Yoko

Deutschland Österreich Schweden 2010/2011 Spielfilm

Inhalt

Verfilmung der gleichnamigen Kinderbücher von Knister: Die junge Pia traut ihren Augen kaum, als sie in ihrem Baumhaus eines Tages ein seltsames Wesen entdeckt. Yoko, so der Name des Besuchers, ist weiß, wuschelig und nicht gerade schüchtern. Er tanzt gerne, schläft am liebsten in der Gefriertruhe und seine Leibspeise sind gefrorene Fischstäbchen. Mit seinen wundersamen Fähigkeiten bringt das aus dem Himalaya stammende Fabelwesen Pias Leben gewaltig durcheinander. Allerdings sind ein paar finstere Gesellen hinter Yoko her. Der gierige Großwildjäger Thor, der Yoko gefangen und nach Europa gebracht hatte, will ihn an den bösen Zoodirektor Kellermann verkaufen. Das muss Pia um jeden Preis verhindern. Für sie steht fest, dass Yoko schnellsten wieder in seine Heimat zurückkehren soll.

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
Die elfjährige Pia zieht sich am liebsten in ihr Baumhaus zurück und träumt von vergangenen, von besseren Zeiten. Was weder an der in ihrer Neugier manchmal nervigen kleinen Schwester Marcella liegt noch am ständigen Streit mit ihrer liebevoll-fürsorglichen Mutter Katja, obwohl diese als Alleinerziehende mit aufreibendem Reisebüro-Job häufig überfordert ist. Pia unternimmt seit geraumer Zeit auch nichts mehr mit ihrem Schulkollegen Lukas, dem sportiven Skater-Typ, der bisher ihr bester Freund gewesen ist. Denn sie hat den Tod ihres Vaters immer noch nicht überwunden, im Gegenteil, je länger das Ereignis zurückliegt, umso stärker scheint ihre Trauer zu werden.

Plötzlich wird sie aus Lethargie gerissen – von einem kleinen, weißen und dazu noch zotteligen Wesen, das weder Hund ist noch Affe. Sondern ein Yeti, das eigentlich in einem Eis-Iglu hoch oben in den Bergen des Himalaya lebt und als Schutzgeist der Kinder und der Tiere verehrt wird. Etwa von den tibetanischen Mönchen, die Leben erschaffen können nur durch die Kraft der Gedanken. Was der kleine Lhapka noch lernen muss.

Yoko lautet der Name des wunderbar puscheligen, aber auch reichlich mystischen Wesens, dass sich mithilfe seines eisigen Atems unsichtbar machen kann. Er ist im LKW des skrupellosen Großwildjägers Thor van Sneider (so herrlich austriakisch-abgründig fies: Tobias Moretti) nach Deutschland gekommen, um einem Himalajabären und anderen Wildtieren zu helfen, die Sneider für den Zoodirektor Kellermann gefangen hat. Und zwar nicht zur Bereicherung der Artenvielfalt des Tierparks, sondern der Privatsammlung des Direktors – an ausgestopften Exemplaren.

Im allerletzten Moment kann der flauschige Wirbelwind Sneider und seinem wachsamen Roboterhund Trixi entkommen und sich in Pias Baumhaus flüchten. Doch im heißen deutschen Sommer geht dem putzigen Himalaya-Bewohner bald die Puste aus. Da hilft nur die große Kühltruhe in der Waschküche. Yoko und Pia versuchen, den Bären und die anderen Neuankömmlinge aus dem Zoo zu befreien – und werden selbst geschnappt. Weil sich der kleine Yeti zeitweise unsichtbar machen kann, ziehen sie ihre Hälse noch einmal aus der Schlinge. Aber Sneider und Kellermann sind nun gewarnt, zudem ist ihr Jagdinstinkt geweckt: Ein echter Yeti, das wäre eine Sensation, lebend oder ausgestopft. Da kann es nur eines geben: Alle müssen zusammenhalten, einschließlich Marcella und Lukas...

„Yoko“ ist nach den drei Bestsellern „Wer verflixt ist Yoko?“, „Yoko mischt die Schule auf“ sowie „Yoko und die Gruselnacht im Klassenzimmer“ des 1952 in Bottrop geborenen Ludger Jochmann alias Knister entstanden, der mit 17 Millionen verkaufter Bücher zu den erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren weltweit gehört. Dabei ging es Franziska Buch jedoch nicht um eine Leinwand-Adaption, sondern um eine neue Geschichte, die auch für sich steht. Weshalb Sneider mit dem Vierbeiner Trixi einen Gefährten bekommt, der durchaus einen eigenen Kopf hat – wie übrigens Pias kleine Schwester Marcella auch.

Yoko schließt man sofort ins Herz: großer Kopf, große dunkelbraune Augen, kleine Nase und ein wunderbares Kuschelfell. Da hat das Team um den Stockholmer Kaj Stevemann ganze Arbeit geleistet. Als erwachsener Zuschauer aber ist man fast noch mehr begeistert über die trefflichen Dialoge zwischen dem immer wieder von der Unfähigkeit seines Herrchens erschütterten Trixi und dem darob von Wutanfällen geschüttelten Sneider.

Gut einhundert Minuten beste Unterhaltung für die ganze Familie: Auf der einen Seite ein flott inszeniertes, spannendes Abenteuer mit einigen durchaus auch rührenden, aber nie rührseligen Momenten, auf der anderen Seite eine hintergründig-ironische und dabei hinreißend komische Realsatire auf den Erziehungs-Alltag nicht nur in Patchwork-Familien. Als Sahnehäubchen geistert Helmfried von Lüttichau als zweibeiniger running gag durch die Szenerie. Bei aller grandiosen Slapstick: Yoko bekehrt nicht nur den Zoodirektor, sich künftig ausschließlich lebenden Tieren zu widmen, sondern lässt Pia endlich ins Leben zurück finden. Wenn jeder Mensch doch seinen Yeti hätte! Free-TV-Premiere des teilanimierte Familienfilms war am 14. Juni 2015 in Sat 1.

Pitt Herrmann

Credits

Alle Credits

Regie 2. Stab

Drehbuch

Übersetzung

Kamera

Kamera-Assistenz

2. Kamera

Steadicam

Licht

Kamera-Bühne

Art Director

Set Dresser

Storyboard

Außenrequisite

Innenrequisite

Kostüme

Garderobe

Ton-Assistenz

Spezialeffekte

Casting

Darsteller

Herstellungsleitung

Produktionsleitung

Dreharbeiten

    • 10.08.2010 - 13.10.2010: Eching am Ammersee, Augsburg, Wien, Hessen, Baden-Württemberg, Studio Babelsberg
Länge:
2817 m, 103 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 07.12.2011, 130270, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 16.02.2012

Titel

  • Originaltitel (DE) Yoko

Fassungen

Original

Länge:
2817 m, 103 min
Format:
35mm, 1:1,85
Bild/Ton:
Farbe, Dolby
Prüfung/Zensur:

FSK-Prüfung (DE): 07.12.2011, 130270, ohne Altersbeschränkung / feiertagsfrei

Aufführung:

Kinostart (DE): 16.02.2012

Auszeichnungen

FBW 2012
  • Prädikat: besonders wertvoll