Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch, Kamera, Schnitt, Produzent
München

Biografie

Jan Michael Haft, geboren 1967 in München, hatte nach eigener Aussage schon als Kind den Wunsch, sich beruflich mit Naturthemen zu befassen. Mit zwölf Jahren drehte er seinen ersten Super8-Film: über seine Schlangen. Nach dem Zivildienst beim Landesbund für Vogelschutz studierte er Geologie, Paläontologie und Biologie in München und Würzburg. Anfang der 1990er Jahre begann er als Assistent bei Tierfilmen mitzuwirken. Bis 1995 begleitete er Naturfilmer wie Wieland Lippoldmüller (über Wasser) und Walter Sigl (unter Wasser) auf oft mehrmonatigen Drehreisen.

1996 gründete Jan Haft seine eigene Produktionsfirma nautilusTV, die 2001 zur nautilusfilm GmbH wurde. Mit ihr realisierte er seither zahlreiche Naturdokumentationen, zunächst ausschließlich fürs Fernsehen. So zum Beispiel mehrere Folgen der Reihe "Expeditionen ins Tierreich" (2003-2006) und die Dokus "Deutschlands älteste Bäume" (2007), "Der Esel - Vom Wüstentier zum Weggefährten" (2008) und "Das Kornfeld – Dschungel für einen Sommer" (2010). Auch die Region des oberbayerischen Isentals, wo er lebt, machte Haft mehrfach zum Thema seiner Arbeiten. Mit "Wildes Skandinavien – Norwegen" (2011) und "Wildes Skandinavien – Dänemark" (2011) realisierte er aber auch Dokumentationen über Gebiete außerhalb Deutschlands.

Zahlreiche Regiearbeiten und Produktionen Hafts wurden auf Naturfilmfestivals wie dem Green Screen in Eckernförde und dem NaturVision in Neuschönau preisgekrönt. Sein TV-Zweiteiler "Mythos Wald" (2008) gewann den Grand Prix beim Berg- und Abenteuerfilmfestival in Graz und erhielt auf den beiden wichtigsten Naturfilmfestivals der Welt, dem Jackson Hole Wildlife Film Festival in den USA und dem Festival Wildscreen in England, jeweils die Auszeichnung für die Beste Kamera.
Tatsächlich sind Hafts Filme von einer speziellen Ästhetik und dem Einsatz ungewöhnlicher Techniken geprägt. So hieß es in einem Porträt des NDR über seinen Stil: "Zeitlupen und Zeitraffer, Makroaufnahmen und bewegte Kamera machen für das Auge kaum sichtbare Vorgänge erlebbar und decken verborgene Zusammenhänge auf. Seine Filme lassen den Zuschauer tief in eine ihm anscheinend bekannte Welt eintauchen und ihn diese völlig neu entdecken. Dabei werden nicht nur dem Auge immer wieder neue optische Höhepunkte geboten, sondern auch scheinbar sichere Erkenntnisse in Frage gestellt."

Diese Charakterisierung trifft ebenso auf Jan Hafts Kinoarbeiten zu. Sein Debüt gab er hier mit "Das grüne Wunder - Unser Wald" (2012), dessen Produktion sich über mehrere Jahre erstreckte. Weitere Kinofilme waren "Die Nordsee - Unser Meer" (2013) und "Magie der Moore" (2015), die beide ebenfalls über Zeiträume von einigen Jahren entstanden. Daneben realisierte Haft weiterhin zahlreiche TV-Dokumentationen und Reportagen. So etwa "Wilder Rhein" (2013), "Wilde Slowakei" (2015), "Kinder der Sonne: Unsere Schmetterlinge" (2016) sowie mehrere Folgen der Doku-Reihe "Universum" (2014-2017). Bei vielen weiteren TV-Dokumentationen zeichnet er als Produzent verantwortlich.

Mit "Die Wiese - Ein Paradies nebenan" stellte Haft im April 2019 wieder einen Kinofilm vor. Darin zeigte er in seinem typischen, immersiven Stil die vielfältige Flora und Fauna auf deutschen Wildwiesen.

FILMOGRAFIE

2019/2020
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
2018/2019
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Ausführender Produzent
2016
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
2010-2015
  • Regie
  • Script
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Schnitt
2002-2013
  • Regie
  • Kamera
2006-2012
  • Regie
  • Drehbuch
  • Kamera
  • Produzent
2008
  • Regie