Regie, Regie-Assistenz, Drehbuch, Produzent
Berlin Los Angeles, Kalifornien, USA

Biografie

Gerd Oswald wurde am 9. Juni 1919 in Berlin als Sohn des Filmregisseurs und Produzenten Richard Oswald geboren. Früh trat er in die Fußstapfen seines Vaters und assistierte diesem nach der Vertreibung der Familie aus Nazi-Deutschland bei Exil-Filmen in Österreich, England, Frankreich und Holland. 1938 löste er sich dann vorübergehend aus dem Schatten des Vaters und ging in die USA, um dort als Regie-Assistent für eine Reihe von Billig-Produktionen zu arbeiten. Schon kurze Zeit später kam es zur erneuten Zusammenarbeit mit Richard Oswald, als Gerd Oswald ihm bei den US-Filmen "I Was a Criminal" und "Isle of Missing Men" assistierte.

 

1942 ging er zu Paramount und arbeitete u.a. mit Billy Wilder, William Dieterle und Cecil B. DeMille zusammen. Danach wechselte er zu 20th Century Fox, die ihn abwechselnd als 1. Regie-Assistent, Produktionsleiter, Regisseur für Probeaufnahmen, Associate Producer und Second Unit-Regisseur beschäftigte. Mehrfach arbeitete er für Centfox auch in Europa, u.a. an Elia Kazans "Man on a Thightrope" (1953) und erhielt 1954 einen 7-Jahres Vertrag als Regisseur.

Der Thriller "A Kiss Before Dying" (1956), einer der ersten Filme im CinemaScope-Format, wurde sein erster Kinofilm. In der Folge erwies er sich als routinierter Inszenator von Genre-Filmen – etwa in "Crime of Passion" mit Barbara Stanwyck – und arbeitete häufiger auch für das amerikanische Fernsehen, so für die TV-Serie "The 20th Century Hour". 1959 kehrte Oswald vorübergehend nach Europa zurück und inszeniert den von Artur Brauner produzierten Film "Der Tag als der Regen kam" mit Mario Adorf in der Hauptrolle.

Seine Adaption der Stefan-Zweig-Erzählung "Die Schachnovelle" mit Curd Jürgens in der Hauptrolle wurde als dem Thema nicht angemessen und zu "konventionell-effekthascherisch" kritisiert. Nach Amerika zurückgekehrt, drehte er mehrere Dokumentarfilme für die US-Army, daneben zahlreiche Episoden für TV-Serien, wie "Bonanza", "Perry Mason" oder die Science-Fiction-Serien "Outer Limits" und "Star Trek" (erste Staffel 1966/67). Sein letzter Kinofilm, die Simmel-Verfilmung "Bis zur bitteren Neige", erschien 1975, danach war er weiter für das Fernsehen tätig.

Am 22. Mai 1989 starb Gerd Oswald in Los Angeles an Krebs.

FILMOGRAFIE

1961/1962
  • Regie
1960
  • Regie
  • Drehbuch
1959
  • Regie
  • Drehbuch
1954/1955
  • Produzent
1952
  • Regie-Assistenz
1949
  • Regie-Assistenz
1947/1948
  • Regie-Assistenz
1945
  • Regie-Assistenz
1939
  • Regie-Assistenz
1934
  • Regie-Assistenz