Der brave Soldat Schwejk

BR Deutschland 1960 Spielfilm

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alexander
Ein Film,der vom Inhalt her
Ein Film,der vom Inhalt her wohl etwas mehr ist,als bloße Unterhaltung.Meisterlich gespielt von Heinz Rühmann,Ernst Stankowsky,Fitz Eckardt u.v.a.
Diesen Film gibt es auf DVD
Mein Urteil: sehr gut
alexander
Falk Schwarz
Freundlich, aber fad
„Narren sagen, was die Klugen denken“. Schwejks kindliche Sorglosigkeit macht ihn zum weisen Narren, der der Welt den Spiegel vorhält und so dem unsinnigen Militarismus und den bürokratischen Capriolen einer untergehenden kuk Monarchie den Boden entzieht. Weil der Gastwirt das Bild des Kaisers abgehängt hat, auf das „Fliegenschiss“ gekommen war, wird er zu 10 Jahren Gefängnis verurteilt. Schwejk naiv: „Bissl viel, zehn Jahre. Fünf hätten es doch auch getan“. Dieser böhmische Don Quichotte lebt in seiner Einfalt, seiner Sprache und seinem „Blödsein“. Welch eine Superrolle für einen Schauspieler, der das Naive, aber auch Bauernschlaue dieses einfachen Menschen zu gestalten wüsste! Allerdings gehört zu Schwejk das „Böhmakeln“, dieser besondere Dialekt, der sich bis tief nach Wien hineinzieht und etwa von einem Schauspieler wie Fritz Muliar perfekt beherrscht wird. Doch die Produzenten wollten, dass Rühmann diesen Schwejk spielt. Aber Rühmann findet den Ton nicht. Es gelingt ihm nicht, mit der Rolle eins zu werden. Man sieht und hört Rühmann, aber nicht den Schwejk. So wird der ganze Film eher zu einer matten Veranstaltung, weil auch das anrührend Menschliche, das sich bei der Lektüre von Haseks Text einstellt, nicht recht gelingen will. Rühmanns Schwejk ist eine Kunstfigur, kein beemisches Original. Dann fördert die Regie von Axel von Ambesser (der auch die Zwischentexte spricht) nicht gerade die Lust am Filmischen. Es wird eher breit und ein wenig uninspiriert erzählt. Da laufen die Bilder ab wie gewohnt und selbst ein einfallsreicher Kameramann wie Richard Angst findet nur ein paarmal Perspektiven, die diesen Film etwas auffrischen. Warum sich zwischen Rühmann und seine Rolle eine Art Gazevorhang senkt, der den Charakter des Schwejk unscharf werden lässt, ist schwer zu erklären. Lediglich Ernst Stankovski kann als der geplagte Oberleutnant, der den Krieg am liebsten verbummeln würde und mit Frauenzimmern die Tage und Nächte verbringt, dem Film noch einen Tupfer mitgeben. Sonst aber bleibt der bekannte „Ambesser-Filmeindruck“ zurück: freundlich, aber fad.

Credits

Screenplay

Director of photography

Cast

Producer

All Credits

Assistant director

Screenplay

Director of photography

Camera operator

Make-up artist

Costume design

Sound

Cast

Voice

Producer

Line producer

Unit production manager

Shoot

    • 23.05.1960 - August 1960: Atelier Rosenhügel Wien
Duration:
2628 m, 96 min
Format:
35mm, 1:1,33
Video/Audio:
s/w, Mono
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 13.09.1960, 23335, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 22.09.1960, Köln, Ufa-Palast

Titles

  • Originaltitel (DE) Der brave Soldat Schwejk

Versions

Original

Duration:
2628 m, 96 min
Format:
35mm, 1:1,33
Video/Audio:
s/w, Mono
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 13.09.1960, 23335, ab 12 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Uraufführung (DE): 22.09.1960, Köln, Ufa-Palast

Awards

IFF Bordighera 1961
  • Goldene Olive
  • Bester Darsteller
Golden Globe 1961
  • Nominierung
BMI 1961
  • Spielfilmprämie
FBW 1960
  • Prädikat. Wertvoll
Preis der Deutschen Filmkritik 1960
  • Beste darstellerische Leistung