Weitere Namen
Joseph Rusnak (Schreibvariante)
Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch
Wachstroj, UdSSR (heute Tadschikistan)

Biografie

Josef Rusnak, geboren am 25. November 1958 in Tadschikistan, aufgewachsen in Pforzheim, Deutschland, nahm zunächst ein Studium der Germanistik in München auf, wechselte jedoch nach einem Jahr an die Hochschule für Fernsehen und Film, Fachbereich Dokumentarfilm. Für seinen Debütfilm "Kaltes Fieber" mit Katharina Böhm, Lisa Kreuzer, Axel Milberg und (in seiner ersten Filmrolle) Joachim Król wurde Rusnak mit dem Deutschen Filmpreis für die Beste Regie ausgezeichnet. Nach einigen Regiearbeiten für das französische Fernsehen zog er 1992 nach Los Angeles und gründete die Produktionsfirma Jump Cut Images. In den folgenden Jahren drehte er die Tragikomödie "Quiet Days in Hollywood" (USA 1995) mit der damals noch weitgehend unbekannten Hilary Swank, den Thriller "No Strings Attached" ("Bedingungslos - Im Netz der Leidenschaft", USA 1997) sowie in Deutschland die "Schimanski"-Folge "Die Schwadron" (1997, TV).

 

Seinen bislang bekanntesten Kinofilm realisierte Rusnak 1999 mit der deutsch-amerikanischen Produktion "The Thirteenth Floor": Armin Mueller-Stahl, Craig Bierko und Gretchen Mol gehörten zum Ensemble des Mystery-Thrillers über einen Computerfachmann, der eine geheimnisvolle, scheinbar virtuelle Parallelwelt entdeckt. Als Produzent fungierte Roland Emmerich, an dessen "Godzilla" Rusnak im Jahr zuvor als Second-Unit-Regisseur mitgewirkt hatte. "The Thirteenth Floor" wurde von der Kritik wohlwollend aufgenommen und etablierte Josef Rusnak als souveränen Genre-Regisseur. Mit Wesley Snipes drehte er die Actionfilme "The Contractor" (BG/UK/USA, 2007) und "The Art of War II: Betrayal" (CND 2008). Ebenfalls 2008 drehte er "It"s Alive" (USA), ein Remake des gleichnamigen Horrorklassikers von Larry Cohen aus dem Jahr 1974.

Nach dem Horrorthriller "Perfect Life" (LU/USA 2010) nahm er mit "Valerie" (D 2010) einen ruhigeren Stoff in Angriff: basierend auf dem Roman "Kleine Lichter" von Roger Willemsen schildert der Film den Versuch einer Schauspielerin (Franka Potente), ihrem im Koma liegenden Lebenspartner für die Dauer ihrer Abwesenheit eine Videobotschaft aufzunehmen. Der Film feiert 2010 beim Filmfest Hamburg Premiere und kam im September 2011 in die deutschen Kinos.

Josef Rusnak, Gründungsmitglied der Deutschen Filmakademie und seit dem Jahr 2000 Partner der Münchner Screencraft Entertainment GmbH, lebt wechselweise in Berlin und Los Angeles.

FILMOGRAFIE

2017-2019
  • Regie
2009/2010
  • Regie
1997
  • Regie
  • Drehbuch
1996/1997
  • Regie
  • Drehbuch
1983/1984
  • Regie
  • Drehbuch
1982
  • Regie-Assistenz
1980/1981
  • Regie
1980
  • Regie
  • Drehbuch