Antikörper

Deutschland 2004/2005 Spielfilm

Summary

Antibodies

After the savage murder of a little girl in his rural hometown, police officer Martens travels to Berlin in order to get a confession from incarcerated serial killer Gabriel Engel. But Engel, who was arrested by seasoned detective Seiler, tricks the provincial cop into a nerve-wrecking mind game about deception, truth, good and evil. Soon it becomes clear, that the clues point in another, unexpected direction and that the real killer is still on the loose.

 

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Heinz17herne
Heinz17herne
In einem Berliner Hinterhaus wird der Serienkiller Gabriel Engel (ein deutscher Dr. Hannibal Lecter: André Hennicke als so intelligenter wie sadistischer Mörder) von einer Spezialeinheit der Polizei überwältigt. Er hat nicht nur mehr als ein Dutzend junger Männer umgebracht, sondern mit dem Blut seiner Opfer, deren Unterhosen er als Trophäen behielt, Bilder gemalt. Der erfahrene Kommissar Seiler („Ich bin hier der härteste Schimpanse im ganzen Affenkäfig“: Heinz Hoenig) lässt sich für seinen Erfolg überschwänglich feiern. Doch das Grauen beginnt erst noch.

Herzbach ist „ein fröhlicher Ort“ im auch zu DDR-Zeiten streng katholischen Eichsfeld, verheißt der in Holz gebrannte Willkommensgruß am Ortseingang. Doch auch im Heimatdorf des jungen, ehrgeizigen Polizisten Michael Martens (blickt als tugendhafter Familienvater und gläubiger Christ in düsterste Abgründe: Wotan Wilke Möhring) wurde ein kleines Mädchen bestialisch ermordet: Die zwölfjährige Lucia Flieder ist brutal – und dabei ganz waidmännisch – aufgeschlitzt worden. Martens reist nach Berlin, um dem gefangenen Psychokiller ein Geständnis auch für den Mord an Lucia abzuringen.

Dass das kein Spaziergang wird, spürt Martens gleich bei der ersten Begegnung mit Engel, der einen enormen Eindruck beim jungen Polizisten hinterlässt. Seiler, der ebenfalls bemerkt, dass etwas möglich ist zwischen seinem jungen Kollegen und dem seit Wochen schweigenden Killer, führt Martens in das hauptstädtische Nachtleben ein. So gelingt es ihm, das Martens in Berlin bleibt – ob daheim die Ernte auf den Feldern des Nebenerwerbslandwirtes verfault oder nicht.

Gabriel Engel verstrickt den Dorfpolizisten in ein verwirrendes Spiel um Gut und Böse, um Wahrheit und Lüge. Hat Martens' Schwiegervater nicht mit voller Absicht einen Hund namens „Schimanski“ erschossen statt eines Rehs? Und warum verweigert er sich einem Speicheltest? Und was ist mit Martens' 13-jährigem Sohn Christian, der im Zimmer seiner jüngeren Schwester Sarah zündelt?

Die Sache scheint geklärt, als Martens einen Erfolg für sich verbuchen kann: Die Polizei findet Lucias Unterhemd in Engels Wohnung. Dennoch ist die erste Euphorie des jungen Polizisten, die er mit Lucy, einer attraktiven Verkäuferin aus dem Friedrichstraßen-Quartier 205, ganz handfest teilt, rasch verflogen: Lucia Fiedler passt einfach nicht in Engels Opferprofil. War es doch jemand aus Herzbach?

Martens, psychisch alles andere als sattelfest, ist wieder daheim. Zweifel nagen an ihm: War es gar sein Sohn Christian? Da wird er per Helikopter in die Hauptstadt zurückbeordert: Engel hat Gift geschluckt und nur noch 48 Stunden zu leben. Der letzte Streich des Serienkillers soll jedoch nicht nur für ihn allein tödlich enden...

Ein deutscher Genrefilm mit der Hochspannung einer Hollywood-Produktion wie „Schweigen der Lämmer“ – ein Ding der Unmöglichkeit trotz erster Versuche von Robert Schwendtke („Tattoo“) und Mennan Yapo („Lautlos“ mit Joachim Król). Bis der erst 30-jährige Autor, Regisseur und Film-Autodidakt Christian Alvart, der nie eine Filmhochschule besucht hat, mit dem unter die Haut gehenden Psycho-Thriller „Antikörper“, seinem zweiten Film nach „Curiosity & the Cat“, den Beweis des Gegenteils angetreten ist – und mit André Hennicke als so gewissenloser wie hochintelligenter Psychopath eine Idealbesetzung gefunden hat. Freilich lässt sich auch das übrige Ensemble sehen u.a. mit Ulrike Krumbiegel (als Martens Gattin), Gudrun Ritter, Jürgen Schornagel und Hans Diehl vor der Kamera Hagen Bogdanskis, dessen Bilder bisweilen an David Lynch-Filme erinnern.

Religiöse Symbolik, vom Todesengel implizierenden Namen Gabriel Engel über die Gemälde des Horror-Hobbykünstlers bis hin zu Blut-Chiffren am Körper des bei seiner Verhaftung nackten Mörders, spielt eine erhebliche Rolle in „Antikörper“ und, auch dies eher deutsch, der Wald und seine Mystik. Jedenfalls, wenigstens dies darf verraten werden, ist es eine Rehfamilie, die die Geschichte zu einem guten Ende führt – und damit ein Gottesurteil.

Pitt Herrmann

Credits

Director

Screenplay

Director of photography

Editing

Cast

All Credits

Director

Assistant director

Script supervisor

Screenplay

based on

Director of photography

Steadycam operator

Titles / Opticals

Prop master

Make-up artist

Costume design

Costumes

Editing

Sound design

Audio mixing

Special effects

Stunt co-ordinator

Cast

Unit production manager

Shoot

    • 04.05.2004 - 2004: Berlin, Brandenburg, Harz
Duration:
3492 m, 127 min
Format:
35mm, 1:2,35
Video/Audio:
Farbe, Dolby Digital
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 18.03.2005, 101779, ab 16 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Voraufführung: 12.02.2005, Berlin, IFF - Filmmarkt;
Kinostart (DE): 07.07.2005;
TV-Erstsendung (DE): 12.11.2007, ZDF

Titles

  • Originaltitel (DE) Antikörper

Versions

Original

Duration:
3492 m, 127 min
Format:
35mm, 1:2,35
Video/Audio:
Farbe, Dolby Digital
Censorship/Age rating:

FSK-Prüfung (DE): 18.03.2005, 101779, ab 16 Jahre / feiertagsfrei

Screening:

Voraufführung: 12.02.2005, Berlin, IFF - Filmmarkt;
Kinostart (DE): 07.07.2005;
TV-Erstsendung (DE): 12.11.2007, ZDF

Awards

FBW 2005
  • Prädikat: besonders wertvoll