Regie, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzent
Berlin Ngorongoro, Tansania

Biografie

Michael Grzimek, geboren am 12. April 1934 in Berlin als zweiter Sohn von Bernhard Grzimek, begleitete im Alter von 16 Jahren seinen Vater, der seit 1945 Direktor des Frankfurter Zoos war, bei einer Expedition an die Elfenbeinküste und drehte bereits seit dieser Zeit gemeinsam mit seinem Vater kurze bis mittellange Tier-Dokumentarfilme, darunter "Tiere ohne Feind und Furcht" (1953), "Savannen-Erlebnis" (1954) und "Ein Fabeltier fliegt nach Deutschland" (1955). Michael Grzimek erwies sich dabei früh als begabter Kameramann. Auf seine Initiative hin entstand auch die Verfilmung des erfolgreichen Buchs "Kein Platz für wilde Tiere", das Bernhard Grzimek über die Kongo-Expedition 1954 geschrieben hatte. Der abendfüllende Farbfilm wurde ein unerwarteter Erfolg, gewann bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1956 zwei Goldene Bären und wurde in 63 Ländern gezeigt, darunter auch in Staaten des Warschauer Pakts und in der Volksrepublik China.

Mit den Einnahmen aus dem Film wollten Michael und Bernhard Grzimek in Tansania Land erwerben, um es den Tierschutz-Reservaten einzugliedern. Als der Direktor der Nationalparkbehörde ihnen vorschlug, zunächst eine umfassende Tierzählung vorzunehmen, um grundlegende Daten für den Schutz des Gebietes zu gewinnen, beschlossen Vater und Sohn, für diesen Zweck fliegen zu lernen. Sie kauften eine "Dornier 27", die für ihre Zwecke ausgerüstet und in auffälligem Zebramuster bemalt wurde, und flogen im Dezember 1957 von Frankfurt nach Nairobi.

Die umfangreichen Daten, die sie sammelten, sollten zugleich Bestandteil von Michael Grzimeks Doktorarbeit im Studium der Zoologie und Naturwissenschaften werden. Außerdem arbeiteten sie an dem Filmprojekt "Serengeti darf nicht sterben".

Noch während der Dreharbeiten, am 10. Januar 1959, kollidierte das Flugzeug mit Michael Grzimek am Steuer mit einem Geier und stürzte ab. Michael Grzimek war sofort tot. Er wurde am Rande des Ngorongoro-Kraters begraben, wo heute eine Steinpyramide als Denkmal an ihn erinnert.

Der Film "Serengeti darf nicht sterben" wurde von Bernhard Grzimek fertiggestellt und ein überragender, auch internationaler Erfolg. Als erster deutscher Film wurde er 1960 mit einem Oscar ausgezeichnet.

 



FILMOGRAFIE

195?
  • Regie
1958/1959
  • Regie
  • Kamera
1955
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1954/1955
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1954
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1954
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1954
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1954
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1954
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1954
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1953
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
1951
  • Regie
  • Kamera
  • Produzent
1950
  • Regie
  • Kamera
  • Produzent