Inhalt
Der Dokumentarfilm nähert sich der Geschichte des Libanon ausschließlich über vorhandenes audiovisuelles Material. Aus Film- und Fernsehausschnitten, privaten Heimvideos, Fotografien und Musikaufnahmen formt sich ein vielschichtiges Bild von Beirut und dem Land über einen Zeitraum von rund 70 Jahren. Ohne chronologische Ordnung verknüpft der Film Fragmente aus Alltag, Popkultur, politischem Umbruch und künstlerischer Produktion. Die Montage folgt den Perspektiven von Bürger*innen, Filmschaffenden und Künstler*innen und zeichnet nach, wie persönliche Erinnerungen und kollektive Erfahrungen ineinandergreifen. Wiederkehrende Motive sind Aufbruch und Nähe ebenso wie Krieg, Zerstörung und Verlust. In Ermangelung eines nationalen Archivs erscheint Geschichte hier als fragmentierte Erinnerung. Der Film macht sichtbar, wie kreative Ausdrucksformen dazu beitragen, Identität zu bewahren und Vergangenheit im gegenwärtigen Erleben fortzuschreiben.
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