/1952, Spielfilm

Inhalt

Der Fernfahrer Heinrich Schlüter nimmt eines Nachts, nachdem er einem Verkehrstoten das Geld abgenommen hat, die Anhalterin Inge mit, die ihm bald darauf Avancen macht. Schlüter, glücklich verheiratet, widersteht (noch), aber als er die junge Frau einige Tage später wieder sieht, kann er sich nicht mehr zügeln.

Er verliebt sich in Inge, macht ihr teure Geschenke, führt sie aus. Damit macht er sich jedoch erpressbar, denn eines Tages erscheint der Freund des Mädchens und zwingt Schlüter, für einen Einbruch seinen Laster zur Verfügung zu stellen. Der Fernfahrer lässt sich zunächst darauf ein, provoziert dann aber einen Unfall, wodurch die Einbrecher gefasst werden. Voller Reue und geläutert kehrt Schlüter zu seiner Frau zurück.

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Der Pelzmantel

Wovon träumten Frauen in den frühen fünziger Jahren im langsam erwachenden Wirtschaftswunder der Bundesrepublik? Vielleicht von einem Pelzmantel? So geht es auch Anna Schlüter (wohltuend dezent Lucie Mannheim), aber ihr Mann, der Heinrich (Hans Albers in Lederjacke), ist eben nur Fernfahrer und hat kein Geld für solche Sperenzien. Dann kommt er an eine Unfallstelle, findet viel Geld, hebt es auf - und gibt es aus. Der grundehrliche Heinrich! Sie bekommt ihren Pelzmantel und kann nur noch stottern: "Von sowas kann man träumen, aber haben, haben muss man es nicht". "Haben" aber möchte ihr Mann auch die Anna (Hildegard Knef), die er als Anhalterin mitnimmt und in die er sich verliebt. Heinrich glaubt ihr zwar jedes Wort, doch ist sie ein Gangsterliebchen. Als auch sie sich in ihn verliebt, wird die Sache kompliziert. Aber Albers wäre nicht Albers, wenn nicht doch alles auf die Reihe kommt: Anna kriegt ein paar saftige Ohrfeigen, die Gangster gehen hinter Gitter, Heinrich gibt das Geld zurück, Mama hat sich aufgefrischt und den Pelzmantel retourniert, Papa kommt an den heimischen Herd zurück. - Die Träume der frühen Fünfziger sind Schäume. Man will haben, aber die Seligkeit bleibt aus. Käutners Zeigefinger! Dennoch ist das Drehbuch geschickt gestrickt. Albers ist nicht mehr der unangefochtene Held und darf weiter für den "Wiederaufbau" (Vorspann!) fahren. Nur - dass er ausgerechnet zur Knef "Mein Kleines" sagt, das wirkt nun wirklich unfreiwillig komisch.

Credits

Regie:Rudolf Jugert
Drehbuch:Fritz Rotter, Helmut Käutner
Kamera:Václav Vích
Schnitt:Fritz Stapenhorst
Musik:Werner Eisbrenner
  
Darsteller: 
Hans AlbersHeinrich Schlüter, Fernlastfahrer
Hildegard KnefInge Hoffmann
Lucie MannheimAnna Schlüter
Marius GoringKurt Willbrand
Heinrich GretlerCarl Falk, Spediteur
Karin AndersenLieschen Brunnhuber
Peter Martin UrtelMartin Brunnhuber
Gertrud WolleFrau Jaguweit
Hans ReiserFranz, ihr Sohn
Wolf AckvaKlatte, Inhaber der Broadway-Bar
Johanna KönigTänzerin in der Broadway-Bar
Hans Zesch-BallotKriminalinspektor Busch
Renate Feuereisen
Else Mental
Maria Riffa
Heinz Berg
Hans Elwenspoek
Kurt Hinz
Hans Pössenbacher
Margot Hielscher
  
Produktionsfirma:NDF Neue Deutsche Filmgesellschaft mbH (München-Geiselgasteig), Intercontinental Filmgesellschaft (München)
Produzent:Erich Pommer

Alle Credits

Regie:Rudolf Jugert
Regie-Assistenz:Fritz Stapenhorst
Drehbuch:Fritz Rotter, Helmut Käutner
hat Vorlage:Fritz Rotter (Filmnovelle)
Kamera:Václav Vích
Kamera-Assistenz:Bertl Höcht
Optische Spezialeffekte:Theodor Nischwitz
Bauten:Ludwig Reiber, Rudolf Pfenninger
Maske:Jupp Paschke, Georg Jauss
Kostüme:Bessie Becker
Schnitt:Fritz Stapenhorst
Ton:Walter Rühland
Musik:Werner Eisbrenner
Gesang:Margot Hielscher
  
Darsteller: 
Hans AlbersHeinrich Schlüter, Fernlastfahrer
Hildegard KnefInge Hoffmann
Lucie MannheimAnna Schlüter
Marius GoringKurt Willbrand
Heinrich GretlerCarl Falk, Spediteur
Karin AndersenLieschen Brunnhuber
Peter Martin UrtelMartin Brunnhuber
Gertrud WolleFrau Jaguweit
Hans ReiserFranz, ihr Sohn
Wolf AckvaKlatte, Inhaber der Broadway-Bar
Johanna KönigTänzerin in der Broadway-Bar
Hans Zesch-BallotKriminalinspektor Busch
Renate Feuereisen
Else Mental
Maria Riffa
Heinz Berg
Hans Elwenspoek
Kurt Hinz
Hans Pössenbacher
Margot Hielscher
  
Produktionsfirma:NDF Neue Deutsche Filmgesellschaft mbH (München-Geiselgasteig), Intercontinental Filmgesellschaft (München)
Produzent:Erich Pommer
Co-Produzent:Harald Braun
Produktionsleitung:Georg Richter, Kurt Hartmann
Aufnahmeleitung:Hermann Höhn
Länge:3050 m, 111 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 11.01.1952, 03692, ab 16 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 15.01.1952, Frankfurt am Main, Turm-Palast

Titel

Originaltitel (DE) Nachts auf den Straßen

Fassungen

Original

Länge:3050 m, 111 min
Format:35mm, 1:1,37
Bild/Ton:s/w, Ton
Prüfung/Zensur:FSK-Prüfung (DE): 11.01.1952, 03692, ab 16 Jahre / feiertagsfrei
Aufführung:Uraufführung (DE): 15.01.1952, Frankfurt am Main, Turm-Palast
 

Auszeichnungen

Deutscher Filmpreis 1953
Beste Drehbuchautoren, Beste Drehbuchautoren
Regiepreis in Gold, Beste Regie
Wanderpreis Goldener Leuchter, Bester abendfüllender Spielfilm