Gestern Abend ist die Schauspielerin Elke Sommer in ihrer Wahlheimat USA verstorben. Sie wurde 85 Jahre alt.
Elke Sommer, geboren 1940 in Berlin, wurde nach der Teilnahem an einer Miss-Wahl von Starregisseur Vittorio de Sica entdeckt, der sie nach Rom holte – der Beginn einer fast fünf Jahrzehnte währenden Schauspielkarriere. Nach ersten Rollen dort war sie in zahlreichen deutschen Produktionen zu sehen, darunter Georg Tresslers "Das Totenschiff" (1959), Gerd Oswalds "Am Tag, als der Regen kam" (1959) und die Karl-May-Adaption "Unter Geiern" (1964).
In den 1960ern wirkte Sommer in einer Vielzahl amerikanischer und weiterer internationaler Produktionen mit, 1964 siedelte sie in die USA über. Für den Agentenfilm "The Prize" ("Der Preis", USA 1963), in dem sie an der Seite Paul Newmans spielte, erhielt sie den Golden Globe als Beste Nachwuchsdarstellerin. Ihr großes komödiantisches Talent stellte sie in Blake Edwards' Pink-Panther-Komödie "A Shot in the Dark" ("Ein Schuss im Dunkeln", GB 1964) an der Seite von Peter Sellers als tollpatschigem Inspektor Clouseau unter Beweis. In mehr als 70 Kinofilmen wirkte Sommer im Lauf ihrer Karriere mit, die meisten davon Kriminal- und Abenteuerfilme.
Doch auch auf der Bühne stand Sommer immer wieder, besonders während der 1970er Jahre. 1973 wurde sie in Chicago als jahresbeste Theaterschauspielerin ausgezeichnet. In Deutschland spielte sie vorwiegend Boulevardstücke, bei denen sie gelegentlich auch Regie führte.
Ab den 1980er Jahren wurden ihre Kino- und Fernsehauftritte immer seltener, und Elke Sommer konzentrierte sich mehr auf ihre zweite Karriere als Malerin. Nur noch gelegentlich trat sie vor die Kamera, beispielsweise für die TV-Komödie "Ewig rauschen die Gelder" (2005). 2010 spielte sie zum letzten Mal für die Kinoleinwand: in Dani Levys "Das Leben ist zu lang" als dominante Mutter eines überforderten jüdischen Filmregisseurs.
Erst im Juli dieses Jahres war ihr Mann Wolf Walther an Krebs verstorben. Jetzt erlag Elke Sommer nur wenige Tage vor ihrem 86. Geburtstag einer Herzinsuffizienz.