Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Ton, Musik, Produzent
Homburg (Saarland)

Biografie

Philip Scheffner, geboren am 28. Mai 1966 in Homburg/Saar und lebt seit 1986 in Berlin. Von 1991 bis 1999 war er Mitglied der Berliner Autorengruppe und Produktionsfirma "dogfilm". 2001 folgte die Gründung der Medien-Plattform und Produktionsfirma "pong" zusammen mit Merle Kröger. Seit 2001 widmete er sich verstärkt Arbeiten im Bereich experimentelle Musik/Klangkunst. Sein erster langer Film "The Halfmoon Files" setzte sich experimentell mit Schallplattenaufnahmen aus dem Jahr 1916, gesprochen von einem indischen Kriegsgefangenen in Deutschland, auseinander. Die Arbeit daran setzte er im Rahmen eines Ausstellungsprojekts fort.

Sein Dokumentarfilm "Der Tag des Spatzen" feierte 2010 im Forum der Berlinale Premiere: der "politische Naturfilm" verzahnt ornithologische Beobachtungen mit Bildern von Kriegen und Truppenübungsplätzen – Orte, die wiederum gänzlich unbemerkt von Vögeln als Lebensraum genutzt werden.

Auch Scheffners nachfolgender Film "Revision" (2012) wurde auf der Berlinale uraufgeführt. Die Dokumentation nimmt sich des Falls zweier Männer an, die 1992 bei einem angeblichen Jagdunfall auf einem Feld nahe der deutsch-polnischen Grenze erschossen wurden.

Beim Filmfest München wurde  Scheffner für "Revision" mit dem Fritz Gerlich Preis ausgezeichnet; beim Wiesbadener Filmfestival goEast erhielt der Film den Dokumentarfilmpreis. Im September 2012 startete "Revision" in den deutschen Kinos. Im Jahr darauf folgte ein weiterer Preis: beim Festival Film+ zeichnete die Jury Philip Scheffner für den Besten Schnitt aus.

Vier Jahre später wurden im Forum der Berlinale 2016 gleich zwei Dokumentarfilme Scheffners uraufgeführt: In "And-Ek Ghes..." (Kinostart: September 2016) porträtierte er eine befreundete Roma-Familie, die von Rumänien nach Berlin übersiedelt. Für den experimentellen Dokumentarfilm "Havarie" (2016) zerdehnte er ein dreieinhalbminütiges YouTube-Video, bei dem ein Passagier eines Kreuzfahrtschiffs ein auf offener See treibendes Flüchtlingsboot gefilmt hatte, auf 90 Minuten. Der Film, mitten während der sogenannten "Flüchtlingskrise" entstanden und uraufgeführt, erregte bei der Berlinale viel Aufsehen und wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen. Bei der Duisburger Filmwoche 2016 erhielt er den ARTE-Dokumentarfilmpreis. Im Januar 2017 kam "Havarie" regulär in die deutschen Kinos.

 

FILMOGRAFIE

2017/2018
  • Schnitt
2015/2016
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
2015/2016
  • Regie
  • Drehbuch
  • Schnitt
  • Ton-Design
2015
  • Schnitt
2014-2016
  • Dramaturgie
  • Produzent
2012/2013
  • Musik
  • Produzent
2011/2012
  • Regie
  • Drehbuch
  • Schnitt
2009/2010
  • Regie
  • Drehbuch
  • Schnitt
  • Ton-Design
2008
  • Musik
  • Produzent
2006/2007
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
  • Ton
  • Produzent
1994
  • Regie