Fotogalerie
Alle Fotos (7)Biografie
Leonard Kunz wurde am 9. Februar 1992 in Mannheim als Sohn der Schauspielerin Ilona Christina Schulz und des Musikers Alexander Kunz geboren; er wuchs im pfälzischen Freinsheim auf. Von 2013 bis 2015 studiere er Schauspiel an der Universität der Künste Berlin. Noch während des Studiums übernahm er erste Episodenrollen in Serien wie "SOKO Wismar" und "Alarm für Cobra 11". Auch sein Kinodebüt gab er 2015 noch als Student, mit einer Nebenrolle in dem amerikanisch-deutschen Mystery-Thriller "A Cure for Wellness", der Anfang 2017 startete.
Nach seinem Abschluss begann Kunz als freier Schauspieler zu arbeiten. Für seine Rolle in dem Kurzfilm "Jenny", als sexuell übergriffiger Freund einer 15-Jährigen, wurde Kunz beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2017 als Bester Nachwuchsschauspieler ausgezeichnet.
In Sven Taddickens Drama "Das schönste Paar" spielte Lenonard Kunz seine erste größere Kinorolle, als Vergewaltiger, der eines Tages zufällig dem Partner seines Opfers über den Weg läuft. Für diese Rolle erhielt er eine Nominierung für den Preis der deutschen Filmkritik (zusammen mit "Mein Ende. Dein Anfang.") und wurde beim Achtung Berlin Filmfestival als Bester Schauspieler ausgezeichnet.
In dem Udo-Lindenberg-Biopic "Lindenberg! Mach dein Ding" (2019) verkörperte er den Gitarristen Karl Allaut, in dem Erster-Weltkriegsdrama "Luise" (DE/FR 2022) einen deutschen Deserteur. Im Fernsehen hatte Kunz in der queeren Coming-of-Age-Serie "Loving Her" (2021, 2023) eine regelmäßige Rolle als WG-Mitbewohner der Hauptfigur. Daneben übernahm er Episodenrollen in Serien und Reihen wie "Der Zürich-Krimi" (Folge: "Borchert und die bittere Medizin", 2022) und "Tatort" (Folge: "Abbruchkante", 2023).
Viel Kritikerlob erhielt Kunz für seine Rolle als gewalttätiger Familienvater in dem Fernsehspiel "Ein Mann seiner Klasse" (2024), nach dem autobiografischen Roman von Christian Baron. Für diese Rolle erhielt er 2025 den Deutschen Fernsehpreis und (zusammen mit dem weiteren Kernteam) den Robert Geisendörfer Preis.
Ebenfalls 2025 startete Dennis Gansels viel gelobter Kriegsfilm "Der Tiger" in den deutschen Kinos, mit Kunz als Besatzungsmitglied eines deutschen Panzerkampfwagens im Zweiten Weltkrieg. Dieser Part brachte ihm beim Deutschen Filmpreis 2026 eine Nominierung für die Beste männliche Nebenrolle ein.