Marta Eggerth

Marta Eggerth

Weitere Namen: Márta Eggert (Geburtsname); Martha Eggerth (Weiterer Name); Marta Eggerth-Kiepura (Weiterer Name)
Darstellerin, Musik
*17.04.1912 Budapest, Ungarn

Biografie

Marta Eggerth, am 17. April 1912 in Budapest geboren, hat bereits im Alter von elf Jahren ihren ersten Auftritt als Sängerin und gilt schnell als musikalisches Wunderkind. Sie tritt an der ungarischen Staatsoper Budapest, dann in Wien, Hamburg und Frankfurt auf, mit ihrer hellen Sopranstimme wird sie zum populären Operettenstar. Nach einem ersten ungarischen Film hat sie ihr deutsches Filmdebüt 1931 in Richard Eichbergs "Bräutigamswitwe", zahlreiche Filme folgen, unter anderen "Es war einmal ein Walzer", dessen Musik Franz Léhar für sie komponiert. Ihre Bühnenauftritte werden durch ihre Filmarbeit spärlicher.

1936 heiratet Marta Eggerth den polnischen Tenor und Filmstar Jan Kiepura, mit dem sie gemeinsam auch "Zauber der Bohème" (1937, nach Motiven von Puccinis "La Bohème") dreht.

Bis Ende der dreißiger Jahre dreht Eggerth zahlreiche äußerst erfolgreiche Operettenfilme und musikalische Lustspiele, meist verkörpert sie darin das kecke, einnehmende Mädchen, doch auch andere Facetten, etwa tragische in "Leise flehen meine Lieder" (1933), meistert sie. Auch die Kritik lobt neben ihren musikalischen Fähigkeiten ihr nuanciertes Schauspiel.

Da Eggerth jüdischer Abstammung und Ausländerin ist, kann sie in der Nazizeit nur noch eingeschränkt arbeiten. Gemeinsam mit Jan Kiepura emigriert sie 1938 über Frankreich in die USA. Dort dreht sie kaum noch Filme, lediglich für MGM spielt sie in zwei Musicals an der Seite von Judy Garland, "For Me and My Gal" (1942) und "Presenting Lily Mars" (1943). Gemeinsam mit ihrem Mann spielt sie nun wieder mehr auf der Bühne, so in mehreren Broadway-Produktionen. Mit Léhars Operette "Die lustige Witwe" sind beide ab 1943 am Broadway und auf ausgedehnter Tournee insgesamt drei Jahre lang erfolgreich. Versuche, nach dem Krieg wieder ins Filmgeschäft einzusteigen, sind weniger erfolgreich, doch beide gastieren häufig mit Bühnenauftritten in Europa.

1966 stirbt Jan Kiepura, Marta Eggerth bleibt der Bühne bis ins hohe Alter treu, beispielsweise tritt sie noch im Jahr 2000 anlässlich einer Gala-Vorstellung zum 200. Geburtstag der Volksoper in Wien auf. Auch einen späten Filmauftritt hat sie dort in der Folge "Nie wieder Oper" des österreichischen "Tatort".

1979 erhält Marta Eggerth den Deutschen Filmpreis in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. Sie lebt als Besitzerin eines 18-stöckigen Appartment-Hauses in Rye, New York.

Filmografie

1999 Nie wieder Oper
Darsteller
 
1957 Frühling in Berlin
Darsteller
 
1937/1938 Immer, wenn ich glücklich bin
Darsteller
 
1937 Zauber der Bohème
Darsteller
 
1936 Das Hofkonzert
Darsteller, Gesang
 
1936 Das Schloß in Flandern
Darsteller
 
1936 La chanson du souvenir. Concert à la cour
Darsteller
 
1936 Wo die Lerche singt
Darsteller
 
1935 Die ganze Welt dreht sich um Liebe
Darsteller
 
1935 Die blonde Carmen
Darsteller
 
1934 My Heart Is Calling
Darsteller
 
1934 The Unfinished Symphony
Darsteller
 
1934 Mein Herz ruft nach Dir
Darsteller
 
1934 Die Czardasfürstin
Darsteller
 
1934 Ihr größter Erfolg
Darsteller
 
1933 Leise flehen meine Lieder
Darsteller
 
1933 Der Zarewitsch
Darsteller
 
1932/1933 Die Blume von Hawaii
Darsteller
 
1932 Das Blaue vom Himmel
Darsteller
 
1932 Es war einmal ein Walzer
Darsteller
 
1932 Moderne Mitgift
Darsteller
 
1932 Ein Lied, ein Kuß, ein Mädel
Darsteller
 
1932 Kaiserwalzer
Darsteller
 
1931/1932 Der Frauendiplomat
Darsteller
 
1931 Der Draufgänger
Darsteller
 
1931 Trara um Liebe
Darsteller
 
1931 Die Bräutigamswitwe
Darsteller
 
1931 Eine Nacht im Grandhotel
Darsteller
 

Übersicht

Fotogalerie

Alle Fotos (10)

Literatur

KOBV-Suche