Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Bonnie Bergmann
- Pluto
- Plischka
- Kiesmond
- Rufus
- Thekla
- Roxy
- Mielke
- Bohne
- Dr. Honig
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Regie-Assistenz
Drehbuch
Kamera
Kamera-Assistenz
Licht
Szenenbild
Maske
Schnitt
Ton-Schnitt
Ton
Geräusche
Mischung
Casting
Musik
Darsteller
- Bonnie Bergmann
- Pluto
- Plischka
- Kiesmond
- Rufus
- Thekla
- Roxy
- Mielke
- Bohne
- Dr. Honig
- Professor Hufschmitt
- Elisabeth Bergmann
- Lilly Bergmann
- Dr. Ruhnke
- Pfleger Valentin
Produktionsfirma
in Co-Produktion mit
Produzent
Redaktion
Line Producer
Produktionsleitung
Aufnahmeleitung
Dreharbeiten
- Köln
Länge:
90 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
TV-Erstsendung (DE): 19.02.2003, ARD
Titel
- Originaltitel (DE) Verrückt ist auch normal
- Arbeitstitel (DE) Die Patienten
Fassungen
Original
Länge:
90 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
TV-Erstsendung (DE): 19.02.2003, ARD
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Um ihre manischen Schübe in den Griff zu bekommen, wird Bonnie vorübergehend in die psychiatrische Klinik St. Margarete in Bedburg-Hau eingewiesen. „Zur Beobachtung“, wie sie ihre Zimmergenossin Thekla wissen lässt. Die sich später als liebevolle, ständig um den Erfolg der Band bangende Patientin entpuppt. Apropos Band. Bonnie trifft auf eine schillernde Gruppe von Leidensgenossen mit unterschiedlichsten Lebendläufen vom Bankräuber bis zum Landwirt: der hirntumorgeplagte Pluto Kahlweit, der machohafte Brian Jones-Fan Kiesmond, der traumatisierte Plischka und der unter dem hinterhältigen Tourette-Syndrom leidende Epileptiker Rufus Bohm scheinen nur auf sie gewartet zu haben.
Die Vier überreden Bonnie, endlich all’ ihre Starallüren abzulegen und bei ihrer Klinikband „Die Patienten“ mitzumachen. Bonnie willigt ein, nachdem sich das Quartett auf nicht ganz legale Weise bei einem Gastspiel der Gruppe „Cannibal Heat“ mit dem notwendigen Profi-Equipment versorgt hat. Nicht zuletzt aber auch deshalb, weil sie mit dem musikalischen Kopf der Truppe, Plischka, ein Liebesverhältnis begonnen hat. Sie proben für den großen Auftritt am jährlichen „Tag der offenen Tür“ in St. Margarete, doch der muss kurzfristig abgesagt werden: Pluto, der gemütliche Dicke und so etwas wie die „Mutter der Kompanie“, hat einen gesundheitlichen Rückfall erlitten.
Als Bonnie aus der Klinik entlassen wird, beschließt sie, ihre verpatzte Musikkarriere an den Nagel zu hängen und mit Tochter Lilly ein stinknormales „bürgerliches“ Leben zu führen – als Kassiererin in einem Supermarkt. Aber Pluto, der noch nie Besuch von seinen beiden Söhnen erhalten hat und die Band als seine Ersatz-Familie ansieht, lässt nicht locker, schmuggelt ein Tape mit einem Song, den Plischka extra für Bonnie geschrieben hat, in die Musikberieselungsanlage des Supermarktes. Und Bonnie gibt nach. Sie entdeckt ihre Rock’n Roll-Profession und betritt endlich wieder die Bretter, die ihr die Welt bedeuten. Und sie entdeckt im Publikum ihre Tochter Lilly...
Vivian Naefe, eigentlich bekannt durch leichte Unterhaltungsware in freilich perfekter handwerklicher Ausführung, hat frei nach „Einer flog über das Kuckucksnest“ mit „Verrückt ist auch normal“ eine turbulent-abgefahrene Komödie im Psychiatrie-Milieu gedreht, die von grotesken Einfällen, vor allem aber liebevoll gezeichneten Details – und hervorragenden Schauspielern lebt.
Zum Cast gehören u.a. Christoph Wackernagel als verständnisvoller, Hölderlin zitierender Anstaltsarzt Dr. Hunig, Johann Adam Oest als unter Zwangsstörungen leidender Patient Milke, Kati Eyssen als flippige Patientin Roxy sowie Nicholas Bodeux als Bohne, ein als dienstbeflissener Geist eher unscheinbarer Patient. Was Vivian Naefe aus dieser Crew an ganz unspektakulären szenischen Petitessen herausholt, ist mehr als beachtlich – und macht das düstere Finale des Films allemal wett. Sie kann auch anders, wollte die Regisseurin offenbar einmal unter Beweis stellen.
Pitt Herrmann