Marta Eggerth

Marta Eggerth

Weitere Namen: Márta Eggert (Geburtsname); Martha Eggerth (Weiterer Name); Marta Eggerth-Kiepura (Weiterer Name)
Darstellerin, Musik
*17.04.1912 Budapest, Ungarn; †26.12.2013 Rye, New York, USA

Biografie

Marta Eggerth, am 17. April 1912 in Budapest geboren, hatte bereits im Alter von elf Jahren ihren ersten Auftritt als Sängerin und galt schnell als musikalisches Wunderkind. Sie trat an der ungarischen Staatsoper Budapest, dann in Wien, Hamburg und Frankfurt auf, mit ihrer hellen Sopranstimme wurde sie zum populären Operettenstar. Nach einem ersten ungarischen Film hatte sie ihr deutsches Filmdebüt 1931 in Richard Eichbergs "Bräutigamswitwe", zahlreiche Filme folgten, unter anderen "Es war einmal ein Walzer", dessen Musik Franz Léhar für sie komponierte. Ihre Bühnenauftritte wurden durch ihre Filmarbeit spärlicher.

1936 heiratete Marta Eggerth den polnischen Tenor und Filmstar Jan Kiepura, mit dem sie gemeinsam auch "Zauber der Bohème" (1937, nach Motiven von Puccinis "La Bohème") drehte.

Bis Ende der dreißiger Jahre drehte Eggerth zahlreiche äußerst erfolgreiche Operettenfilme und musikalische Lustspiele, meist verkörperte sie darin das kecke, einnehmende Mädchen, doch auch andere Facetten, etwa tragische in "Leise flehen meine Lieder" (1933), meisterte sie. Auch die Kritik lobte neben ihren musikalischen Fähigkeiten ihr nuanciertes Schauspiel.

Da Eggerth jüdischer Abstammung und Ausländerin war, konnte sie in der Nazizeit nur noch eingeschränkt arbeiten. Gemeinsam mit Jan Kiepura emigrierte sie 1938 über Frankreich in die USA. Dort drehte sie kaum noch Filme, lediglich für MGM spielte sie in zwei Musicals an der Seite von Judy Garland, "For Me and My Gal" (1942) und "Presenting Lily Mars" (1943). Gemeinsam mit ihrem Mann stand sie nun wieder häufiger auf der Bühne, so in mehreren Broadway-Produktionen. Mit Léhars Operette "Die lustige Witwe" waren beide ab 1943 am Broadway und auf ausgedehnter Tournee insgesamt drei Jahre lang erfolgreich. Versuche, nach dem Krieg wieder ins Filmgeschäft einzusteigen, verliefen weniger erfolgreich, doch beide gastierten häufig mit Bühnenauftritten in Europa.

1966 starb Jan Kiepura, Marta Eggerth blieb der Bühne bis ins hohe Alter treu, beispielsweise trat sie noch im Jahr 2000 anlässlich einer Gala-Vorstellung zum 200. Geburtstag der Volksoper in Wien auf. Auch einen späten Filmauftritt hatte sie in der Folge "Nie wieder Oper" des österreichischen "Tatort".

1979 erhielt sie den Deutschen Filmpreis in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.

Als Besitzerin eines 18-stöckigen Appartment-Hauses lebte Marta Eggerth zuletzt in Rye, New York. Dort starb sie am 26. Dezember 2013 im Alter von 101 Jahren.

Filmografie

1999 Nie wieder Oper
Darsteller
 
1957 Frühling in Berlin
Darsteller
 
1952 Das Land des Lächelns
Darsteller
 
1949 Valse brillante
Darsteller
 
1949 Addio Mimí!
Darsteller
 
1937/1938 Immer, wenn ich glücklich bin
Darsteller
 
1937 Zauber der Bohème
Darsteller
 
1936 Das Hofkonzert
Darsteller, Gesang
 
1936 Das Schloß in Flandern
Darsteller
 
1936 La chanson du souvenir. Concert à la cour
Darsteller
 
1936 Wo die Lerche singt
Darsteller
 
1935 Die ganze Welt dreht sich um Liebe
Darsteller
 
1935 E lucean le stelle
Darsteller
 
1935 Die blonde Carmen
Darsteller
 
1934 My Heart Is Calling
Darsteller
 
1934 Ihr größter Erfolg
Darsteller
 
1934 The Unfinished Symphony
Darsteller
 
1934 Mein Herz ruft nach Dir
Darsteller
 
1934 Die Czardasfürstin
Darsteller
 
1933 Der Zarewitsch
Darsteller
 
1933 Leise flehen meine Lieder
Darsteller
 
1932/1933 Die Blume von Hawaii
Darsteller
 
1932 Das Blaue vom Himmel
Darsteller
 
1932 Traum von Schönbrunn
Darsteller
 
1932 Moderne Mitgift
Darsteller
 
1932 Es war einmal ein Walzer
Darsteller
 
1932 Ein Lied, ein Kuß, ein Mädel
Darsteller
 
1932 Kaiserwalzer
Darsteller
 
1931/1932 Der Frauendiplomat
Darsteller
 
1931 Eine Nacht im Grandhotel
Darsteller
 
1931 Der Draufgänger
Darsteller
 
1931 Trara um Liebe
Darsteller
 
1931 Die Bräutigamswitwe
Darsteller
 

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27.12.2013 | 17:59 Uhr

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