Slavko Popadić

Darsteller
Mostar, Bosnien Herzegowina

Biografie

Slavko Popadić wurde 1991 in Mostar, Bosnien und Herzegowina, geboren. Während des Bosnienkriegs (1992–1995) flüchtete seine Familie nach Deutschland und wurde in Köln heimisch. Von 2015 bis 2019 absolvierte Popadić ein Schauspielstudium an der Folkwang Universität der Künste. Während dieser Zeit stand er im Folkwang Theaterzentrum sowie in der Zeche 1 des Schauspielhaus Bochum auf der Bühne. 

Nach seinem Abschluss konzentrierte sich Slavko Popadić vor allem auf die Arbeit vor der Kamera. Sein Kinodebüt gab er in der queeren Teenage-Liebesgeschichte "Bonnie & Bonnie" (2019) als älterer Bruder der Hauptfigur. Ebenfalls 2019 sah man ihn in zwei Episoden der Skylines-Serie als kleinkriminellen Hooligan sowie in der Berliner "Tatort"-Folge "Das Leben nach dem Tod" als Sozialarbeiter, mit dem die Ermittlerin Nina Rubin (Meret Becker) im übernächsten "Tatort" ("Ein paar Worte nach Mitternacht", 2020) eine Affäre einging. In der Hamburger "Tatort"-Folge "Die goldene Zeit" (2020) war er als Anführer eines albanischen Kiez-Clans zu sehen. Weitere Serienrollen hatte Popadić unter anderem in "Professor T." (2020), "Nord bei Nordwest" (2021) und "Der Kroatien-Krimi" (2022). 

Auf der Kinoleinwand war Slavko Popadić in der Romanverfilmung "Der Russe ist einer, der Birken liebt" (DE/IL 2022) von Pola Beck als todkranker Freund der Hauptfigur zu sehen sowie in Christina Ebelts preisgekröntem Sozialdrama "Monster im Kopf" (2023) als Lebenspartner einer unbeherrscht aggressiven Frau. 

In der vierteiligen TV-Serie "Oktoberfest 1905" spielte er einen geheimnisvollen Pianisten, in der Westernserie "Schwarzes Gold" (beide 2025) übernahm er eine tragende Rolle als Wanderarbeiter und Gelegenheitsboxer. Für seine Rolle als Arzt in der Krankenhausserie "KRANK Berlin" erhielt er gemeinsam mit dem Ensemble den Deutscher Schauspielpreis sowie einen Grimme-Preis und wurde für den Deutschen Fernsehpreis als Bester Schauspieler nominiert.

Im Sommer 2026 stand Popadić erneut für eine Kinohauptrolle vor der Kamera: In der Bestsellerverfilmung "Herkunft" (Kinostart: 2027) spielt er einen bosnischen Geflüchteten.
 

FILMOGRAFIE

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