Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Schnitt
Musik
Darsteller
- Brunetti
- Paola Brunetti
- Polizeichef Patta
- Raffi Brunetti
- Marco Oliveri
- Chiara Brunetti
Produktionsfirma
Produzent
Alle Credits
Regie
Drehbuch
Kamera
Standfotos
Szenenbild
Außenrequisite
Innenrequisite
Maske
Kostüme
Schnitt
Casting
Musik
Darsteller
- Brunetti
- Paola Brunetti
- Polizeichef Patta
- Raffi Brunetti
- Marco Oliveri
- Chiara Brunetti
Produktionsfirma
im Auftrag von
Produzent
Aufnahmeleitung
Länge:
88 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
Uraufführung (DE): 16.10.2000, ARD
Titel
- Originaltitel (DE) Venezianische Scharade
- Reihentitel (DE) Donna Leon
- Arbeitstitel (DE) Commissario Brunetti
Fassungen
Original
Länge:
88 min
Bild/Ton:
Farbe, Ton
Aufführung:
Uraufführung (DE): 16.10.2000, ARD
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Brunettis Frau Paola weiß zu berichten, dass Santomauro der „Lega de la Moralita“ vorsitzt, einer gemeinnützigen Organisation, die öffentlich subventionierte Sozialwohnungen verwaltet, um sie gegen eine billige Miete an Bedürftige – auch aus dem Stricher-Milieu – zu vermitteln. Brunettis Ermittlungen scheinen in einer Sackgasse zu stecken, da kommt unerwartet Hilfe von einer ganz anderen Seite: Signora Mascari (Barbara Focke), die ihren Gatten, einen prominenten Bankier, seit einer Woche vermisst, wendet sich an die Polizei. Sie identifiziert die Leiche aus Mestre als ihren Gatten Leonardo Mascari, Leiter der venezianischen Filiale der renommierten Banca di Verona.
Signorina Elettra (Annett Renneberg), der stets hilfsbereite „Engel“ im Vorzimmer von Brunettis Chef Vice-Questore Patta, der gerade von heiklen familiären Problemen geplagt wird, bekommt auf wie immer höchst geheimnisvolle Weise heraus, dass die Mieten der von Santomauro verwalteten Sozialwohnungen auf den Konten der Banca di Verona verbucht werden. Mascaris Stellvertreter und Amtsnachfolger Marco Oliveri findet in den Büchern keine Unregelmäßigkeiten, erklärt Brunetti aber, von dem Doppelleben seines Vorgesetzten gewusst zu haben. Nach einem Gespräch mit Mascaris Witwe glaubt der Commissario aber nicht mehr daran, dass es sich um einen Mord im Transvestiten-Milieu handelt. Die Mörder haben den Banker in Frauenkleider gesteckt, um die Polizei auf eine falsche Fährte zu locken.
Als sich die Ermittlungen nun in eine andere, politisch viel brisantere Richtung entwickeln, wird es auch für die Polizisten ernst. Bei einem inszenierten Autounfall kommt die junge Kollegin Maria Nardi (Fiona Coors), die kurz vor ihrer Hochzeit stand, ums Leben. Brunetti, Vianello und Alvise (Dietmar Mössner) sehen sich mafiaähnlicher Gewalt ausgesetzt. Erst ein Zufall hilft ihnen weiter: Ein Schuster kann sich an den Käufer der roten Damenschuhe erinnern...
Die seit 1981 in Venedig lebende US-Amerikanerin Donna Leon hat mit „Venezianische Scharade“ einen Bestseller geschrieben, der weitaus weniger betulich daherkommt als so mancher ihrer anderen Venedig-Bestseller. Christian von Castelberg trägt dem Rechnung mit einer Reihe – zumindest für die Donna Leon-Serie der ARD – ungewöhnlicher Action-Szenen. Dabei wird der Verwaltung der Lagunenstadt alles andere als ein Persil-Schein ausgestellt: Korruption in den höchsten Kreisen war immer schon ein großes Thema der amerikanischen Schriftstellerin, die nach wie vor ihre Romane nur außerhalb Italiens verlegen – und schon gar verfilmen – lässt.
Leider kommt auch Christian von Castelberg nicht umhin, klischeehafte Familiengeschichten zu kolportieren: Brunettis Sohn Raffi plagt Liebeskummer, während seine jüngere Schwester Chiara beim Schulausflug gerade die Liebe entdeckt. Und warum sich der Commissario vehement weigert, sich im Auto anzugurten („Ich lass’ mir von keiner Maschine vorschreiben, was ich zu tun habe, besonders nicht von einem Auto“), wird wohl ewig das Geheimnis der Drehbuchautoren bleiben.
Pitt Herrmann