Credits
Director
Screenplay
Director of photography
Editing
Music
Cast
- Kriminalhauptkommissar Jürgen Tauber
- Kriminalhauptkommissarin Jo Obermaier
- Maren Harms
- Partyausrichter Thomas Rösch
- Nachbar Johannes Ottl
- Vater Ottl
- Ottls Freundin Laura
- Tarik Yilmaz
- Staatsanwalt Voss
- Theresa Schwarz
Production company
Producer
All Credits
Director
Assistant director
Script supervisor
Screenplay
Original story
Director of photography
Assistant camera
Clapper loader
Steadycam operator
Still photography
Lighting design
Key grip
Production design
Prop master
Make-up artist
Costume design
Editing
Sound design
Sound
Sound assistant
Audio mixing
Stunt co-ordinator
Casting
Music
Cast
- Kriminalhauptkommissar Jürgen Tauber
- Kriminalhauptkommissarin Jo Obermaier
- Maren Harms
- Partyausrichter Thomas Rösch
- Nachbar Johannes Ottl
- Vater Ottl
- Ottls Freundin Laura
- Tarik Yilmaz
- Staatsanwalt Voss
- Theresa Schwarz
- Kriminalbeamter Ludger
- Kriminalbeamtin Köhler
- Kriminaltechniker
- Security-Mitarbeiter Kurt Seifert
- Roswitha Seifert
Production company
Commissioned by
Producer
Line producer
Unit production manager
Location manager
Shoot
- 11.09.2007 - 13.10.2007: Umgebung von München
Duration:
89 min
Format:
Super16mm, 16:9
Video/Audio:
Farbe, Dolby SR
Screening:
Uraufführung (DE): 13.04.2008, ARD
Titles
- Originaltitel (DE) Wie ist die Welt so stille
- Reihentitel (DD DE) Polizeiruf 110
Versions
Original
Duration:
89 min
Format:
Super16mm, 16:9
Video/Audio:
Farbe, Dolby SR
Screening:
Uraufführung (DE): 13.04.2008, ARD
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Zwei Stunden nach ihrem 26-jährigen Sohn Holger, wie der Kriminaltechniker später feststellt. Der kaltblütige Täter hat sich also Zeit gelassen, wusste offenbar, dass die Betreiber einer Tankstelle erst spät am Abend nach Hause kommen. Das Nachbar-Ehepaar Roswitha und Kurt Seifert hat die Leichen am anderen Morgen in dem völlig verwüsteten Haus entdeckt. Sie vermissen die 20-jährige Tochter Maren Harms, nach der sogleich gefahndet wird. Ist sie die mögliche Täterin? Es wurden jedenfalls keine Einbruchsspuren festgestellt.
Als Maren später auftaucht, sie hat die Nacht bei einer Freundin verbracht, bricht sie völlig zusammen – und Tauber hat alle Mühe, sie zu beruhigen. Er ist offenbar neben der Spur, die Horrorbilder der grausamen Bluttat kriegt er nicht aus dem Kopf, sodass er das Büro nicht verlässt. Aber auch seine Kollegin ist sehr angefasst: Den Tanz-Termin muss ihr entsprechend angefressener Gatte Tarik Yilmaz allein wahrnehmen. Es gibt keine heiße Spur, nur die Erkenntnis, dass der Täter mit den familiären Verhältnissen vertraut gewesen sein muss.
Nach und nach vergrößert sich der Kreis der Verdächtigen. Da ist der Gebrauchtwarenhändler Günter Vieth (Oliver Nägele), der mit der Rückzahlung eines Privatkredites im hohen fünfstelligen Bereich im Verzug ist. In seinem Auto werden zwei Totschläger gefunden, die er als „Sportgerät“ ausgibt. Da ist Roswitha Seifert, die ein Verhältnis mit Holger Harms, dem Handballtrainer ihres Sohnes, gehabt haben soll. Ihr eifersüchtiger Gatte, ein ungehobelter Security-Mitarbeiter, der gegen den „hundsgemeinen Krüppel“ Tauber sogar handgreiflich wird, könnte dahintergekommen sein.
Da ist der schwere Alkoholiker Richard Laue (Wolfgang Michael), Bruder der ermordeten Lilly Harms. Er haust in einer ihrer Eigentumswohnungen – mit erheblichem Mietrückstand. Und da ist Johannes Ottl, dem ebenfalls ein Verhältnis mit Holger Harms nachgesagt wird, weshalb ihm seine Freundin Laura von der Fahne gegangen ist. Er hat einen Wohnungsschlüssel der Harms, da er sich um den Garten kümmert.
Maren ist bei ihrem Freund Thomas Rösch untergekommen. Bei den Ermittlungen, die den übermüdeten, von Alpträumen geplagten Tauber zunehmend überfordern, kommt heraus, dass der Party-Organisator in der Tatnacht das Kopfkissen mit der „Glücksfee“ Teresa Schwarz geteilt hat. Das zieht Maren nur noch mehr herunter, bringt die Polizei aber keinen Schritt weiter. „Ich find‘, es reicht“ sind sich Kriminalhauptkommissarin Obermaier und Staatsanwalt Voss einig, nur dass sie Ottl für das Opfer und er diesen für den Täter hält.
Beides könnte richtig sein, nachdem sich Johannes Ottl die Pulsadern aufgeschnitten hat. „Ich kann so nicht leben“ heißt es in seinem Abschiedsbrief. Der freilich kein Geständnis ist, sondern eine Anklage gegen die Vorverurteilung der Ermittler: Sogar sein Vater hatte sich von ihm abgewandt. Zwei Monate später findet ein Bauer beim Umpflügen seines Ackers einen Baseballschläger mit DNA-Spuren des Täters. Dem hatte Teresa Schwarz offenbar ein falsches Alibi gegeben…
„Wie ist die Welt so stille“ ist keine leichte Kost für feierabendliche Unterhaltung nach der „Tagesschau“. Edgar Selge spielt mit gewohnter Intensität einen Kriminalisten, der an seinem Beruf, an seiner Berufung zweifelt – und am „Kollateralschaden“ Johannes Ottl verzweifelt, sodass Tauber schließlich eine Kur antreten muss. Dagegen halten sich die wie ein Roter Faden durch den prominent besetzten Krimi ziehenden familiären Probleme seiner Kollegin Obermaier im üblichen Rahmen des Genres, dienen hier aber als gewünschter und wohl auch notwendiger unterhaltsamer Kontrast. Zumal mit der Überführung des Täters der Fall immer noch nicht abgeschlossen ist.
Pitt Herrmann