Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Lorenz Brahmkamp
- Alexander Schönleben
- Katrin Brahmkamp
- Teresa
- Jochen
- Herr Kleinert
- Herr Olschewski
- Frau Bechtrup
- Götz Ludwig Klarenberg
- Frau Theis
Produktionsfirma
Alle Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Szenenbild
Maske
Kostüme
Schnitt
Ton-Design
Ton
Musik
Darsteller
- Lorenz Brahmkamp
- Alexander Schönleben
- Katrin Brahmkamp
- Teresa
- Jochen
- Herr Kleinert
- Herr Olschewski
- Frau Bechtrup
- Götz Ludwig Klarenberg
- Frau Theis
- Herr Martins
- Frau Wörz
- Herr Wörz
- Frau Hotthorst
- Herr Dotzauer
Produktionsfirma
Dreharbeiten
- 11.06.2014 - 15.07.2014: Berlin und Mallorca
Länge:
90 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
Uraufführung (DE): 25.02.2015, ARD
Titel
- Originaltitel (DE) Vorsicht vor Leuten
- Schreibvariante Vorsicht vor Leuten!
Fassungen
Original
Länge:
90 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
Uraufführung (DE): 25.02.2015, ARD
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Auch daheim lässt er es an Initiative fehlen, seit vier Monaten klemmt die Duschtür. Weshalb seine Frau Katrin, die in einem anderen Amt am Rathaus-Schreibtisch sitzt, nun die Pappen dicke hat und auszieht: „Das hier kann nicht für den Rest meines Lebens mein Leben sein!“ Mit Kollege Jochen teilt Lorenz fortan nicht nur die Amtsstube, sondern auch den Kneipentresen und ab und an sogar den Küchenherd. Der redet ihm gut zu, alles zu versuchen, seine Gattin zurückzugewinnen. Da kommt ein unverhoffter Auftrag Kleinerts wie ein Geschenk des Himmels, auch wenn das zu Beginn nicht gerade so aussieht: weil alle sonst in Frage kommenden Sachbearbeiter erkrankt sind, soll Lorenz die Unterlagen eines Investors unter die Lupe nehmen, der das kleine Osthofen mit einem Megapark samt Golfplatz beglücken will.
„Ich bin ein Ermöglicher. Wer klein denkt, wird klein bleiben“: der geradezu provozierend gutaussehende, charmante und ganz offensichtlich äußerst erfolgreiche Selfmade-Millionär Alexander Schönleben (Paraderolle für den Wiener „Burg“-Star Michael Maertens) ist auf den ersten Blick ein rotes Tuch für den so ganz anders gestrickten Lorenz („Ich bin der Aktenmann. Ich bin der Rächer mit dem Locher“). Hat aber mit Theresa eine nette und ganz natürliche Freundin, die er nach einer gemeinsamen Aufwärmrunde beim Jogging mit Schönleben im Bad näher kennen lernt, freilich ohne ihr zu nahe zu kommen.
Der Investor erkennt in dem „kleinen Licht aus der Stadtverwaltung“ mit akutem Eheproblem („Sie will, dass ich will“) einen potenziellen Helfer, der ihm im Amt den Rücken freihalten kann. Zumal der Luxus-Wohnpark auf einer ehemaligen Deponie errichtet werden soll, in dessen Untergrund so manche Schweinerei früherer Zeiten zu finden sein dürfte. Wenn man denn nach ihnen sucht. Dafür, dass das nicht geschieht, will Schönleben für ein schöneres Leben von Lorenz sorgen. Und der kriegt tatsächlich die Kurve: „Solange ein Mann sich noch eine Bratwurst macht, hat er nicht aufgegeben“. Die erste brutzelt der Schmied hanebüchener Verse für die in der Nobelvilla Schönlebens versammelten Geldgeber, die zweite dann schon auf einer Finka auf Mallorca.
Dazwischen liegt ein Geschäftsessen im Nobelrestaurant Papageno mit Schönleben, Kleinert und Bürgermeister Günter Olschewski, für Katrin der endgültige Beweis, dass Lorenz auf dem richtigen Weg ist. Weshalb sie ihn auf „die“ Ferieninsel der Deutschen begleitet und Theresa ganz glücklich darüber ist, einmal zwei „normale Leute“ auf Malle zu Gast zu haben. Dort macht sich Lorenz mittels angeborener Unverfrorenheit, Hartnäckigkeit und kreativer Notlügen bald zum unverzichtbaren Vertrauten Schönlebens, was ihm – und vor allem der ganz begeisterten Büromaus Katrin – einen ganz neuen Lebensstil ermöglicht.
„Ehrlich gesagt ist 'ehrlich gesagt' ein ganz schlechter Begriff für uns beide“: Der eloquente Schönling Schönlein und der vertrauenswürdige Beamte Brahmkamp bilden ein unschlagbares Team bald auch daheim in Osthofen. Denn: die Welt will betrogen sein. Und Lorenz plagt kein schlechtes Gewissen: „Wir haben es den Arschlöchern genommen und uns gegeben“...
Die Hochstaplerkomödie „Vorsicht vor Leuten“ nach dem gleichnamigen Roman von Ralf Husmann, eine Koproduktion mit dem Westdeutscher Rundfunk Köln und ARD Degeto Frankfurt/Main, feierte am 17. Februar 2015 umjubelte Uraufführung im Kölner Cinenova. Ein durchaus sehr realistischer Hauptspaß mit tollen Schauspielern, allen voran Michael Maertens und Charly Hübner. Wobei Hübner und seine Gattin Lina Beckmann erstmals gemeinsam und dann auch noch als Ehepaar vor der Kamera standen. Eine Erfahrung, die beide als Ensemblemitglieder des Deutschen Schauspielhauses Hamburg auf den Brettern schon gemacht haben, so in Anton Tschechows „Onkel Wanja“.
Pitt Herrmann