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Schäm Dich, Brigitte!

Österreich 1952 Spielfilm

Inhalt


Ausgangspunkt dieser Filmkomödie ist ein verirrter Liebesbrief, den die Schülerin Brigitte Schneider ihrem Vater gestohlen und dann im Mathematikunterricht verloren hat.

Im Glauben, dass dieser Brief Brigitte gehört, sucht der Lehrer das Gespräch mit den Eltern und entlarvt nun scheinbar den Vater Dr. Felix Schneider als Ehebrecher mit heimlicher Geliebter.

Anstatt dieses Missverständnis umgehend aufzuklären, verhärtet Schneider ungeschickter Weise die Vorwürfe gegen ihn im Laufe des Films nur noch mehr- dabei liegt der eindeutige Beweis seiner Unschuld ganz nah.

 

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Falk Schwarz
Lauter falsche Mausis
E.W. Emo gilt es neu zu entdecken. Der Regisseur hatte eine handwerkliche Meisterschaft erreicht, die seine Filme heute zu Slapstick- und Verwechslungskomödien machen, die ihresgleichen suchen. Das Handwerkszeug: Telefone, die immer zur richtigen oder falschen Zeit klingeln, Türen, die man absperren kann, mit dem Fuß zuknallen, ins Schloss werfen, zur falschen Zeit öffnen oder dagegen rennen. Startkapital jedes Lustspiels. Und natürlich Verwechslungen. Moser hält die Wirtschafterin für die Gnädige, Nadja Tiller hält Gusti Wolf für die Freundin ihres Mannes. Und natürlich die Schwiegermutter (Annie Rosar), die ihrer Tochter die Ehe ausreden will, weil der Hallodri Felix (Heinz Rühmann) ja eine Mausi hat. „Ein kluger Mann verheimlicht seiner Frau nichts“, Antwort: „Ein kluger Mann hat überhaupt keine Frau“. Die Lustspiel-Frauen? Sie können nicht rechnen, denken nur an Hüte und Mode, sind mutterhörig, verzeihen nur, wenn sie zugleich ein neues Kleid bekommen. Und die Lustspiel-Männer? Sie hören nicht zu, verplappern sich, sind autoritär, schreiben ihren Frauen vor, was sie lesen sollen, haben ständig ein schlechtes Gewissen und inszenieren flache Intrigen. Szene: Theo Lingen sitzt im Wartezimmer eines Schönheitschirurgen. Neben ihm eine Frau, die sich ihren üppigen Busen verkleinern lassen will. Lingen fasst sich an seine abstehenden Ohren. Die Frau: „Sie sind wohl noch vor der Operation?“ Lingen: „Ich warte hier privat, ich bin ein Busenfreund, ähh, Jugendfreund des Arztes“. Sie: „Und da lässt er sie so herumlaufen?“ Ohne viel Worte. Alle rappeln und reden so schnell, dass sie Silben verschlucken, alle rennen, damit dieses Spiel nicht an Tempo verliert. Moser gehorcht die Sprache nicht, er braust auf, wird wieder kleinlich und entringt sich das Wort „Mistfratz“. Kurz vor Schluss greifen sich Lingen und Rühmann zwei Akkordeons und singen und tanzen wieselflink: „Am Wiesenrand steht eine Kuh und vis-a-vis ein Ochs am Berge, sie macht das Auge auf und zu, damit das Rindvieh sie bemerke...“ Eine Tür knallt zu. Ende.

Credits

Regie

Schnitt

Darsteller

Produktionsfirma

Produzent

Alle Credits

Regie

Kamera-Assistenz

Bauten

Schnitt

Darsteller

Produktionsfirma

Produzent

Produktionsleitung

Länge:
2459 m, 90 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Ton

Titel

  • Originaltitel (AT) Schäm' Dich, Brigitte!
  • Verleihtitel (DE) Wir werden das Kind schon schaukeln

Fassungen

Original

Länge:
2459 m, 90 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Ton

Verleihfassung

Abschnittstitel
  • Verleihtitel (DE)
  • Wir werden das Kind schon schaukeln
Länge:
2399 m, 88 min
Format:
35mm, 1:1,33
Bild/Ton:
s/w, Ton
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 20.08.1952, 04654, Jugendfrei / nicht feiertagsfrei

Aufführung:

Uraufführung (DE): 05.09.1952, Wiesbaden, Walhalla;
TV-Erstsendung (DE): 16.08.1973, ARD